Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Mittwoch, 20.10.21, 05:00 Uhr


Zunächst in höheren Lagen und an der Nordsee, zum Mittwoch hin dann auch im Binnenland zunehmend windig bzw. stürmisch.

Wetter- und Warnlage:
Deutschland liegt am Rande eines umfangreichen Tiefdrucksystems über dem Ost- und Nordostatlantik. Dabei wird Deutschland in der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag vom Sturmfeld eines Sturmtiefs, das rasch vom Ärmelkanal zur Ostsee zieht. STURM: In der Nacht zum Mittwoch vor allem im Bergland sowie an der Nordsee weiter zunehmender Wind. An der Küste und auf den Inseln verbreitet steife, exponiert einzelne stürmische Böen aus Süd bis Südwest 7-8 Bft. In Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge stürmische Böen 8 Bft, exponiert Sturmböen 10 Bft, auf dem Brocken schwere Sturmböen 10 Bft, in den Frühstunden eventuell auch orkanartige Böen 11 Bft. Im Lee einiger Mittelgebirge zum Morgen erste steife Böen. Am Mittwoch in der Nordwesthälfte, in Teilen der Mitte sowie allgemein im Bergland mäßiger bis frischer, teils starker Süd- bis Südwestwind. Dabei in tiefen Lagen Böen 7 Bft, vor allem nach Nordwesten hin teils 8 Bft, an der Nordsee sowie in höheren Lagen Sturmböen 9 Bft. In exponierten Kamm- und Kuppenlagen auch schwere Sturmböen 10 Bft, auf dem Brocken Orkanböen 12 Bft. In der Nacht zum Donnerstag weitere Windzunahme. Dabei in der 2. Nachthälfte in der Westhälfte bis in tiefe Lagen Sturmböen (Bft 9), besonders in Schauernähe auch schwere Sturmböen (Bft 10). Im westlichen Bergland zunehmend orkanartige Böen (Bft 11), exponiert Orkanböen (Bft 12). Am Donnerstag dann verbreitet Sturmböen in einem Streifen über die Mitte auch vorübergehend schwere Sturmböen (Bft 10-11). In Schauernähe und an der Nordsee einzelne orkanartige Böen (Bft 11) nicht ausgeschlossen. Im Bergland orkanartige Böen (Bft 11), exponiert Orkanböen (Bft 12) (UNWETTER). GEWITTER mit orkanartigen Böen (UNWETTER): Im Laufe des Mittwochs im Westen und Nordwesten einzelne Gewitter mit stürmischen Böen oder Sturmböen 8-9 Bft. Gegen Donnerstagmorgen im Nordwesten einzelne Gewitter dabei einzelne orkanartige Böen (Bft 11). Donnerstags tagsüber ostwärts ausweitend. Im Nordwesten einzelne Tornados nicht ausgeschlossen. NEBEL: In der Nacht zum Mittwoch im Süden nur noch vereinzelt Nebel mit Sichtweiten unter 150m.

Detaillierter Wetterablauf:
Heute von Norden und Westen auf die Mitte übergreifend schauerartiger Regen, am Nachmittag im Nordwesten auch kurze Gewitter. Nach Südosten hin wolkig, südlich der Donau sonnig und trocken. Außergewöhnlich mild bis warm mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 16 und 23 Grad. Mäßiger und zunehmend frischer Süd- bis Südwestwind mit steifen Böen, im Bergland und an dessen Nordrändern sowie an der Küste stürmische Böen. Auf höheren Gipfeln teils schwere Sturmböen. In Süddeutschland allgemein schwächerer Wind. In der Nacht zum Donnerstag auch im Süden und Südosten aufkommender Regen, morgens lediglich an den Alpen sowie im östlichen Oberbayern noch trocken. In der Mitte und im Norden vorübergehend abklingende Niederschläge und aufgelockert bewölkt, im Nordwesten in der zweiten Nachthälfte aber kräftige und teils gewittrige schauerartige Regenfälle. Temperaturminima 14 bis 8 Grad. Weitere Windzunahme, im Westen und in der Mitte vor allem ausgangs der Nacht mit Sturmböen, teils auch schweren Sturmböen, im Bergland orkanartigen Böen und Orkanböen auf exponierten Gipfeln, jeweils aus Südwest.

Am Donnerstag im Südosten anfangs Regen, am Nachmittag in die Alpen abziehend, nachfolgend Auflockerungen. Im Norden schauerartig verstärkter und örtlich gewittriger Regen. Dazwischen gebietsweise Schauer oder Gewitter, zum Teil aber auch mal länger trocken. Höchsttemperaturen 12 bis 16, im Südosten gebietsweise bis 18 Grad. Verbreitet starker Südwestwind mit Sturmböen, teils auch schweren Sturmböen, in kräftigen Schauernähe vereinzelt im Bergland vermehret orkanartigen Böen. Auf exponierten Gipfeln Orkanböen, zum Abend hin nachlassend. In der Nacht zum Freitag von der Mitte in den Südosten verlagernd zeitweise Regen. Auch im Norden Schauer und einzelne Gewitter. Sonst zum Teil Auflockerungen und meist trocken. Temperaturrückgang auf 9 bis 2 Grad, an den Küsten milder. Auf West drehender und nachlassender Wind, ausgangs der Nacht lediglich an den Küsten und in einigen Hochlagen noch stürmische Böen oder Sturmböen.

Am Freitag im Alpenvorland wolkig, anfangs zeitweise etwas Regen. Ansonsten zunächst trocken und vor allem in der Mitte sonnige Abschnitte. Im Norden jedoch weitere Schauer, vereinzelt auch Graupelgewitter, allmählich auf die Mitte übergreifend. Höchstwerte nur noch 7 bis 13 Grad. Frischer, in der Mitte und im Norden in Böen stürmischer West- bis Südwestwind, an der Nordsee auf Nordwest drehend und Sturmböen bzw. schwere Sturmböen. Auch in einigen Hochlagen teils schwere Sturmböen. In der Nacht zum Samstag nach Süddeutschland ausbreitend noch einzelne Schauer, von Norden her aber allgemein nachlassend und gebietsweise auflockernde Bewölkung. Deutlich nachlassender Wind und örtlich Nebel. Abkühlung auf 6 bis -1 Grad.

Am Samstag zunächst teils wolkig und vereinzelt letzte Schauer, im tagesverlauf zunehmend sonnig. Höchsttemperaturen zwischen 8 und 13 Grad. Schwacher bis mäßiger, an den Küsten von Nord- und Ostsee frischer und anfangs in Böen starker bis stürmischer Wind aus West bis Südwest. In der Nacht zum Sonntag zunächst meist klar, später gebietsweise dichter Nebel, Tiefsttemperaturen 5 bis -2 Grad.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Christian Herold