20170127 Bild Nähe Standort Wetterstation    Wetterstation Kurort Oberwiesenthal, Hammerunterwiesenthal, 817m ü.NN.

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News:   Wetter Oberwiesenthal Neuigkeiten / Blog

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News im Jahr 2022

31.07.2022 Frische Nacht in Bozi Dar mit Morgennebel

Während es an unserer Station nach dem gestrigen, ergiebigen Regen mit rund 17 l/qm gemäßigte Tiefsttemperaturen gab (Tmin 7,8°C / Station2: 6,6°C), wurde es auf der Hochebene um Bozi Dar (CZ, deutsch: Gottesgab) deutlich frischer. Selbst die bekannten Kältelöcher auf deutscher Seite am Pöhlbach mit 3,4°C und Marienberg-Kühnhaide 3,5° (Boden in 5cm: 1,2°C) konnten da nicht mithalten. In Bozi Dar dagegen sanken die Temperaturwerte in ca. 50cm Höhe auf nur 0,3°C. In der feuchten Luft bildete sich Bodennebel, welcher zu einer malerischen Stimmung beim Sonnenaufgang führte. Hierzu ein paar Eindrücke (Quelle:Martin Bloch):

Bild1 20220731 Sonnenaufgang

Bild2 20220731

Bild3 20220731 Nebel vor Bozi Dar

Bild4 20220731 lediglich 0,3°C...

Bild5 20220731

        Bild6 20220731

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27.07.2022 Trockenheit durch heutigen Regen kaum gemildert

Die Trockenheit, welche zu den schlimmen Waldbränden in der Sächsischen Schweiz um Bad Schandau und vor allem dort auf tschechischer Seite geführt hatte, dauert weiter an. Heute gab es im Erzgebirge gebietsweise Regenfälle. Diese waren jedoch von meist leichter Intensität, lediglich auf dem Gemeindegebiet Oberwiesenthal wurden auch mäßige Niederschlagsmengen registriert. An unserer Station kamen immerhin gut 8 l/qm zusammen. Der Boden bleibt natürlich bis in tiefere Bodenschichten trotzdem deutlich zu trocken.

Bild 20220727

Sonnenaufgang von vorgestern (Quelle:Martin Bloch):

Bild2 20220727 Blick vom Sparingberg

Bild3 20220727

21.07.2022 Hitzewelle vorüber ohne Heißen Tag (Hitzetag) an unserer Station

Die deutschlandweite Hitzewelle vom Wochenanfang bis gestern brachte zwar die Wärme auch ins Erzgebirge, jedoch ohne die Kriterien für einen Heißen Tag (Tmax >= 30°C) an unserer Station zu erreichen. Somit bleibt es im bisherigen Sommer bei dem einen Heißen Tag vom 19. Juni (Tmax 31,1°C). Am Dienstag und Mittwoch reichte es aber für 2 weitere Sommertage mit Höchsttemperaturen von 29,8°C und 29,3°C. Es waren die Sommertage 6 und 7.
In einigen Teilen von Deutschland war es dagegen sehr heiß. In Bad Mergentheim (Baden-Württemberg) wurde gestern die 40°C-Marke knapp überschritten (40,3°C). Selbst an der sonst so kühlen Ostsee wurden ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen, wie z.B. in Warnemünde mit 38,4°C. An einigen Stationen Nord- und Ostdeutschlands kam es sogar zu neuen Temperaturrekorden. Aber auch die letzten beiden Nächte waren sehr mild. In manchen Orten gab es Tropische Nächte. Dort sank die Temperatur nicht unter 20°C.
Mit der Abkühlung heute wurden die Temperaturen deutlich erträglicher und es gab einzelne Regenfälle. Nötig wären allerdings flächendeckende und länger anhaltende Regenfälle, um die sehr trockenen Böden nachhaltig zu durchfeuchten.

Bild1 20220721 gestern Hitze besonders im Nordosten...

Bild2 20220721 ...und teils tropische Nacht

Bild2 20220721 Sonnenuntergang gestern am Neklid (Quelle:M.Bloch)

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17.07.2022 Update zu gestern: Noch kälterer Morgen mit Luftfrost

Heute Morgen gegen 06:00 Uhr wurden noch tiefere Temperaturen als gestern gemessen. Es gab in den Hochtälern teilweise Luftfrost: In Hammernterwiesenthal am Pöhlbach wurden -1,0°C gemessen. Noch kälter war es in Kühnhaide mit -2,6°C und in Hirschenstand (Jeleni, CZ) gab es sogar -4,5°C. An unseren beiden Stationen reichte es dagegen nicht ganz für Luftfrost, obwohl auch hier nochmals tiefere Werte gemessen wurden (Hauptstation: 2,3°C / neue Station2: 1,3°C).

16.07.2022 Sehr frische Nacht mit Bodenfrost vor kommender Erwärmung

Noch strömt feuchte und kühle Luft von Nordwesten am Rande eines Hochs bei Irland in unsere Region. So war auch die vergangene, wolkenarme Nacht sehr frisch. An der Kachelmann Station am Pöhlbach sank die Temperatur bis auf 0,6°C ab, ebenso im bekannten Kälteloch Kühnhaide (Luft 0,6°C / Boden -2,0°C). An unserer Station lag die Tiefsttemperatur bei 3,6°C, an der neuen Station2 bei nur 2,2°C.
In den nächsten Tagen wird es dann zunehmend wärmer: Das Hoch verlagert sich über Mitteleuropa ostwärts und so kann zunehmend die sehr warme Luft aus Südwesteuropa nach Deutschland gelangen. Dabei wird es die höchsten Temperaturen vermutlich in den tiefen Lagen vom Breisgau bis ins Rhein-Main-Gebiet geben. Dort könnten die Temperaturen bis auf über 35°C ansteigen. Besonders in den Städten wie Mannheim oder Frankfurt am Main sind sogar Werte bis knapp 40°C nicht ausgeschlossen.

Tiefsttemperatur 0,6°C gegen 6 Uhr an der Kachelmann Station am Pöhlbach (Quelle:www.kachelmannwetter.com):

Bild1 20220716

noch kühl, jedoch Erwärmung in Sicht:

Bild2 20220716 kühle Nordwestströmung                   

Bild3 20220716 übermorgen...

  Bild4 20220716 Dienstag: Wärme ist angekommen

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28.06.2022 Vergangene Nacht teils kräftige Gewitter

Letzte Nacht blitzte und donnerte es mehrfach und es gab einige Blitzeinschläge im und um das Gemeindegebiet Oberwiesenthal. Auch auf unserem Stationsgrundstück zeigte sich ein kleinerer Überspannungsschaden, ausgelöst durch einen Blitzeinschlag in der Nähe. Zum Glück fiel im Erzgebirge auch flächendeckend Niederschlag. Besonders ergiebig waren sie im mittleren Erzgebirge östlich von Olbernhau bei Deutschneudorf-Brüderwiese (bis 78 l/qm). An unserer Wetterstation wurden immerhin noch knapp 19 l/qm erreicht. Ein kleiner Lichtblick, obwohl die Böden natürlich weiterhin noch deutlich zu trocken sind.
Die Gewitter brachten ebenso eine leichte Abkühlung in den Osten von Deutschland, so dass sich die Temperaturdifferenz zwischen dem eher kühlen Westen und dem sehr warmen Osten verringerte.

Bild1 20220628 Blitzeinschläge kurz vor Mitternacht

Bild2 20220628 Blitze am Keilberg (Quelle:M.Bloch)

Bild3 20220628 Viel Niederschlag ums Mittlere Erzgebirge

Bild4 20220628 kühler Westen, warmer Osten

19.06.2022 Hitze: Gestern erster Sommertag, heute erster Heißer Tag

Auf einmal ging es Schlag auf Schlag: Gestern wurde der bisherige Höchstwert der Temperatur von 24,3°C (20.Mai) mit 29,4°C bereits deutlich übertroffen. Heute verstärkte sich nochmals der Zustrom der heißen, subtropischen Luft und die Temperaturen stiegen nochmals an. Heute Mittag wurde die 30°C Marke erstmals im aktuellen Jahr überschritten. Damit gelten jeweils die Kriterien für einen Sommertag (Tmax >= 25°C) und einen Heißen Tag (Tmax >= 30°C) als erfüllt. Dazu war die Luft sehr trocken. Die relative Luftfeuchtigkeit betrug gestern und heute teilweise nur 32%. Im Zusammenspiel mit dem böigen Wind blieben die hohen Temperaturen einigermaßen erträglich, zumal die Nächte noch für Abkühlung sorgten (Tmin gestern 8,3°C / heute 14,1°C). Am Sparingberg in 950m Höhe gab es dagegen eine tropische Nacht, d.h. die Temperaturen sanken nicht unter 20°C.
In weiten Teilen von Deutschland war es sehr heiß. In Dresden wurden bis 39°C erreicht. Jedoch trennt eine scharfe Luftmassengrenze über dem Nordwesten sehr kühle Luft von der Hitze in der Mitte und dem Südosten. Dabei sind die Temperaturunterschiede enorm: An der Nord- und Ostsee liegen die Temperaturen nur bei 13°C und es ist dort gut 25°C kälter als in der Mitte von Deutschland. Die dazugehörige Kaltfront zieht langsam südwärts. Morgen wird es auch in unserer Region schon wieder deutlich kühler.
Es hat heute mit dem Höchstwert bei der Temperatur von 31,1°C für den frühesten Heißen Tag an unserer Station seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2017 gereicht. Der bislang Früheste war am 26.Juni 2019. Vergangenes Jahr gab es überhaupt keinen Heißen Tag und lediglich 6 Sommertage insgesamt.

Bild1 20220619 ungetrübter Sonnenschein

Bild2 20220619 Luftmassengrenze

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13.06.2022 Gewitter mit viel Hagel und "Schneedecke" im Sommer

Bereits in der vergangenen Nacht gab es darauf einen kleinen Vorgeschmack. Kurz vor Mitternacht und knapp eine Stunde später entwickelten sich lokal begrenzt leichte gewittrige Schauer, welche 0,8 l/qm und 2,8 l/qm brachten. Der Vormittag verlief noch ruhig bei wechselnder Bewölkung und Temperaturen bis rund 15°C. Am Mittag traf uns dann aus Nordwesten eine Gewitterfront mit teils kräftigen Regen, der zunehmend in dichten Hagel überging. Die Hagelkorngröße erreichte bis zu knapp 1cm Durchmesser. Der Hagel hielt knapp eine Viertelstunde an, so dass sich im Stationsbereich teilweise eine Schicht aus Hagelkörnern bilden konnte. Eine bizarre Szenerie... Die Landschaft erinnerte dabei eher an die Jahreszeit Winter als den aktuellen Sommer. Bei vorübergehend böig auffrischendem Wind kam es zu einem Temperatursturz bis auf nur 5,3°C (Station2).
In den nächsten Tagen geht es dann freundlicher und auch wärmer weiter. Am kommenden Wochenende könnte es sogar ausgesprochen warm werden. Aus Südwesten macht sich voraussichtlich die heiße Luft auf den Weg nach Deutschland. Zur Zeit liegt diese Luftmasse über Spanien und sorgt dort für eine Hitzewelle mit Temperaturen bis über 40°C (z.B. Sevilla 43°C).  So heiß wird es in unserer Region natürlich nicht werden. Der erste Sommertag (Tmax >= 25°C) des Jahres wäre dann aber wahrscheinlich. Sogar ein Heißer Tag (Tmax >= 30°C) ist nicht ausgeschlossen.
Im vergangenen Jahr gab es gar keinen Heißen Tag sowie lediglich 6 Sommertage.

Bild1 20220613 Hagel "Schneedecke"

Bild2 20220613 bemerkenswerte Hagelkorngröße

Bild3 Vorschau Video

Bild4 20220613 "Volltreffer" 

08.06.2022 Kein stabiles Sommerhoch in Sicht...

...trotzdem bleibt es vielerorts zu trocken. Südwestlicher- und westlicher Tiefdruckeinfluss brachte vielerorts nur unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Besonders trocken ist es in den östlichen Regionen von Deutschlands, vor allem in der Mitte von Sachsen-Anhalt. Lediglich Richtung Alpenrand war es teils sogar überdurchschnittlich nass. Aber auch für Sommerliebhaber gab es auch nur zwischendurch Sonnenschein und mäßige Temperaturen.
Ebenfalls zu trocken war das Frühjahr an unserer Station und auch zum meteorologischen Sommerbeginn Anfang Juni gab es nur wenig Regen (4,2 l/qm).
Die kommenden Tage scheint es weiter im gewohnten Trott mit wechselhaftem Wetter sowie eher nur leichten Niederschlägen weiter zu gehen.

Bild1 20220608 Besondere Trockenheit in Sachsen Anhalt und Brandenburg

Bild2 20220608 Dunkle Wolken und Insektenflug

Bild3 20220608 Quelle:Martin Bloch

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29.05.2022 Tagsüber Graupelschauer, vergangene Nacht sehr frostig

Seit Freitagmittag fließt kalte Polarluft aus vorwiegend nördlicher Richtung in unsere Region. Heute und in der kommenden Nacht beeinflusst uns vor allem ein mit Kaltluft angefülltes Höhentief mit schauerartigen Niederschlägen. Bereits den 3. Tag in Folge gab es sogar Graupelschauer. In den Schauern sanken die Temperaturen auch tagsüber teils bis auf knapp unter 5°C ab.
Besonders kalt war jedoch die vergangene, wolkenarme Nacht. Die Temperaturen sanken deutlich unter den Gefrierpunkt. An unserer Hauptstation wurden -0,9°C, an der neuen Station2 -2,4°C und an der Kachelmann Station am Grenzbach -2,5°C gemessen. Noch frostiger war es im Kälteloch Marienberg-Kühnhaide mit -3,3°C.
Unsere Hauptstation hat seit Jahresbeginn bereits 96 Frosttage registriert.

Bild1 20220529 Wetterlage

Vorschaubild Video 20220529 Video Graupelschauer

Bild2 20220529 Graupelschauer vom Fichtelberg aus gesehen

Bild3 20220529 Bärenlohe

Bild4 20220529 Station2 Tiefstwert -2,4°C

26.05.2022 Neue Station2 in Webseite eingebunden

Seit Mitternacht sind auch die Wetterdaten der neuen Station2 auf unserer Webseite aufrufbar. Unter dem zusätzlichen Menüpunkt "Station2" sind die Messwerte dargestellt. Dort werden auch die Werte zur Sonnenstrahlung, dem UV-Index und der Helligkeit angezeigt. Eine genaue Beschreibung zu dem Aufbau, Eigenschaften und Standort Gegebenheiten der Hauptstation und der Neuen stehen unter dem Menüpunkt "Station".
Warum eine 2. Station? Die neue Station steht auf einer ebenen Fläche. Dadurch wird im Gegensatz zur Hanglage der der Davis Hauptstation in wolkenarmen und windarmen Nächten oft eine bis zu knapp 1,5°C tiefere Temperatur gemessen, da die kalte Luft nicht abfließen kann. Tagsüber werden, durch die geschütztere Lage, etwas höhere Tagesmaximum Temperaturen registriert.

Foto Station2 neue Station2

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21.05.2022 Erzgebirge bleibt von Unwettern verschont

Während es an den letzten beiden Tagen besonders in Teilen des Westens von Deutschland schwere Unwetter gab, blieb unsere Region davon ausgespart. In Nordrhein Westfahlen traten sogar Tornados auf. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte Tornados in Paderborn, Lippstadt und Lütmarsen (Höxter). Tief "Emmelinde" brachte dort bei Gewittern Starkregen und Orkanböen, welche zu großen Schäden führten.
An unserer Station brachte die erste Gewitterlinie vorgestern Abend zwischen 22:30 Uhr und 23 Uhr kurzzeitig kräftig auflebenden Wind mit Böen bis 64,4 km/h (8Bft.). Dabei stieg die Temperatur vorübergehend sprunghaft um über 4°C auf gut 18°C an, bevor der einsetzende Regen wieder für Abkühlung sorgte. Das gestrige Gewitter gegen 19 Uhr brachte erneut Blitz und Donner, jedoch wiederum nur wenig Regen. Die beiden Tage brachten zusammen nur knapp 3 l/qm. Somit setzt sich die momentane Trockenheit fort.

Bild 20220520 bei Gießen, Quelle:M.Bloch

Bild Bodenfeuchte 20220521 Trockenheit im Osten (ST,BB,BE)

11.05.2022 Erster wirklicher Wärmeeinbruch

Nach schönem, gestrigen Abendrot gab es eine ungewöhnlich laue Nacht mit erstmalig zweistelligen Temperaturen. Der Morgen startete dann weiter sehr mild und die Tageshöchsttemperatur wurde mit genau 22°C kurz vor 16 Uhr erreicht.
In vielen anderen Regionen von Deutschland war es sogar noch deutlich wärmer. So wurden verbreitet Sommertage (Tmax>=25°C), in Worms beispielsweise mit 30°C sogar ein Heißer Tag registriert. Im Erzgebirge war Aue mit 27°C am wärmsten. Deutschlands Küsten blieben erwartungsgemäß dagegen deutlich kühler, dort wurde die 20°C-Marke meist verfehlt.

EPDM2132komp Abenrot am Fichtelberg (Quelle:M.Bloch)

Bild2 20220511 Wetterlage in Europa

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08.05.2022 Es geht voran...

...beim Fortschreiten des Frühlings, wenn auch nur in gemäßigten Schritten. In den vergangenen, oft wolkenarmen Nächten wurde es frisch: Es gab in ungünstigen Lagen wie am Pöhlbach noch Luftfrost (z.B. auch heute -0,5°C um 05:50 Uhr), sonst eher Bodenfrost. Trotzdem wurde die Grünlandtemperatursumme von 200°C, der Maßzahl für den nachhaltigen Frühlingsdurchbruch, geringfügig früher als im Vorjahr erreicht. So hat selbst auf der Keilbergnordseite die Schneebedeckung mittlerweile deutlich abgenommen.
In den kommenden Tagen stehen die Voraussetzungen gut, dass der bisherige Jahreshöchstwert bei der Temperatur von 16,3°C vom 04. Mai übertroffen wird.

Bild1 20220508 Vorjahresvergleich

Bild2 20220508 Keilbergnordseite

Bild3 20220508 Abendsonne am Gipfel (Quelle:M.Bloch)

27.04.2022 Frühling tut sich weiter schwer

Der April ist auf dem Weg der erste zu kalte Monat im Jahr 2022 zu werden. Während besonders der Januar und Februar deutlich zu mild ausfielen, ist der April kurz vor Monatsende rund 1,5°C zu kalt. Heute gab es bereits den 92. Frosttag im aktuellen Jahr. Die Grünlandtemperatursumme (Abk. GTS, gibt den Fortschritt für den Beginn der Vegetationsperiode an) liegt ähnlich wie im Vorjahr, in dem der Frühling ebenfalls zu kühl war. Ab einer Summe von 200 ist das Ende der Winterruhe der Vegetation erreicht und es beginnt das nachhaltige Pflanzenwachstum. Aktuell liegt die GTS bei 160.
Überdurchschnittliches Frühlingswetter ist mittelfristig weiterhin nicht in Sicht. Auch wenn es nun sukzessive etwas wärmer wird, deuten manche Wettermodelle wiederholt einen erneuten Kaltlufteinbruch zwischen dem 5. und 10. Mai an.
Der Fichtelberg meldet heute sogar noch eine durchbrochene Restschneedecke von 26cm.

Bild1 20220427 Vergleich der GTS mit dem Vorjahr

Bild2 20220427 zartes Frühlingserwachen...

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17.04.2022 Jahreszeitgemäße Ostern

Im aktuellen Jahr liegt Ostern relativ spät. Passend dazu gab es dieses Mal keine "Weiße Ostern", wie so oft in den Jahren zuvor. Der Kaltluftausbruch in der Nacht von Karfreitag zu gestern ging überwiegend östlich an Deutschland vorbei. Trotzdem kühlte es in der nordöstlichen Strömung und der einfließenden Polarluft wieder deutlich ab. Gestern gab es den 85. Frosttag im aktuellen Kalenderjahr. Heute Morgen wurde sogar ein Temperaturminimum von -5,0°C (06:15 Uhr) gemessen.
Dennoch war es tagsüber bei meist leichter, hoher Bewölkung durchaus freundlich und frühlingshaft, besonders natürlich in den tieferen Lagen. Es boten sich Wanderungen, erste Radtouren und Ausflüge an.
Einen kurzen, vorübergehenden Frühlingsdämpfer könnte es nochmal direkt nach Ostern geben. Am Dienstag macht sich von Osten ein Kaltlufttropfen auf den Weg in Richtung Sachsen. Im Oberen Erzgebirge könnte es sogar noch einmal für ein paar Schneeflocken reichen.

Bild1 20220417 Blick vom Schloß Wolkenstein zum Pöhlberg

Bild2 20220417 abends um Othal wolkiger (Quelle:FSB)

Bild3 20220417 Kaltlufttropfen aus Ostnordost am Dienstag

10.04.2022 Weiterhin viel Schnee im Frühling

Seit vorgestern Spätnachmittag schneit es wieder im oberen Erzgebirge. Ausgehend vom steuernden Zentraltief "Nasim" wurde an einer Luftmassengrenze eine Wellenfront ostwärts geführt. Dabei weitete sich das Niederschlagsgebiet durch Warmluftzufuhr etwas nordwärts aus und beeinflusste das Wetter bis in die Mitte von Deutschland. Es gab ausgreifende Niederschläge von Süddeutschland bis über Rheinland Pfalz, Mittelhessen und großen Teilen von Thüringen und Sachsen. Mit Durchzug des Kurzwellentroges gewann die nördlich liegende Kaltluft zunehmend an Einfluss in südlicher Richtung. Damit gab es in vielen Gebieten der südlichen Mitte teils kräftige Schneefälle. Am Samstag und am Sonntag fielen in der eingeflossenen Kaltluft besonders im Osten wiederholte Schauer.
An unserer Station lag bereits gestern Morgen eine deutliche Schneedecke von 11cm , welche im Spannungsfeld von schon frühlingshafter, starker Globalstrahlung in Verbindung mit kräftigen Schneeschauern gut halten konnte, bzw. sogar teils anwachsen konnte.
Am Fichtelberg wurde heute Morgen sogar wieder ein Dreiviertel Meter Gesamtschneehöhe gemessen werden. Somit hat es dort für gut 20cm Neuschnee gereicht.
Die aktuellen Modellrechnungen zeigen für die kommende Woche ein schnelles Ende des spätwinterlichen Wetters und stattdessen frühlingshaftes Wetter mit deutlich steigenden Temperaturen. Am Osterwochenende könnte es dann wieder kühler werden.

Webcambild 20220409 Sonne und Schnee..

Bild2 20220410 ...mit wiederholten Schneeschauern...

Frisch verschneiter Morgen 09.04.22

Wetterentwicklung vom 08. auf 09.April:

Bild1 850hPa zu 850hPa Bild2 20220411

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01.04.2022 Kein Aprilscherz: Der Winter ist zurück mit Frost und Schnee

Nach dem außergewöhnlich trockenen, sonnigen und überwiegend frühlingshaften März ist nun winterliche Witterung zurückgekehrt. Bei der nun vorherrschenden Großwetterlage HNz (Hoch Nordmeer-Island, zyklonal) wird kältere und zunehmend trockenere Polarluft aus Nordost nach Süden geführt. Dabei gleitet zunächst noch feuchtwarme Mittelmeerluft auf die Kaltluft und führt gebietsweise zu Schneefällen.
Bereits gestern war besonders der Nordwesten Deutschlands betroffen und es fielen im Raum Hamburg sogar bis zu 10cm Schnee. Damit konnte dort mehr Schnee als im gesamten Winter gemessen werden.
In unserer Region schneite es gestern vom Mittag bis zum späten Abend bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und es konnte sich wieder eine Schneedecke von 3cm bilden. Heute schneite es dann tagsüber mit leichter Intensität weiter. Dabei gingen die Temperaturen weiter bis auf -3,3°C um 14:45 Uhr zurück. Trotzdem macht sich die erhöhte Globalstrahlung in der fortgeschrittenen Jahreszeit bemerkbar. In der frostigen Lufttemperatur taute es gegen Mittag auf den Stein- und Asphaltböden leicht. Insgesamt wird heute der 19. Eistag (Dauerfrosttag) und der 76. Frosttag in diesem Jahr registriert.

Bild1 20220401

Bild2 20220401 Schneeglöckchen lassen die Köpfe hängen

Bild3 20220401

Bild4 20220401 Schneefall über Deutschland (rot)

Bild5 20220401 Gegenstromlage: Kalte Luft aus NO, warme aus SO

26.03.2022 Sonnenschein, Frühlingswetter und Nostalgieskirennen

Außergewöhnlich sonnig und trocken verlief die letzte Woche. Sehr trocken war folglich auch die Luft: Tagsüber sank die relative Luftfeuchtigkeit teils bis auf nur 26% ab (23.03. 13:20 Uhr). Korrespondierend gab es hohe Tagesgänge bei der Temperatur. Die Nächte waren durchweg frostig. Am Tage wurde es bis 15,7°C (23:03. 14:30 Uhr) warm. In der Sonne fühlte es sich richtig frühlingshaft an, während im es Schatten bei meist negativen Taupunkten unangenehm kalt war. Dementsprechend "gut" hielten sich die Schneerestflächen in geschützten Lagen, welche natürlich mit zunehmender Höhenlage deutlich mehr werden. Seit Monatsbeginn gab es erst 9 l/qm Niederschlag.
Im Fichtelberg- und Keilberggebiet sind aktuell noch die meisten Skipisten geöffnet. Besonders gut zeigen sich natürlich die nordseitig ausgerichteten Pisten befahrbar. In Oberwiesenthal gab es heute das sehenswerte 6. Nostalgieskirennen, bei dem die Teilnehmer in verschiedenen Altersklassen mit historischen Material (Holzski mit Zugbindung) und Klamotten starten. Entsprechend gut war die Veranstaltung am Haupthang besucht.
Doch nun ist es mit dem ungetrübten Frühlingswetter bald vorbei. Bereits morgen nehmen die Wolken zu und ab Wochenmitte kann es bei uns im oberen Erzgebirge wieder Schneefall geben...

Hier ein paar Fotos zwischen Hammerunterwiesenthal nach Oberwiesenthal zum Nostalgieskirennen:

Foto1 20220326

Foto2 20220326 noch viel Restschnee in geschützten Lagen (hier: Unterwiesenthal)

Foto3 20220326 Blick Haupthang

Foto4 20220326 nostalgische Holzski an der Freilichtbühne am Haupthang

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19.03.2022 Langsamer Übergang in den Frühling

Die vergangenen Tage hatten am alten Winterschnee gezehrt, so dass nun schon den 3. Tag die Schneebedeckung unter 50% gesunken ist. Daran änderten heute auch die leichten Schneeschauer gegen Mittag nichts. Die Summe der Schneedeckentage an unserer Station liegt für die aktuelle Wintersaison bei 103 Tagen. Während meist nur noch Schneeflecken und -reste vorhanden sind, sieht es in geschützten Lagen durchaus noch winterlicher aus. In den hohen Lagen über 1000m gibt es noch eine größtenteils geschlossene Schneedecke mit einer Mächtigkeit bis knapp 90cm am Fichtelberg. Dementsprechend gut sind weiterhin die Wintersportbedingungen im Skigebiet.
Die kommenden Tage überwiegt weiterhin der Hochdruckeinfluss. Nachts bleibt es zwar noch frostig, jedoch tagsüber fühlt es sich bei strahlendem Sonnenschein zunehmend frühlingshaft an. Ursächlich ist die Verlagerung des bestimmenden Hochdruckgebietes, welches sich mit dem Zentrum von Südschweden mit südöstlicher Ausdehnung nach Osteuropa verlagert. Dadurch wird der Zustrom der noch kalten Festlandsluft aus östlicher Richtung abgeschnitten und die Luft kann sich bei dem fortschreitenden, höheren Sonnenstand langsam erwärmen. In den besonders milden Lagen der Oberrheinischen Tiefebene im Südwesten Deutschlands kann zur Wochenmitte die 20°C Marke erreicht werden. Hier im oberen Erzgebirge bleiben wir jedoch auf einem deutlich gemäßigteren Temperaturniveau.

Foto 20220319 noch viel Schnee in geschützten Lagen in rund 800m Höhe

Wetterkarte 20220319 Ostströmung, dann blockierendes Hoch Wetterkarte 20220319

11.03.2022 Sehr sonniges Wetter, jedoch weiterhin zu kalt

Die Hochdrucklage dauert weiter an. Mittlerweile liegen wir an der Westflanke des Hochs "NOE", welches sich mit einem Kerndruck von knapp über 1040hPa über dem Baltikum befindet. Dabei ist es nachts frostig kalt, dagegen gibt es tagsüber Plusgrade. In der, vorübergehend etwas kälteren Festlandsluft, fühlte es sich besonders heute sehr ungemütlich an. Ursächlich war einerseits der kräftige und böige, südöstliche Wind und die etwas tieferen Temperaturen (Tmax 2°C / Tmin -8,1°C) im Vergleich zu gestern und vorgestern. Am Fichtelberg gab es sogar schwere Sturmböen, die dazu erforderlichen Windgeschwindigkeiten von 89 km/h wurden zwischen 14 und 15 Uhr erreicht (Quelle:www.kachelmannwetter.com).
In der trockenen Luft gab es sehr niedrige Taupunkte, so dass sich die noch vorhandene Schneedecke gut halten konnte. Heute Morgen konnte an unserer Station noch 13cm gemessen werden (98. Schneedeckentag des Winters). Natürlich nehmen hier die schneefreien Stellen besonders an den sonnenbeschienen Hängen sukzessive zu. Trotzdem herrschen um den Fichtelberg (Schneehöhe knapp 1m) und Keilberg weiter gute Bedingungen für den Alpinskisport. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es ein ambivalentes Bild: Während die Kältesumme (negative Tagesmittel aufsummiert) unter dem des Vorjahres liegt, ist dagegen die Grünlandsumme (Maß für den Beginn der Vegetationsperiode) trotz des warmen Januars und Februars zurück. Das liegt an dem deutlich unterkühlten Märzbeginn. In dem aktuellen Monat liegt die negative Temperaturabweichung bislang bei -3,8°C. Im März gab es schon mehr sehr kalte Tage (Tmin <-10°C) als im Januar und Februar zusammen. Das ist zwar äußerst ungewöhnlich, wurde aber durch die Auskühlung in den meist wolkenarmen Nächten begünstigt.

Bild1 20220311  Bild2 20220311

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03.03.2022 Kalter Märzbeginn, 4. sehr kalter Tag in Folge

Unter Hochdruckeinfluss (Hoch "LINO") gab es heute bereits den 4. sehr kalten Tag (Tmin<-10°C) in Folge. Das heutige Minimum der Temperatur wurde mit -10,5°C um 06:45 Uhr erreicht. Damit hat der noch junge März bereits mehr sehr kalte Tage als der Februar (lediglich am letzten Monatstag) und der Januar (2 Tage). Dabei war die Luft recht trocken, besonders gestern (relative Luftfeuchtigkeit mittags lediglich 35%). In der trockenen Luft mit der schon recht kräftigen Märzsonne kam es zu einem großen Tagesgang bei der Lufttemperatur. Der Temperaturunterschied erreichte bis zu gut 16°C (gestern: Tmax 5,6°C / Tmin -10,6°C). Da die Taupunkte jedoch deutlich im negativen Bereich blieben, verminderte sich die noch vorhandene Schneedecke kaum. Lediglich an den sonnenbeschienen Hängen nehmen die schneefreien Stellen zu. Solange die Schneebedeckung über 50% beträgt, wird die Schneehöhe gemessen und eine Schneedecke gemeldet. Heute haben wir an unserer Station bereits den 90. Schneedeckentag des Winters.
In den kommenden Tagen dreht die Strömung auf nordöstliche bis östliche Richtung und führt noch etwas kältere und feuchtere Luft heran. Die Bewölkung nimmt deutlich zu und besonders tagsüber wird es etwas kälter. Bei etwas auflebendem Wind fühlt sich die Luft dann sogar noch unangenehmer und kälter an. Dazu kann es möglicherweise ein paar Schneeflocken geben. Größere Neuschneemengen sind zumindest kurzfristig aber nicht zu erwarten.

Bild1 20220303 nur wenig schneefreie Stellen

Bild2 20220303

Bild3 20220301 Labyrinth an der Sachsenbaude (01.03.2022)  

26.02.2022 Neuschneesumme erreicht 200cm

In dem aktuellen Mildwinter (Temperaturabweichung 2 Tage vor Ende des meteorologischen Winters zum Mittel bei + 2,7°C) wurde heute die Neuschneesumme von 200cm erreicht. Das ist immerhin deutlich mehr, als in dem besonderen Mildwinter 2019/20 mit insgesamt nur 138cm. Da betrug die Temperaturabweichung allerdings sogar +4,0°C. In der Messreihe seit 2017 war der Winter davor der bisherige Spitzenreiter mit der Neuschneesumme mit 342cm (siehe Tabelle). Hier noch ein paar weitere Schneewerte des bisherigen Winters 2021/22: Es gab an 85 Tagen eine Schneedecke, an 40 Tagen Neuschnee und die maximale Schneehöhe betrug 53cm. Gemessen wird die Schneehöhe an 6 verschiedenen Stellen und nachfolgend mit dem arithmetischen Mittel bestimmt.
Aktuell liegen nach dem Schneefall von gestern (5cm) und heute (4cm) wieder 20cm und es gibt den ersten Eistag (Dauerfrosttag) im Februar.
In vielen Teilen Deutschlands gab es überdurchschnittliche Winterniederschläge, was sich auch an der Bodenfeuchte ablesen lässt (siehe Karte).

Bild1 20220226

Bild2 20220226 aktuelle Schneedecke

Bild3 20220226  besonders feuchter Boden im Nordwesten und den Gebirgen

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22.02.2022 Weiter stürmisch mit Tauwetter und Neuschnee im Wechsel

Auch die vergangenen Tage dauerte die kräftige West- bis Nordwestströmung (Großwetterlage: West bzw. Nordwest zyklonal) an. Dabei war es vor allem immer wieder sehr windig, oft mit stürmischen Böen. Dazu gab es schwankende Temperaturen mit häufigem Niederschlag. Dieser fiel in den Warmsektoren der Tiefdruckgebiete überwiegend als Regen, auf der Rückseite als Schnee. So gab es in der Nacht auf gestern noch kräftiges Tauwetter bevor am frühen Morgen der Niederschlag in Schnee überging. Besonders von gestern Abend bis heute Früh schneite es auch wieder kräftiger, so dass knapp 10cm Neuschnee zusammen kamen. Die Gesamtschneehöhe beträgt hier nun 20cm. Eine frische Schneedecke gab es bis ca. 600 Höhenmeter herab. Durch den häufigen Wechsel zwischen sehr milden und kälteren Wetter in den letzten gibt es nur noch oberhalb von ca. 750m eine Altschneedecke darunter. Mit jedem weiteren, zusätzlichen Höhenmeter gibt es merklich mehr Schnee. Die Halbemetermarke wird in gut 1000m Höhe erreicht und steigert sich bis zum Fichtelberg auf rund 1200m auf 90cm.
Insgesamt verläuft der Februar deutlich zu mild. Die Temperaturabweichung liegt aktuell bei +3,87°C. Auch der Dezember und der Januar (Abweichungen: +1,34°C / +2,90°C) fielen zu mild aus. Es ist bemerkenswert, dass es in dem Winter an unserer Station trotzdem 81 Schneedeckentage gab. In dem diesjährigen "Berglandwinter" waren im Skigebiet am Fichtelberg zumeist gute bis sehr gute Schneebedingungen anzutreffen.

Bild1 20220222

Bild2 20220222 frischer Neuschnee...

Bild3 20220222

Gute Schneebedingungen im Skigebiet um den Fichtelberg (Quelle: www.fichtelberg-ski.de):

Bild4 20220222

17.02.2022 Orkantief "Ylenia" bringt turbulentes Wetter mit Gewitter

In einer sehr gut ausgeprägten Westströmung brachte das ostwärts ziehende Orkantief "Ylenia" turbulentes Wetter mit regionalen Sturmschäden. In Teilen Deutschlands kam es zu Stromausfällen und Unterbrechungen von Bahn- und Fährverbindungen. Die schwersten Orkanböen gab es auf dem Brocken im Harz und dem Großen Arber im Bayerischen Wald mit bis zu 152 km/h. Im Erzgebirge und dessen Vorland gab es auch schwere Sturmböen bis über 100 km/h, so z.B. in Zinnwald und Chemnitz. Die höchsten Windgeschwindigkeiten in Sachsen wehten vermutlich auf dem Fichtelberg. Leider ist der dortige Windmesser (Anemometer) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bereits seit einigen Wochen ausgefallen.
An unserer Station wurde die stärkste Windböe aus Westen mit 70,8 km/h gegen 05:30 Uhr gemessen. Während wir in der Nacht im Bereich des Warmsektors des Orkantiefs lagen und die Temperatur bis auf 7,7°C stieg, sank sie mit dem Eintreffen der Kaltfront bei schauerartig verstärkten Niederschlägen rasch ab. Die Niederschläge gingen bereits bei Temperaturen von gut 3°C wieder in Schnee bzw. Graupel über. Dabei gab es am Morgen sogar teils Gewitter mit Donner. Die tiefste Temperatur wurde am Mittag mit 0,7°C (13:45 Uhr) erreicht. Trotzdem hatte die Schneedecke in der Nacht durch den Sturm und Regen in Verbindung mit den außergewöhnlich hohen Temperaturen sehr gelitten. Bis zu Morgen verringerte sich die Höhe der Altschneedecke in 24 Stunden von 35cm auf nur noch 21cm.
Auch auf Sachsens höchsten Gipfel, den Fichtelberg, gab es in der Nacht Regen und Tauwetter bei Temperaturen von bis zu 4,5°C. Trotzdem wurden am Morgen noch knapp 1m Schneehöhe (94cm) gemessen. Da die Temperatur dort wieder deutlich in den Frostbereich fiel, konnte sich tagsüber wieder eine dünne Neuschneedecke ausbilden.

Bild1 20220217 Isobarendrängung zeigt Sturmfeld

Bild2 20220217 Schneesturm tagsüber

Bild3 20220217 später ruhiger

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12.02.2022 Und es gibt sie doch noch, die Sonne...

Nachdem der aktuelle Winter besonders trüb und sonnenscheinarm verläuft, gab es heute mehrere Sonnenstunden zu bestaunen. In Verbindung mit dem gestrigen Neuschnee (rund 10cm) und der eingeflossenen Polarluft gab es einen wunderschönen Wintertag. Am Morgen war es noch kalt mit mäßigen Frost (Tmin -8,6°C, 08:10 Uhr), während sich im Tagesverlauf die Sonnenstrahlen im fortgeschrittenem Winter bereits wärmend anfühlten. Erst gegen Mittag zeigten sich vorübergehend ein paar Wolkenfelder.
Um den Fichtelberg (1215m, Schneehöhe:110cm) irisierten die Wolken teilweise (siehe Bild unten). Bei irisierenden Wolken weisen bestimmte Bereiche der Wolken schillernde Farben auf. Physikalisch ist irisieren ein optisches Phänomen, bei dem eine Oberfläche je nach Perspektive in anderen Farben erscheint. Viele Menschen kennen den Effekt an der Oberfläche von Seifenblasen. Bei Wolken wird das Licht meist an feinen Wassertröpfchen gebeugt. Die sonnennahen Wolkenteile weisen dann verschiedenfarbige Farbtöne auf, je nach Blickwinkel.

Foto1 20220212 Irisierende Woken

Foto2 20220212 viel Schnee...

Foto3 20220112 ...noch mehr Schnee Fichtelberggipfel   Foto4 20220212

Foto5 20220212

       Foto6 20220212  

07.02.2022 Höchste Schneehöhe des Winters nach Whiteout

Nachdem es am 3. und 4. Februar vorübergehend getaut hatte, war es gestern noch einmal spannend: Bei Temperaturen um bzw. etwas über dem Gefrierpunkt fiel der leichte, aber länger andauernde Niederschlag durchgehend als Schnee. Nur wenige Höhenmeter tiefer regnete es stattdessen. In der vergangenen Nacht drehte die Höhenströmung von westlicher auf nordwestliche Richtung. Damit erreichte kältere Meeresluft unsere Region. Es folgten teils kräftige Schneeschauer, welche sich am Erzgebirge stauten. Der kräftigste Schauer erreichte uns zwischen 14:00 Uhr und 14:30 Uhr. Zunächst schneite es mit großen Flocken und in der Folge wurde der Schneefall immer dichter. In Verbindung mit den starken Böen kam es zum Whiteout und es waren kaum noch irgendwelche Konturen in der Landschaft zu erkennen. Innerhalb weniger Minuten fallen 3cm Neuschnee und es bildet sich mit 53cm die mächtigste Schneedecke des bisherigen Winters.
Am Fichtelberg beträgt die Schneehöhe nun sogar rund einen Meter. Voraussichtlich geht es wechselhaft weiter. Während es ab morgen wieder milder wird, sieht es am Wochenende nach kälteren Temperaturen aus. Dann könnte sich endlich auch wieder mal die Sonne für längere Zeit zeigen...

Bild1 20220207 Whiteout

Bild2 20220207

Bild3 20220207 wachsende Dachlasten

Bild4 20220207 Großwetterlage Nordwest zyklonal (NWz)

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01.02.2022 Turbulentes Winterwetter mit Schneesturm

Der Februar startet mit weiterem Neuschnee und einem heftigen Schneesturm am Spätnachmittag und Abend. Bei dichtem Schneefall mit großen Flocken gab es Sturmböen mit enormen Schneeverfrachtungen. Doch Bilder sagen mehr als Worte...

Foto1 20220201 Schneemassen bereits am Tag

Foto2 20220201 Schneeverfrachtungen

Foto3 20220201 Der Wind als Künstler...

Foto4 20220201

Bilder vom Sparingberg in Oberwiesenthal (Quelle:Martin Bloch):

Foto5 20220201

Foto6 20220201 Ein PKW benötigt Hilfe

Foto7 20220201

31.01.2022 Deutlich zu warmer Januar verabschiedet sich mit Neuschnee

Der Januar war deutschlandweit deutlich zu mild. Die Abweichung lag im Flächenmittel gut 3°C über dem Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990. Auch war es meist zu trüb, lediglich im äußersten Südwesten und am Alpenrand wurde die übliche Sonnenscheindauer erreicht bzw. überschritten. Auch hier startete das Jahr 2022 viel zu mild. An unserer Station betrug die positive Temperaturabweichung +2,9°C. Immerhin gab es seit dem 05. Januar durchgehend eine geschlossene Schneedecke. Bis am späten Abend fallen 11cm Neuschnee, so dass die Schneedecke nach dem kurzen Tauwetter vom Samstag auf 38cm (22:00 Uhr) anwachsen konnte. Es ist die bislang höchste Schneedecke des Winters. Während mittags die Schneefälle vorrübergehend nachließen, intensivierten sie sich gegen Abend erneut. In einer überwiegend nordwestlichen Höhenströmung kommt es bis zum Mittwoch zu weiteren, teils kräftigen Schneefällen im oberen Erzgebirge. Da jedoch zunehmend mildere Luftmassen mit eingebunden werden, könnte es im weiteren Verlauf gelegentlich zu Tauwetter bis 1000m Höhe und gegebenenfalls etwas darüber kommen.

Webcambild 20220131 kräftiger Schneefall

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22.01.2022 Hebung durch Warmfront führt zu deutlichem Neuschneezuwachs

Eine Warmfront über der Grönlandsee führte in einer nordwestlichen Strömung mildere Atlantikluft heran. Diese glitt auf die bei uns liegende, schwerere und kältere Polarluftmasse auf und wurde zur Hebung gezwungen. Die Hebungsvorgänge wurden noch an dem, von Nordwest nach Südost aufsteigenden Erzgebirge (orografische Hebung), verstärkt. So wurde die mildere Atlantikluft durch Hebung gezwungen, beim Aufsteigen in die Höhe Feuchtigkeit abzugeben. Das bescherte in der vergangenen Nacht der Region kräftige Schneefälle bis zum Morgen. An unserer Station wuchs die Schneedecke auf 34cm an.
Am 1215m hohen Fichtelberg wurde eine Schneehöhe von 44cm gemessen.

Bild1 20220122 Viel Neuschnee...

Bild2 20220122

Bild3 20220122 Schneeräumberg

Bild4 20220122 Wetterlage

19.01.2022 Schöner Sonnenaufgang zwischen Fichtelberg und Keilberg

In der vergangenen, frostigen Nacht gab es bis zum Sonnenaufgang tolle Farbspiele zu bewundern. Dabei wurden nach Mitternacht zunächst die höchsten Erhebungen des Erzgebirges, also der Keil- und Fichtelberg nebelfrei. Später klarte es dann auch zunehmend bis in die Täler auf. Hierzu ein paar stimmungsvolle Aufnahmen von Martin Bloch:

Bild1 20220119 Blick vom Fichtelberg

Bild2 20220119

Bild3 20220119 Über dem Nebel im Egertal

Bild4 20220119

Bild5 20220119 Sonnenaufgang

Bild6 20220119

Bild7 20220119 Blick vom Keilberg auf Othal

Am Tage gab es dann wunderschönes, ruhiges Winterwetter mit viel Sonnenschein. Ab der kommenden Nacht sowie die kommenden Tage setzt sich ein nordwestlich geprägter, windiger und feuchtkalter Witterungsabschnitt durch. Er bringt zumindest den oberen Lagen des Erzgebirges einiges an Neuschnee...

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13.01.2022 Nebelbogen am Fichtelberg

Heute am späten Morgen gegen 09 Uhr bildete sich am Fichtelberg ein Nebelbogen. Ein Nebelbogen entsteht, wenn die Sonne auf eine Nebelwand scheint und das Licht durch die kleinen Wassertröpfchen reflektiert wird. Dabei müssen die feinen Tröpfchen mindestens 5 Mikrometer groß sein, da bei kleineren der Nebelbogen mit bloßen Auge nicht mehr wahrgenommen werden kann. Das einfallende Sonnenlicht wird in den Nebeltröpfchen reflektiert und gebrochen. Auch Beugungseffekte spielen eine Rolle. Da die Tröpfchen so klein sind, überlagern sich die reflektierten Lichtstrahlen, so dass der Bogen weißlich oder nur sehr schwach farbig ausschaut.

Die Enstehung eines Nebelbogen in Aufnahmen am Fichtelberg vom Sparingberg in Oberwiesenthal aus gesehen (Quelle:Webcam von M.Bloch):

 Bild1 20220113

      Bild2 20220113

           Bild3 20220113

OCBC6650komp

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12.01.2022 Kälteste Nacht des bisherigen Winters

Mit einem Tiefstwert bei der Lufttemperatur von -13,1°C (05:00 Uhr) wurde in der vergangenen Nacht ein sehr kalter Tag (Tmin -10°C oder kälter) erreicht Zugleich war es an unserer Station die bisher kälteste Nacht des aktuellen Winters. An der knapp 40m tiefer gelegenen Station am Pöhlbach von Jörg Kachelmann wurden sogar -13,7°C gemessen. Vermutlich war damit der Kurort Oberwiesenthal mit seinem Ortsteil Hammerunterwiesenthal der kälteste Ort Sachsens am gestrigen Tag. Deutschlandweit lag Oberstdorf im Allgäu mit -17,3°C als kältester an der Spitze.
Heute konnte dann bei uns der 7. Eistag (Dauerfrosttag) in Folge registriert werden.

Webcambild 202220112 gut 20cm Schnee

09.01.2022 Weiterer Neuschnee

Gestern und heute brachten weitere Schneefälle ein Anwachsen der Schneehöhe auf 18cm (10:00 Uhr). Bis morgen könnte es noch weiteren Zuwachs geben. Die Neuschneemenge beträgt in diesem Winter bisher 67cm. Auch über der Mitte und dem Süden von Deutschland hat sich nun der Winter mit Schnee teils bis in tiefere Lagen gezeigt. Die westlichen Mittelgebirge haben viel Schnee abbekommen. So meldet heute der Feldberg im Taunus (826m) 36cm und der Kahle Asten (841m) im Sauerland 30cm Schneehöhe. Am Fichtelberg (1215m) liegt mit 22cm noch vergleichsweise wenig Schnee.
Zur Wochenmitte wird sich eher Hochdruck geprägtes Wetter durchsetzen. Unsere Region liegt dann voraussichtlich an der Ostflanke eines blockierenden Hochs mit Schwerpunkt über den Britischen Inseln. Es erwartet uns vermutlich ruhiges und niederschlagsfreies Wetter.

Bild1 20220109       Bild2 20220109

Bild3 20220109

Bild4 20220109 Schneefallwarnung (orange) DWD

Bild5 20220109 Hochdruckrandlage Wochenmitte

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06.01.2022 Nächtliche Schauerstraße bringt deutlichen Neuschneezuwachs

In der vergangenen Nacht und besonders gegen Morgen kam es zu kräftigeren Schneefällen. Die nordwestliche Strömung führte zahlreiche Schauer gegen das Erzgebirge. Im Anstau des Gebirges dauerte der Schneefall dann teils länger an. Mittlerweile ist die Höhe der Schneedecke wieder über 10cm angewachsen. Später lockerte die Bewölkung auf und die Temperatur sank bis auf -5,1°C (08:45 Uhr). Kräftigerer Schneefall ist besonders wieder am Sonntag zu erwarten.

Bild1 20220106 Neuschnee...  durch Schauerstraße  Bild2 20220106

Bild3 20220106 Webcam M.Bloch

Panocloud Webcam der FSB (https://fichtelberg.panocloud.webcam/):

Bild4 20220106

05.01.2022 Übergang zu jahreszeitgemäßen Winterwetter

Am Morgen strömte von Nordwesten kältere Meeresluft polaren Ursprungs in unsere Region. Bereits nachts ab kurz nach Mitternacht gab es zeitweise leichten Schneeregen und nassen Schneefall bei weiter noch positiven Temperaturen. Ab 08:00 Uhr sank die Temperatur rasch unter den Gefrierpunkt und es konnte sich eine Schneedecke ausbilden. Mittags zeigte sich kurzzeitig die Sonne und die Natur erleuchtete in einem glitzernden, weißen Winterkleid.
Die nächste Zeit geht es dann unbeständig mit weiterem Neuschnee im oberen Erzgebirge weiter.

Foto1 20220105

Foto2 20220105 Fichtelberg

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02.01.2022 Noch milderer Jahresbeginn mit Januar Stationsrekord

Nach dem extrem milden Jahresausklang war heute bei einer weiteren Steigerung der Temperatur sogar ein neuer Stationsrekord zu verzeichnen. Erstmals seit Messbeginn im Juli 2017 wurden im Januar zweistellige Temperaturen registriert. Während gestern Abend bei Windstille die Lufttemperatur bis auf 1,7°C absinken konnte, stieg sie am Morgen bei frischem Wind aus vorwiegend südsüdwestlicher Richtung bis auf den neuen Höchstwert von 10,9°C (06:05 Uhr). Dabei konnte sich zunächst die extrem milde Luft nur in manchen Lagen des zentralen Erzgebirges durchsetzen. So lag die Temperatur zu unserer Temperaturrekordzeit in Marienberg-Kühnhaide (721m) sogar noch im Frostbereich. Doch stieg im Verlauf des Vormittags die Temperatur dort kräftig an und nach 14 Uhr wurden auch zweistellige Temperaturen gemessen. Am Fichtelberg betrug die Maximaltemperatur 7°C.
In den Alpen war es in der südwestlichen Höhenströmung mit Föhnunterstützung ebenfalls außergewöhnlich mild: Selbst in 3454m Höhe wurden positive Temperaturen gemeldet (Österreich, Kals Adlersruhe am Großklockner, Tmax 1°C) und in knapp 2000m Höhe bis zu 12°C (Österreich, Saupanzen im Alpachtal in Tirol).
Zur Wochenmitte zeichnet sich dann ein deutlicher Temperaturrückgang ab. In der Nacht zu Mittwoch fließt kalte Meeresluft aus Nordwesten nach Deutschland und leitet eine der Jahreszeit eher entsprechende Witterung mit Schnee und Frost zumindest in den mittleren bis oberen Lagen des Erzgebirges ein. Bei einer dann weit südlich verlaufenden Frontalzone bleibt es voraussichtlich wechselhaft.

Blick vom Fichtelberg am Spätnachmittag über ein mittlerweile weitgehend schneeloses Erzgebirge (Quelle:Webcam FSB):

Bild1 20220102

Bild2 20220102 In der Nacht auf Mittwoch Kaltluftzufuhr aus NW

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