20170127 Bild Nähe Standort Wetterstation    Wetterstation Kurort Oberwiesenthal, Hammerunterwiesenthal, 817m ü.NN.

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News im Jahr 2021

21.07.2021 Frische Nacht, örtlich sogar Bodenfrost

Am frühen Morgen wurden frische Temperaturen erreicht. So lag der Tiefstwert der Lufttemperatur an unserer Station bei 4,4°C (04:50 Uhr). An der Kachelmann Station am Pöhlbach wurden, genauso wie im Kälteloch Marienberg-Kühnhaide, sogar nur 1,5°C registriert. In Kühnhaide wird Temperatur auch in 5cm über dem Boden gemessen und dort lag der Wert mit -1,3°C sogar im Frostbereich.
Bei der Großwetterlage Nord antizyklonal war es in der vergangenen Nacht meist windstill und gering bewölkt. Durch die ungehinderte Wärmeabstrahlung konnte sich der Boden auskühlen und die kalte Luft in den Tal- und Muldenlagen sammeln.

07.07.2021 Enorme Regenmengen

In der vergangenen Nacht gab es enorme Regenmengen, welche anfangs gewittrig waren. Zwischen 23 Uhr und 09 Uhr fielen in nur 10 Stunden insgesamt 62,4 Liter pro Quadratmeter (automatische und manuelle Kontrollmessung). Das ist eine größere Summe, als der Tagesrekordwert vom 24.Mai 2018 mit 55,6 l/qm. Da in der letzten Nacht jedoch 17,2 l/qm in der Stunde vor Mitternacht vielen, reichte es nicht für einen neuen Tagesrekord.
Der Niederschlagsschwerpunkt in Deutschland lag dabei in unserer unmittelbaren Umgebung des zentralen Erzgebirges. Weitere Niederschlagssummen: Fichtelberg 47,5 l/qm / Pöhlberg 49,6mm / Marienberg 50,0 l/qm / Cranzahl 55,3 l/qm / Marienberg-Kühnhaide 58,5 l/qm
Der ursächliche Tiefausläufer, welcher unter Abschwächung ostwärts abgezogen ist, ersetzte die sehr warme Luft des Vortages durch etwas kühlere Luftmassen. Ungewöhnliche Hitze gab es vorgestern noch in Skandinavien. Es wurden nördlich des Polarkreises Tageshöchstwerte bis 34,3°C (Banak, Norwegen, 70,05° N / Kevo 33,6°C, Finnland, 69,75° N) gemessen. Sehr warm bis heiß ist es aktuell noch in Südost- und Osteuropa (siehe Europawetterkarte unten).
Nach kurzem Zwischenhocheinfluss erreichen uns bereits morgen wieder feuchtwarme Luftmassen, welche besonders ab dem Nachmittag neue, teils kräftige Regenfälle bringen könnten. Insgesamt geht es also eher unbeständig und nass weiter. In der folgenden Woche ist laut einiger Modellberechnungen eine Vb-Wetterlage möglich. Dann wären sogar noch ergiebigere Niederschläge wahrscheinlich.

 Wetterkarte Europa 20210707 

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04.07.2021 Leuchtende Nachtwolken

Gestern am späten Abend gegen 23 Uhr gab es außergewöhnlich schöne leuchtende Wolken zu sehen.
Die nächsten Tage geht es weiterhin sehr wechselhaft weiter. Feuchtkühle Luft aus West/Nordwest trifft über Deutschland auf trockenwarme Luft aus Ost bis Süd und drückt sie nach oben (Hebung). Das führt besonders in einem Streifen über der Mitte zu ergiebigen Regenfällen und Gewittern. Dabei ist es im Südosten oft wärmer als im Nordwesten. Durch die nicht stationäre Luftmassengrenze über Deutschland schwanken die Temperaturen zwischen kühl und sommerlich warm.
Im erweiterten Mittelfristbereich nach Mitte Juli sieht es tendenziell etwas trockener aus.

Foto Leuchtwolken 20210703 (Quelle:Martin Bloch)

22.06.2021 Gewitter mit Regen und Hagel in der Nacht beendet Sommerwärme

Vergangene Nacht zogen von Süden gewittrige Regenfälle auf und beendeten die sommerlichen Temperaturwerte. Wie bereits in der Nacht zuvor setzten gegen 2 Uhr Niederschläge mit Blitz und Donner ein (Vortag: 6,8 l/qm). Letzte Nacht dagegen gab es zunächst Hagel und Eiskörner, dann ergiebigen Regen. Dabei fallen in nur rund 4 Stunden über 38 l/qm. Der Niederschlagsschwerpunkt lag dabei direkt im Anstau des Fichtelbergs in Oberwiesenthal. Dort wurden bis knapp 49 l/qm gemessen (Quelle: Umwelt Sachsen, Landeshochwasserzentrum) und damit sogar mehr, als am Fichtelberggipfel (35 l/qm, Quelle: Kachelmanwetter.com).
Heute bleibt es dann ganztägig trüb und neblig, fast wie im Herbst. Dementsprechend niedrig blieben die Temperaturen. Die Werte lagen tagsüber durchgängig unter 15°C, das Minimum wurde um 09:15 Uhr mit 12,2°C erreicht. Zumindest die kommenden Tage bis Freitag sieht es weiter feucht und eher kühl bis mäßig warm aus.

Webcambild Nebel 20210622

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18.06.2021 Erster Sommertag mit knapp 26°C, auch am Wochenende sommer- bis hochsommerlich

Heute wird der erste Sommertag (>=25°C) mit einer Höchsttemperatur von 25,5°C im Jahr 2021 erreicht. Nach dem deutlich zu kaltem Frühjahr ist der Zeitpunkt relativ früh, aber nicht außergewöhnlich. In den Vorjahren gab es den ersten Sommertag an folgenden Tagen: 2020: 01. August / 2019: bereits am 02. Juni / 2018: 24. Juli.
Während vorgestern am Mittwoch noch die wenig wetterwirksamen Reste einer Kaltfront die Temperaturen etwas dämpften (Tmax: 23,2°C), nimmt nun der Zustrom von heißer, subtropischer Luft aus südlicher Richtung weiter zu. Dadurch sind am Wochenende eher noch höhere Temperaturen zu erwarten. Am Wochenanfang setzen sich dann voraussichtlich aus Westen gemäßigter Luftmassen durch, welche zuvor, teils gewittrige Niederschläge bringen können.
Mittlerweile steigert sich die positive Abweichung für den bisherigen Juniverlauf auf +2,24°C.

Foto1 Cranzahl Talsperre 20210614 Talsperre Cranzahl gut gefüllt

Foto2 Rhododentron 20210613 Der Rhododentron blüht

Bild Wetterlage Europa 20210618 aktuelle Wetterlage

05.06.2021 Geht doch: Erste 5 Tage im Juni leicht überdurchschnittlich

Nach dem deutlich zu kaltem Frühling verlief der meteorologische Sommerbeginn leicht überdurchschnittlich. In den ersten 5 Tagen im Juni lagen bislang die Temperaturen leicht über dem Durchschnitt (knapp +1,5°C). Bis heute war es dazu überwiegend sonnig, bevor am Nachmittag leichte Gewitter etwas Abkühlung mit gut 10 l/qm Regen brachten.
Eine Luftmassengrenze des Tiefs "Peter", welche feuchte und labile Subtropikluft im Südwesten von trockener Warmluft im Nordosten Deutschlands trennt, beeinflusste vor allem Westsachsen mit teils gewittrigen Regenfällen. Besonders auf einer Linie Zwickau-Fichtelberg fielen lokal deutlich über 20 l/qm.
Für die nächsten Tage sieht es weiter nach mäßig warmen und feuchten Wetter aus.

Webcambild Station 20210605 bedrohliche Wolken bereits gegen Mittag

Bild Gewitterlinie 20210605 Gewitterlinie über Deutschland

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31.05.2021 Heute Morgen nochmals Frost im deutlich zu kühlem Frühjahr 2021

Der Frühling war sehr außergewöhnlich: Er war mit nur knapp 3,4°C Durchschnittstemperatur nicht nur deutlich zu kühl sondern auch zu nass. Erstmals seit Aufzeichnungsbeginn (11.Juli 2017) waren 3 Monate in Folge zu kalt. Zugleich fielen die 3 Monate in eine Jahreszeit. Die Temperaturabweichung betrug für den meteorologischen Frühling -1,75°C (März -0,9°C/ April -2,2°C/ Mai -2,1°C). Den bislang letzten Frost gab es heute Morgen mit -0,6°C (05:10 Uhr). Am rund 40m tiefer gelegenen Pöhlbach wurden sogar -2,6°C erreicht. Besonders nass war der Mai mit 154,6 l/qm. Das ist mehr als die doppelte, durchschnittliche Niederschlagsmenge des Monats.

Foto Wolkenleuchten 20210521 leuchtende Wolken am 21.Mai

17.05.2021 Weiterhin kühl und wechselhaft, gestern schöner Regenbogen

Das unbeständige und kühle Schauerwetter hält weiter an. Unter Tiefdruckeinfluss wird von Westen und Südwesten kühle Atlantikluft herangeführt. Gestern und heute gab es einige kräftige Schauer, heute Vormittag sogar kurz mit Graupel.
Am Vorabend zeigte sich ein schöner Regenbogen:

 Foto Regenbogen 20210516 Bereits

Bereits am Samstagabend zogen von Südwesten über dem Keilberg erste Schauer auf (Quelle:Pancloud Webcam, FSB):

Bild Schauer Keilberg 20210515

14.05.2021 Gegenstromlage brachte ergiebigen Regen

Von Dienstagnachmittag bis heute Morgen gab es in nur knapp 3 Tagen 58,4 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspricht 80% des durchschnittlichen Monatssolls des Niederschlags im gesamten Mai (73 l/qm). Der Niederschlag fiel teils anhaltend, teils schauerartig verstärkt. Ursächlich war eine Gegenstromlage, welche sich von Südostbayern bis nach Schleswig Holstein und etwas östlich davon erstreckte. Auf der Westseite bis in unsere Region setzte sich mit Nordwestwind kühle Meeresluft durch, während eine sehr warme und potenziell instabile Luftmasse mit südlicher Strömung über das östliche Mitteleuropa geführt wurde. So wurden bei uns gestern nur Temperaturwerte zwischen 5°C und 7°C erreicht. Im polnischen Kattowitz (284m) lag die gestrige Maximaltemperatur dagegen bei 22°C.
Insgesamt sind im Mai bereits 107,2 l/qm Niederschlag gefallen und damit ist es zur Monatsmitte schon deutlich zu nass. Das sieht man auch an der aktuellen Bodenfeuchte. Im Bereich von Schwarzwald, Alpenrand über den Bayerischen Wald bis ins Erzgebirge sind die Böden bis 60cm Tiefe überdurchschnittlich feucht (siehe Grafik unten). Gerade im Frühjahr sind ausgiebige Niederschläge für die Vegetation und Grundwasserspeicher besonders wichtig.
Der Mai 2021 ist im Erzgebirge aber nicht nur ausgesprochen niederschlagsreich, sondern bislang auch zu kühl. Die Monatsabweichung beträgt aktuell -2,42°C. Sollte der Mai eine negative Temperaturabweichung bis zum Monatsende behalten, wäre es der 3. zu kalte Monat in Folge. Das gab es seit Aufzeichnungsbeginn am 11.07.2017 an unserer Station noch nicht.

Bild Bodenfeuchte 20210513

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10.05.2021 Achterbahnfahrt bei den Temperaturen, heute frühsommerlich

Vorgestern Morgen gab es noch -2,9°C (an der Kachelmann Station am Pöhlbach sogar -7,0°C) bei einer Schneedecke von 5cm. Bereits gestern setzte einen richtiger Temperatursprung auf bis knapp über 20°C ein. Heute wurde es mit 22,9°C sogar noch ein wenig wärmer. In den tieferen Erzgebirgslagen wurde sogar ein Sommertag (Tmax >=25°C) erreicht. So meldete z.B. Aue (386m) um 15:50 Uhr 28,9°C. Im Erzgebirgsvorland meldete die Station Chemnitz Harthau (362m) kurze Zeit später sogar knapp 30°C. Doch spätestens morgen Abend wird die sehr warme, subtropische Luft nach Osten abgedrängt und kann zu kräftigen Schauern und Gewitter kommen. Mittwoch und Donnerstag sind dann längere und ergiebige Niederschläge zu erwarten und die Temperaturen gehen deutlich zurück. Besonders kühl wird es am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) und die Tageshöchstwerte liegen voraussichtlich nur im einstelligen Bereich. Auch im weiteren Verlauf geht es dann eher kühl und feucht weiter.

Bild1 20210510 (Quelle:FSB)

 Bild2 20210510 Blick zum noch verschneiten Keilberg

Bild3 20210510 Letzte Schneereste im Wald auf ca. 820m Höhe

07.05.2021 Winter Wonderland vor überfälligem Frühlingsdurchbruch übermorgen

Übermorgen gibt es endlich den Frühlingsdurchbruch. Doch der Reihe nach: Heute gab es nochmal ein spätes Winter Wonderland, besonders als gegen Abend nach intensiven Schneefall die Sonne zum Vorschein kam. Dabei konnten auf der Wiese sogar 7cm Schneehöhe gemessen werden. Das ist für Anfang Mai schon beachtlich. Es gab mehrere Schneefälle, am Vormittag teils mit riesigen Flocken ("Toastbrotschneefall") und besonders dann gegen Abend und nach dem Sonnenintermezzo nochmals als Schauer.
Am Wochenende dreht die Strömung dann zunehmend auf Südsüdwest und führt vorderseitig eines Tiefdruckgebietes über Westeuropa Subtropikluft in unsere Region. Nach einem noch frostigen Samstagmorgen ist am Sonntag dann echtes Kontrastprogramm mit Höchsttemperaturen von rund 20°C bei Sonnenschein zu erwarten. Manch einer hatte angesichts des bislang sehr unterdurchschnittlichen Temperaturniveaus schon fast die Hoffnung auf einen Frühlingsdurchbruch aufgegeben. Zwar geht es voraussichtlich ab Dienstag wieder mit den Temperaturen bergab, doch ein erneuter Wintereinbruch ist wohl nicht unbedingt zu befürchten.

Foto1 20210507

Foto2 20210507 abziehender Schauer

Foto3 20210507         Foto4 20210507

Foto5 20210507       Bild6 20210507 Skifahrer am Fichtelberg abends

Vorschau auf 20210507 Frühling übermorgen,,,

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02.05.2021 Nachtrag zu gestern mit Video zum Neuschnee heute auf dem Fichtelberg

Wie gestern bereits gestern vermutet, gab es in der vergangenen Nacht und heute Morgen am Fichtelberg Neuschnee. Bis zum frühen Morgen sind gut 5cm Schnee neu hinzugekommen. Die Schneegrenze lag dabei auf knapp 900m über dem Meeresspiegel. An unserer Station gab es nur vorübergehend nasse Flocken, die bei einer Tiefsttemperatur von 0,8°C nicht liegen geblieben sind. In den letzten 24 Stunden brachten die ergiebigen Niederschläge rund 27 l/qm und es regnet auch bis zum Mittag weiter.

Video Fichtelberg 20210502 (Quelle:Martin Bloch)

Hier noch ein paar Eindrücke vom Fichtelberg (Quelle:Martin Bloch):

Foto1 20210502 Auffahrt zum Fichtelberg

Foto2 20210502 Fichtelberghaus

Foto3 20210502

01.05.2021 Deutlich zu kalter April, unterkühlter Maibeginn

Ein bemerkenswert kalter April liegt hinter uns. Der April 2021 war insgesamt um 2,22°C zu kalt und es ist zugleich der 2. zu kalte Monat in Folge. Dabei wird bereits am Monatsersten das Temperaturmaximum mit 17,2°C erreicht, der Tiefstwert von -7,1°C am 04. April. Es gibt an 24 Tagen Frost.
Im Vorjahr und 2019 fiel lediglich jeweils der Mai unter dem Durchschnitt aus. 2018 waren der nur der Februar und März zu kalt. In allen anderen Monaten gab es seit dem Jahr 2018 mehr oder weniger deutliche Temperaturabweichungen nach oben.
Auch in puncto Schnee fühlte sich der April teilweise winterlich an: Es gab insgesamt 53cm Neuschnee mit 14 Schneedeckentagen und einer maximalen Schneehöhe von 17cm (06. und 08.04.).
Ohne die coronabedingten Einschränkungen hätte es eine außergewöhnlich lange Skisaison werden können. Heute am 1. Mai wurde am Fichtelberg noch eine Schneehöhe von 45cm konventionell gemessen. Auch wenn es schon viele schneefreie Flächen am Gipfel gibt, liegt im Wald und besonders auf der Nordseite noch einiges an Schnee. Unentwegte nutzten die günstigen Verhältnisse an der nordseitigen Himmelsleiterpiste zum Ski alpin Vergnügen.
Bis zum kommenden Wochenende geht es voraussichtlich unterkühlt weiter. Besonders heute Nacht und morgen sind auch ergiebige Niederschläge zu erwarten. Ursächlich ist ein Wellentief, welches auf Vb ähnlichem Kurs von den Alpen in Richtung Slowakei zieht. Sogar nasse Schneeflocken sind dann im oberen Erzgebirge morgen und auch in der nächsten Woche nicht ausgeschlossen.

 Foto Himmelsleiterpiste 20210501 Himmelsleiterpiste (Quelle:Mirko Barthel)

Bild Wetterlage 20210501 Wetterlage Europa

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23.04.2021 Weiter nur zaghaftes Frühlingserwachen

Auch wenn es kontinuierlich in kleinen Schritten frühlingshafter wird, bleibt uns dennoch unterkühltes Wetter erhalten. Es strömt kühle bis sehr kühle Luft aus Nordwest in unsere Region. Nachts gibt es weiterhin Frost (heute z.B. -1,3°C, 04:35 Uhr). Seit Januar ist es bereits der 97. Frosttag an unserer Station. Trotz eher zunehmenden Hochdruckeinfluss tut sich daher das Frühlingserwachen schwer: Die Grünlandtemperatursumme (GTS, Erklärung siehe vorletzten Beitrag vom 12.April) liegt aktuell immer noch mit 147,5 sehr deutlich unter dem Wert von 200 (nachhaltiger Frühlingsbeginn).
Die aktuellen Modellberechnungen zeigen auch in den kommenden 10 - 14 Tagen eher unterdurchschnittliche Temperaturen mit möglichen Nachtfrösten und sogar dem Risiko von Niederschlägen in teils fester Form (Schneefall, Schneeregen). Auf der Nordseite des Keilbergs (1244m) in Tschechien wäre sogar eine Wintersportsaison mit Alpinski bis mindestens 1. Mai denkbar gewesen (ohne die Covid-19 Pandemie).

Foto zartes Frühlingsewachen 20210423 Die Natur erwacht zaghaft...

Foto Keilbergblick 20210421 Keilbergblick vorgestern (Quelle:Martin Bloch)

17.04.2021 Furioses Winterfinale zur Frühlingsmitte

Heute erlebten wir ein schneereiches Winterfinale mitten im meteorologischen Frühling. Bereits gestern gab es mit 8cm reichlich Neuschnee, bevor heute bis 11:00 Uhr weitere 6cm fielen. Die Gesamtschneehöhe wuchs dabei auf durchschnittlich 13cm an. Gestern gab es selbst zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit einen Eistag (Dauerfrosttag). Sogar bis in tiefere Erzgebirgslagen konnte sich eine Schneedecke ausbilden, besonders gestern (z.B. Aue auf 393m mit 2cm). Am Fichtelberg wurde sogar wieder bis über 80cm Schnee gemessen. Damit ist der Höhepunkt des spätwinterlichen Wetters allerdings überschritten. Nun strömt aus Osten/Nordosten zunehmend herumgeholt mildere Luft ein, welche ursprünglich aus südlicheren Gefilden stammt.
Das bedeutet zwar noch kein überdurchschnittlich warmes, nachhaltiges Frühlingswetter, bringt jedoch eine deutliche Milderung.
Ein paar Schneestatistik Daten der letzten Wintersaison, welche im vergangenen Jahr bekanntlich sehr zögerlich begann: Es gab an 63 Tagen Neuschnee (neuer Stationsrekord), an 113 Tagen eine Schneedecke, insgesamt 288cm Neuschnee und eine maximale Schneehöhe von 54cm (29. Januar und 11. Februar).
Sehenswerte Wolkenbewegungen zeigten sich gestern um Oberwiesenthal. Die Wolken "flossen" von der Fichtelbergregion zum tschechischen Keilberg und saugten sich förmlich am dortigen Kammbereich fest. Anbei ein sehr interessantes Video (Quelle:Martin Bloch).

Foto1 20210417 heute um 9 Uhr    Foto2 20210417 Natur erstarrt

Foto3 20210417 Schneeräumberg

Vorschaubild Video 20210416 Wolkenvideo vom 16.04.2021

12.04.2021 Erneut spätwinterlicher Rückfall

Nachhaltiges Frühlingswetter tut sich weiterhin schwer. Auch am gestrigen Sonntag blieb das freundliche und sehr milde Wetter mit Temperaturen bis zu knapp 14°C (Tmax 13,7°C, 15:35 Uhr) wieder nur ein kurzes Intermezzo. Bereits in der 2. Nachthälfte sanken die Temperaturen in den Frostbereich und gegen Morgen setzte Schneefall ein. Am späten Morgen liegt erneut eine Schneedecke von 5cm. Auch am Vormittag und Mittag schneit es weiter, so dass die Schneehöhe bis um 13:00 Uhr sogar auf 8cm anwachsen kann. Die Temperaturen bleiben währenddessen im Frostbereich.
In der Wintersaison gab es nun schon 108 Schneedeckentage, an 60 Tagen und in der Summe 273cm Neuschnee. Wie schwer es der Frühling im aktuellen Jahr hat, kann man an der Grünland-Temperatur-Summe (GTS) ablesen, welche erst bei gut 128 liegt. Bei der GTS werden ab Jahresbeginn alle positiven Tagesmittel erfasst und im Januar mit dem Faktor 0,5 multipliziert. Im Februar wird mit dem Faktor 0,75 multipliziert und ab März geht dann der „volle“ Tageswert (mal Faktor 1) in die Rechnung ein. Wird im Frühjahr die Summe von 200 überschritten, ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht. Im letzten Jahr wurde die GTS von 200 bereits am 15. April erreicht (siehe Grafik Tabelle unten). Im aktuellen Jahr wird dies mit Sicherheit erst einige Tage später erreicht werden können.

Foto Schnee 20210412 Aprilschnee

Foto Vortag Othal 20210411 Kontrastwetter gestern (Quelle:M.Bloch)

Aktuelle Tabelle GTS der letzten Jahre

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05.04.2021 Spätwinterliche Ostern im April 2021

Nachdem bereits in der Nacht von Karfreitag auf vorgestern polare Meeresluft, zwischen einem Hoch über Westeuropa und einem Tiefdruckgebiet über Osteuropa, in unsere Region geflossen war, verstärkte sich heute am Ostermontag nochmals die Zufuhr von Kaltluft. Eine markante Kaltfront zog heute ab Mittag von Norden über das Erzgebirge. Während gestern bei Sonnenschein noch, trotz der tiefen Temperaturen am Morgen (Tmim -7.1°C, Kachelmann Station am Pöhlbach sogar -9,0°C), durch Sonneneinstrahlung ein freundlicher Wetter Charakter vorherrschte, gab es heute dann den Winterrückfall. Von mittags mit Temperaturen von knapp 5°C (13 Uhr, 4,6°C) sinken sie bei einsetzenden Niederschlägen, welche durch niedrige Taupunkte direkt als Schnee fallen, bis zum Abend in den Frostbereich auf -5°C (19:50 Uhr). Die Schneehöhe wächst dabei in kurzer Zeit von Schneeresten auf 12cm. In Schneewehen gibt es aufgrund des kräftigen und böigen Nordwestwindes sogar noch deutlich höhere Schneemengen.
Zumindest bis Donnerstag sehen die die weiteren Aussichten winterlich mit weiteren Schneeschauern aus. Ab Freitag könnte es dann etwas milder werden. Einen nachhaltigen Frühlingseinbruch wird es möglicherweise trotzdem noch  nicht geben. Besonders das amerikanische Wettermodell GFS rechnet heute weiter recht beharrlich einen erneuten, spätwinterlichen Abschnitt mit Schnee und Frost gegen Mitte April.

Foto1 20210405 Schnee Ostermontag

Foto2 20210405    Foto3 20210405

Bild Niederschläge 20210405 Schneefälle von Norden heute, zuvor teils Regen

Niederschlag 20210405 Etwas Frühling gestern...

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01.04.2021 Gestern Rekordwerte bei der Höchsttemperatur für den März

Gestern am letzten Tag des Märzes gab es Rekordwerte bei der Höchsttemperatur. An unserer Station wurde mit 20,4°C ein Rekordwert für die Maximaltemperatur im März seit Messbeginn in 2017 registriert. Auch deutschlandweit wurde ein neuer Rekord erreicht: In Rheinau-Memprechtshofen im Oberrheingraben wurde um 17 Uhr mit 27,2°C ein Sommertag (Tmax>=25°C) gemessen. Es war damit der wärmste Märztag seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Jahr 1881.
An unserer Station liegen seit Montag nur noch Schneereste; in der aktuellen Wintersaison wurden insgesamt bis zum 28. März genau 100 Schneedeckentage erreicht.
Am Fichtelberg wurde heute Morgen dagegen noch eine Schneehöhe von 69cm gemessen. Eine weitgehend geschlossene Schneedecke wird allerdings nur noch im Bereich über knapp 1100m Höhe registriert.
In den kommenden Tagen wird es dann deutlich frischer werden. In der Nacht zum Ostersamstag kann sich vermutlich im oberen Erzgebirge erneut eine erste dünne Schneedecke ausbilden, bevor es nach Ostern in der grönländischen Kaltluft durchaus weitere Schneefälle geben könnte.

Bild abends 20210401 Schneereste am Abend, kein Aprilscherz...

27.03.2021 Heute Aprilwetter durch Tief "Quasimodo" nach 2 Warmen Tagen

Wechselhaftes Aprilwetter löste heute die wärmere Witterung von gestern und vorgestern ab. Da gab es viel Sonnenschein mit 2 Warmen Tagen mit Tageshöchsttemperaturen etwas über 10°C. Die Kaltfront des Nordmeertiefs "Quasimodo" brachte dann die heutige, hochreichende Kaltluft (-37°C in ca. 5500m Höhe) in unsere Region. Am Nachmittag setzten kräftige Schneeschauer ein, anfangs mit Graupelkörnern. Die Temperatur ging bis knapp unter Gefrierpunkt zurück (15:55 Uhr: -0,2°C) und die Lücken der durchbrochenen Schneedecke konnten sich wieder schließen. Bis 16:00 Uhr fallen 3cm Neuschnee und die Gesamtschneehöhe wächst wieder auf 10cm an. Gegen Abend gibt es weitere Schneeschauer.
Nach frostiger Nacht steigen morgen bereits wieder die Temperaturen an und bis Wochenmitte wird es weitere Warme Tage (Tmax >10°C) geben. Es werden voraussichtlich sogar die bislang wärmsten Tage des aktuellen Jahres werden. Diese sollte man für Outdoor Aktivitäten nutzen, denn zum Osterwochenende sieht es dagegen wieder nach kälterem Wetter aus. Auch erneute Schneefälle sind dann zumindest im oberen Erzgebirge möglich.

Die ersten Schauer kündigen sich am späten Mittag an...(Quelle: Pancloud Webcam der FSB):

Webcambild der FSB 20210327

heftige Schneeschauer folgen Foto1 20210327

Webcambild2 20210327 dazwischen freundlich

Gestern dagegen noch frühlingshaft mild...(Blick auf Keil- und Fichtelberg, Quelle:Martin Bloch):

Panoramafoto 20210326

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20.03.2021 Kalendarischer Frühlingsbeginn bringt kältesten Märztag

Der kalendarische Frühlingsbeginn (Tag-und-Nacht-Gleiche) bringt heute den kältesten Märztag im Jahr 2021. Mit einer Tagesdurchschnittstemperatur von knapp -7°C fühlt es sich tief winterlich an. Am Morgen (Tmin -9,5°C) werden an unserer Station erneut 4cm Neuschnee bei einer Gesamtschneehöhe von 29cm gemessen. Auch am Mittag bleibt es für den Frühlingsbeginn mit einer Höchsttemperatur von -3,9°C ungewöhnlich frostig. Es ist bereits der 37. Eistag und 71. Frosttag im Jahr 2021.
Am Fichtelberg wird mit 99cm nur denkbar knapp die 1m Marke bei der Schneehöhe verfehlt. Viele Winterbegeisterte nutzten dort den heutigen Tag zum Wandern, Skilanglanglaufen oder Tourenskifahren.
Auch wenn es morgen noch einmal etwas Neuschnee im Erzgebirge geben wird, ist der Höhepunkt des Märzwinters erreicht. Von Tag zu Tag wird es nun allmählich milder.

Foto1 20210320 Perfekte Skilanglaufbedingungen, leichter Haloring um die Sonne

Foto2 20210320 Fichtelberghaus

Foto3 20210320 Winterwonderland...

16.03.2021 Märzwinter

Heute setzt sich der Märzwinter durch. Zwar gab es in den letzten 4 Tagen immer wieder eine dünne Neuschneedecke, doch sie konnte sich nicht über den Tag halten. Seit vergangener Nacht schneite es dann kräftiger, so dass heute Morgen 9cm Neuschnee gemessen werden konnten. Am Nachmittag schneite es dann erneut und oft intensiv. Bis 18:30 Uhr ist die Gesamtschneehöhe auf 22cm angewachsen. In einer nordwestlichen Strömung stauten sich die Niederschläge am Kamm des Erzgebirges. Gleichzeitig gab es den ersten Eistag (Dauerfrosttag) seit dem 8. März.
In den nächsten Tagen kippt die Achse des Hochdruckgebietes vor Irland etwas im Uhrzeigersinn. Somit dreht die Strömung auf nördliche Richtungen und es wird noch etwas kälter. Zumindest im Bergland wird es bis zum Wochenende weitere, schauerartige Schneefälle geben bevor es dann tendenziell trockener und vor allem tagsüber milder weitergeht.

Bild1 Schneefall 20210316 dichter Schneefall

Bild2 Schauerstraße 20210316 Schneeschauer aus Nordwest ziehen genau über das Zentrale Erzgebirge

Durch kippen der Hochachse dreht die Strömung von Nordwest auf Nord:

Bild Hochachse 20210316  Bild Hochachse 20210318

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05.03.2021 Das Schneehöhen Paradoxon

Seit dem 2. März ist die Schneebedeckung im Stationsbereich auf unter 50% gefallen. Somit waren definitionsgemäß (DWD) nur noch Schneeflecken (bzw. Reste) zu registrieren, obwohl der mathematische Durchschnittswert der verschiedenen Schneehöhenmessstellen zunächst noch bei über 10cm lag.
Eine Kaltfront brachte vergangene Nacht Polarluft in unsere Region, so dass der Niederschlag von Regen in Schnee übergehend konnte. Die Temperatur ging in den Frostbereich zurück (Tmin -3,8°C, 08:50 Uhr) und es konnte sich eine dünne Neuschneedecke von 1cm bilden. Da heute Morgen nun wieder eine geschlossene Schneedecke lag, gingen auch die Altschneeflecken an den Messstellen in die Schneehöhenbestimmung mit ein. So ergab sich das Paradoxon, dass lediglich 1cm Neuschnee zu einer Schneehöhenmeldung von gestern 0cm (Schneereste) zu 10cm heute Morgen führte.

Foto Schneebedeckung 20210305 Schneebedeckung im Stationsbereich

Bild Wetterlage 20210305 Wetterlage 

28.02.2021 Freundliches Wetter am letzten Tag des meteorologischen Winters

Unter Hochdruckeinfluss mit Sonne konnte sich die vorgestern eingeflossene Kaltluft etwas erwärmen. Der Morgen war mit -4,2°C noch frostig, doch im Tagesverlauf stieg die Temperatur dann bis auf 5,8°C (Tmax um 14:25 Uhr) an. Während es sich in der Sonne frühlingshaft mild anfühlte, wirkte es im Schatten teils noch richtig winterlich. Um den Fichtelberg nutzten einige Wintersportbegeisterte die Bedingungen für Skilanglauf und Alpinski.
Die wärmenden Sonnenstrahlen setzen der Schneedecke in unserem Stationsbereich natürlich zu. Die Decke ist mittlerweile durchbrochen und die schneefreien Stellen nehmen zu. Da der Schnee jedoch noch mehr als 50% der Fläche bedeckt, wird weiterhin die Schneehöhe gemessen. Heute Morgen konnten noch 13cm gemeldet werden.
Auf dem Fichtelberg ist die Schneedecke noch durchschnittlich 70cm mächtig.

Anbei ein paar Bilder vom Wetter zwischen Winter und Frühling:

Foto1 20210228 (Quelle:Martin Bloch)

Foto2 20210228 Im Wald noch eindeutig winterlich...

Foto3 20210228 ...schneefreie Stellen im Stationsbereich

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23.02.2021 Sehr große Sonne durch Sahara Staub

Die Sonne wirkte heute durch den Sahara Staub riesengroß. Eine südsüdwestliche Strömung führte in den oberen Luftschichten Staub aus der Sahara heran, welcher sich vor die Sonne schob. Dabei wurde es außerordentlich mild; es wurden mittags knapp 15°C (Tmax 14,9°C) erreicht. Anbei ein Bild der "Riesensonne" von unserer Webcam im Stationsbereich sowie eine Panoramabild mit Blick auf Keil- und Fichtelberg:

Webcambild 20210223

Panoramabild Othal 20210223 (Quelle:Martin Bloch)

21.02.2021 Frühling und Winter zugleich

Der Frühling und der Winter liegen derzeit noch dicht beieinander. Trotz Hochdruckeinfluss und südlicher Strömung geht der Trend mit den wärmenden Sonnenstrahlen zwar deutlich in Richtung Frühling, jedoch haben Wintersportler im oberen Erzgebirge weiterhin brauchbare Bedingungen. Auch ohne den Corona bedingten, ausgesetzten Liftbetrieb konnte man heute wieder einzelne Alpin- und Tourenskifahrer auf den Hängen um den Fichtelberg beobachten. Noch zahlreicher waren erwartungsgemäß die Skilangläufer vertreten. Während sich die Loipen größtenteils im guten Zustand befinden genossen die Langläufer zugleich das Wintervergnügen sowie teilweise leichtbekleidet die Frühlingssonne.
Auch an unserer Station zeigt sich der Gegensatz der gefühlten Jahreszeiten. Nachts gab es weiterhin Frost und tagsüber nagt die Sonne bei deutlichen Plusgraden an der Schneedecke. Die Schneedecke verringerte sich dabei in knapp einer Woche um knapp 20 cm auf rund 30cm. Noch gab es im Jahr 2021 keine zweistelligen Temperaturen. Heute lag das Maximum bei 8,7°C und zum Abend sank das Thermometer rasch in den Frostbereich (-1,6°C um 18:30 Uhr). Hilfreich dabei war der, etwas auf südöstlich Richtung drehende Wind, welcher die kältere Luft aus dem böhmischen Becken anzapfte. Deutlich ausgeprägter war der Böhmische Kaltlufteinfluss in den östlicheren Bereichen des Erzgebirges. In Zinnwald lag auch tagsüber die Temperatur überwiegend im Frostbereich (Tmax knapp über +1 Grad), während die Werte in Aue am westlichen Erzgebirgsnordrand in 387m Höhe sogar knapp 20°C erreichten.

Foto1 20210221 Philosophenweg

Foto2 20210221 Die Frühlingssonne "gräbt" die Bänke aus...

Foto3 20210221 Blick auf den Böhmischen Nebel

 Foto4 20210221 Gleißende Frühlingssonne im Stationsbereich

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16.02.2021 Deutliche Milderung

Nach 10 Tagen Dauerfrost und 7 sehr Kalten Tagen (Tmin unter -10°C) in Folge, hat ein atlantischer Tiefausläufer vergangene Nacht aus Westen milde Meeresluft herangeführt. Damit wurde die arktische Kaltluft verdrängt, welche ihren Höhepunkt am 10. Februar mit einem Tagesmittel von -13,9°C und einer Höchsttemperatur von nur -12,4°C hatte. Am Grenzbach (Pöhlbach) wurden an der Kachelmann Station in 778m Höhe vorgestern sogar -24°C als Tiefstwert der Lufttemperatur erreicht. In der vergangenen Nacht gab es bei auffrischendem Südwind nochmals 6cm Neuschnee, so dass bis heute Morgen trotz erster zarter Plusgrade die Schneedecke wieder auf 49cm angewachsen war. Die Milderung wird sich noch weiter durchsetzen und am Wochenende könnte sogar die 10°C Marke erreicht werden. In Verbindung mit dem bereits erreichten Sonnenstand würde sich das wie ein "Hauch von Frühling" anfühlen. Ob es dann zum Februarende bzw. zu Märzbeginn, wie von einigen Modellläufen angedeutet, deutlich kälter und möglicherweise noch einmal richtig winterlich wird, muss noch abgewartet werden.
Daher hier ein Video mit tollen Impressionen zu dem vergangenem Traumwinter Wochenende (Quelle:Martin Bloch):

Vorschaubild Video vom 20210214 

12.02.2021 Tief winterlich mit großer Kälte und reichlich Schnee

Die arktische Kaltluft über Mitteleuropa führte in den letzten Tagen zu hochwinterlichem Wetter mit strengem Frost und viel Schnee. Es gab nun bereits 7 Tage in Folge Neuschnee und viele sehr Kalte Tage (unter -10°C) in Folge. Das Minimum der Lufttemperatur im Jahr 2021 wurde bei uns vorgestern mit -17,5°C um 00:35 Uhr erreicht. Den, in der Luftmasse durchaus möglichen, deutlich tieferen Messwerten stand die vorwiegend dichte Bewölkung im Wege. Das Auge begeistern vor allem die tief verschneiten und verreiften Bäume und Sträucher. In der polaren Luftmasse schneite es durch den Nordstau heute leicht weiter, trotz teils geringer Bewölkung.
Hierzu ein paar Statistikdaten: Die Neuschneesumme der vergangenen Woche betrug 45cm, wobei sich die Gesamtschneehöhe lediglich von 27cm auf maximal 54cm erhöhte. Da der der Neuschnee bei den tiefen Temperaturen fiel, enthielt er sehr viel Luft. Im aktuellen Jahr gab es bereits 11 sehr Kalte Tage. Im gesamten Vorjahr gab es lediglich 4 Tage. Auch bei den Eistagen liegen wir bereits jetzt um 7 Tage über dem Gesamtjahr 2020.

Foto Eishalo 20210210 Eishalo Stationsbereich vorgestern  Foto 20210212 heute etwas Sonne

Foto2 20210212

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07.02.2021 Erneute Luftmassengrenze bringt Schnee und Saharastaub

Die Luftmassengrenze (LMG) über Deutschland beherrscht weiter das Wettergeschehen. Während ein Tief über Frankreich nach Benelux zog und noch mildere Luft in die Südhälfte Deutschlands führte, verstärkte sich an der Südwestflanke eines Hochs über dem Nordmeer der Zustrom immer kälterer Polarluft in den Norden und Nordosten. Die Luftmassengrenze über Deutschland kam dabei etwas südwestwärts voran. Sachsen lag dabei nahe der Luftmassengrenze auf der kalten Seite. Der Niederschlag fiel an unserer Station bereits am Freitag wieder als Schnee. Gestern schneite es dann anhaltend mit leichter bis mäßiger Intensität und so konnte die Schneedecke wieder Anwachsen. Heute Morgen liegen wieder 40cm, 14cm mehr als noch am Freitagmittag. Die Schneeoberfläche ist allerdings nicht rein weiß, sondern durch den über die Alpen in der Höhe herangewehten Saharastaub gelbbräunlich. Die Schneeverfärbung ist allerdings nicht gleichmäßig, da der frische Ostwind den Schnee umgelagert hatte. Noch deutlicher war der Effekt in einigen Gebieten der Alpen zu sehen, wo der Saharastaub nicht nur den Schnee rötlich verfärbte ("Blutschnee"), sondern auch den Himmel einfärbte. Sehr gut war dies am Samstag auf der Bettmeralp im Schweizer Kanton Wallis zu beobachten.
In den kommenden Tagen verstärkt sich bei uns noch der Einfluss der arktischen Polarluft, so dass es mit den Temperaturen weiter bergab geht. Besonders in den Nächten kann teilweise strenger Frost auftreten. Bereits seit kurz nach Mitternacht liegt heute die Temperatur kontinuierlich unter -6°C.

Foto Sahara 20210207 Saharastaub verfärbt die frische Schneeoberfläche

Bild Wetterlage 20210207 Wetterlage gestern 

30.01.2021 Das Wettergeschehen an der Luftmassengrenze

Die Luftmassengrenze (LMG), welche die sehr milde und feuchte Atlantikluft im Südwesten mit der skandinavischen Kaltluft im Nordosten trennt, verlief gestern über Sachsen. Während unsere Region am Donnerstag noch durchgängig auf der kalten Seite lag, gelangten wir gestern zum Nachmittag in den Einflussbereich der milderen Luft. So stieg die Lufttemperatur mittags in nur 20 Minuten (ab 13:15 Uhr) von -1,7°C auf 0,1°C an. Begünstigt wurde der rasche Temperaturanstieg von dem böig auffrischenden, von Südost auf Südwest drehenden Wind. Die Temperatur stieg dann bis auf +2,7°C (Tmax 19:50 Uhr) an und es setzte kräftiges Tauwetter ein. Das Tauwetter hielt dann die Nacht bis zum frühen Morgen an, bis wir von Norden wieder auf die kalte Seite der LMG gelangten. Bei in Schnee übergehenden Niederschläge sank die Temperatur dann erneut in den Frostbereich. Um 09:40 Uhr wurden dann -5,2°C gemessen und die Schneedecke konnte wieder auf 52cm anwachsen. Gestern gegen 14 Uhr wurde noch mit 54cm die höchste Schneehöhe des Winters erreicht.
Am Fichtelberg verblieb die Temperatur dagegen durchgängig knapp im Dauerfrostbereich und durch den stürmischen Wind kam es zu Schneeverwehungen. Die Schneehöhe überschritt erstmals im aktuellen Winter die 1m Marke und es wurden am späten Morgen 108cm gemessen.

Bild1 20210130 Schneehöhe 52cm

Bild2 20210130 Eiszeit nach kurzem Tauwetter... Bild3 20210130

Bild Niederschlagsradar 20210129 Niederschlagsband an der Luftmassengrenze gestern 07:30 Uhr

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26.01.2021 Ab übermorgen spannende Luftmassengrenze

Nach dem Tauwetter, das mit Höchstwerten bis zu 5,7°C (Tmax am 22.01. gegen 14 Uhr) gut 3 Tage angehalten hatte, gab es ab dem 23.Januar wieder häufiger Neuschnee. So konnte die Schneedecke heute Nachmittag, nach ihrem vorübergehenden Minimum von 21cm, wieder bis auf 50cm anwachsen.
Eine sehr spannende Wetterlage steht für unsere Region ab übermorgen an. Die Großwetterlage geht von Nordwest zyklonal (NWz) in eine südliche Westlage (Ws) über. Dabei setzt im mittleren Nordatlantik Zonalisierung ein, welche eine Warmfrontwelle in die Südwesthälfte Deutschlands führt. Der Nordosten wird dagegen von einem kalten Trog, welcher von Südschweden ostsüdostwärts ins östliche Mitteleuropa schwenkt, beeinflusst. Während damit im Südwesten Regen bis in die Gipfellagen mit starkem Tauwetter und Hochwassergefahr einsetzt, bleibt es im Grenzbereich der sehr milden und den kälteren Luftmassen besonders spannend. In dem Bereich der Luftmassengrenze (LMG) können ergiebige Niederschläge entstehen. In einem schmalen Streifen von deutlich weniger als 100km wechselt die Niederschlagsart in nordöstlicher Richtung von Regen über möglicherweise gefrierenden Regen zu Schneefall. Die genaue Lage dieser LMG ist schwierig vorherzusagen und schwankt zwischen den einzelnen Modellläufen. Sah es am Wochenende mehrheitlich noch nach Tauwetter für das Erzgebirge aus, so deuten die neueren Lösungen nun seit Wochenbeginn zunehmend eine südwestlichere Lage der LMG an. Somit würden wir im zentralen Erzgebirge wohl genau im Bereich der LMG liegen und intensive Niederschläge in fester Form wären wahrscheinlich.

Bild Wetterlage 20210126 Wetterlage übermorgen Höhenkarte

Bild2 Wetterlage 20210126 Freitag...

Bild3 Bodenwetterkarte 20210128 zugehörige Bodenkarte für übermorgen

Bild4 Bodenwetterkarte 20210129 und Freitag

Bild5 20210125 gestern Morgen zeigt sich vorübergehend Sonne

Bild6 20210125

19.01.2021 Heute Schneesturm vor Milderung mit Tauwetter

Gegen Mittag setzte heute erneut Schneefall bei starkem Wind mit stürmischen Böen ein. Dabei kommt es zu Blizzard ähnlichen Verhältnissen, siehe Video anbei.
Allerdings führt der vorwiegend südwestliche Wind im weiteren Verlauf milde Luft heran, so dass spätestens morgen die Temperaturen erstmals wieder über den Gefrierpunkt klettern. Damit wird die seit über 2 Wochen (Beginn: 03.Januar) andauernde Dauerfrost Periode beendet. Das folgende Tauwetter wird vermutlich bis Freitag anhalten. Da es größtenteils trocken bleibt und es nachts trotzdem noch geringen Frost geben kann, wird das Tauwetter jedoch moderat ausfallen. Am Freitagnachmittag dürfte dann hinter einer Kaltfront maritime Polarluft einfließen und es wieder schauerartige Schneefälle geben.

Vorschaubild Video 20210119

17.01.2021 Kaltes Traumwinterwetter

Heute kam die eingeflossene, skandinavische Kaltluft unter leichten Hochdruckeinfluss. Dabei war es nicht nur sehr kalt (Tmin -12,2°C um kurz nach 8 Uhr), sondern bis zum Mittag auch sonnig. In Verbindung mit der stattlichen und pulvrigen Schneedecke (44cm, Fichtelberg 59cm) war uns heute ein Traumwintertag beschert. In der sehr kalten Luft gab es Eishalos zu bewundern. Aber auch die rundum verschneite Winterlandschaft bot viel Faszination.
Am Abend sinkt die Temperatur bei wieder weniger Bewölkung noch deutlicher ab. Um 19:50 Uhr messen wir bereits -14,2°C; die Kachelmann Wetterstation am Grenzbach (Pöhlbach) meldet in 778m Höhe sogar -18,0°C. Da es ab morgen wieder unbeständiger und Mitte der Woche auch zumindest vorübergehend deutlich milder wird, hier ein paar mehr hochwinterliche Eindrücke:

Bild1 20210117 Eishalo

Bild2 20210117      Bild3 20210117

Bild4 20210117 Im Hintergrund der Keilberg

auch sonst Winterromantik pur:

Bild5 20210117

Bild6 20210117 Raureif und Schnee

Bild7 20210117

ebenso viel Schnee in Stationsnähe:

Bild8 20210117

Bild9 20210117 Vielen Dank!

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14.01.2021 Kaltfront bringt mit teils stürmischen Böen Neuschnee bis ins Tiefland

In der Großwetterlage Nord zyklonal (Nz) wurde gestern Abend bzw. in der Nacht eine wetteraktive Kaltfront in unsere Region geführt. Der Kaltluftstaffel  folgte arktische Polarluft mit kräftigen Windböen und Schneefällen, so dass sich sogar in den tieferen Lagen von Sachsen eine Schneedecke bilden konnte. So meldeten z.B. auch Leipzig und Dresden heute eine Schneedecke. Im Erzgebirge dauerten die Schneefälle staubedingt bei der nördlichen Anströmung vielerorts fast die ganze Nacht an.
An unserer Station wuchs die Schneedecke auf 37cm an, der höchste Wert des aktuellen Winters. Seit vorgestern hat es 23cm Neuschnee gegeben, allerdings ist die Schneedecke stark verweht. Der Schnee ist sehr locker und trocken, da bereits seit dem Nachmittag des 3. Januars Dauerfrost herrscht.
Auf dem Fichtelberg ist nun die Schneehöhe auf 55cm angewachsen (private, manuelle Messung des langjährigen Stationsleiters auf dem Fichtelberg). Die automatische Messstation des DWD meldet dort dagegen lediglich 25cm, was selbst augenscheinlich nicht stimmen kann. Es ist sehr schade, dass die über hundertjährige Datenreihe seit Januar 2019 nicht mehr korrekt weiter geführt wird.

Bild Niederschlagsradar 20200113 Die Kaltfront liegt am frühen Abend zwischen Leipzig und Magdeburg

Foto1 20210114 Die Schneeberge wachsen

Foto2 20210114 Tief verschneiter Tisch

Bild Othal 20210114 In Oberwiesenthal zeigt sich kurz die Sonne (Quelle:Martin Bloch)

11.01.2021 Erste sehr kalte Nacht des Winters, Eishalos am Fichtelberg

Nach vielen trüben Tagen zeigte sich gestern erstmals wieder die Sonne. Dabei blieb es auch tagsüber frostig. In der vergangenen Nacht konnte die Lufttemperatur bei wolkenarmen Himmel über der 22 cm hohen Schneedecke bis auf -13,1°C (02:15 Uhr) absinken. An der nahe gelegenen Kachelmannstation am Pöhlbach wurden sogar -16,8°C erreicht. Der heutige Tag startete dann sonnig bevor am späteren Vormittag höhere Bewölkung aufzog. Die Sonne schaffte es zunächst noch durch die Eiswolken zu scheinen. Um den Fichtelberg konnten dabei sogar schwache Eishalos beobachtet werden.
Die kommenden 3 Tage wird es dann wieder Neuschnee geben. Besonders übermorgen kann, bei auf nordwestliche bis nördliche Richtung drehender Strömung, der Schneefall auch ergiebiger ausfallen. Genauere Vorhersagen zur Neuschneemenge sind derzeit besonders schwierig, da über Deutschland wärmere Luftmassen aus Westen mit kälteren Luftmassen aus Osten zusammen treffen. Die genaue Lage der Luftmassengrenze wird die Niederschlagsverteilung entscheidend beeinflussen. Zum Wochenende beruhigt sich, bei wieder sinkenden Temperaturen, das winterliche Wetter und besonders am Sonntag könnte sich die Sonne dann auch wieder öfters zeigen.

Bild1 20210111 morgens Traumwetter

Bild 20210110 Kalter Vorabend bei Lugau

Schwache Eishalos im Fichtelberggebiet:

Bild2 20210111

Bild3 20210111 Friedensglocke am Gipfel

Bild4 20210111

 Bild5 20210111 Nebensonne am Haloring

Bild 850hPa Karte für 20210113 Nordnordwest Strömung übermorgen

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05.01.2021 Neuschnee lässt Schneedecke bis zum Morgen auf 19cm anwachsen

Obwohl wir seit Weihnachten unter einem Trog liegen, fielen die Niederschläge vergleichsweise gering aus. In der vergangenen Nacht und heute Morgen gab es dann aus Osten doch etwas ergiebigeren Schneefall, welcher schauerartig verstärkt war. Heute Morgen konnten 7cm Neuschnee gemessen werden. Die Gesamtschneehöhe betrug um 09:00 Uhr dann 19cm. Das ist die, in dem bislang eher schneearmen Winter, dickste Schneedecke. Auch im Erzgebirgsvorland liegt verbreitet etwas Schnee. Auf Sachsens höchsten Berg, dem Fichtelberg, beträgt die Schneehöhe sogar 30cm.
Nach aktuellen Berechnungen könnte zur Monatsmitte die Strömung auf nordwestliche Richtungen drehen und deutlich ergiebigere Niederschläge in unsere Region bringen. Vermutlich wird es dabei etwas milder, so dass größere Neuschneemengen bevorzugt in den oberen Lagen des Erzgebirges zu erwarten sind.

Bild1 Neuschnee 20210105 Neuschnee...

Bild2 200210105

Bild3 Neuschnee 20210105 

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