20170127 Bild Nähe Standort Wetterstation    Wetterstation Kurort Oberwiesenthal, Hammerunterwiesenthal, 817m ü.NN.

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News im Jahr 2020

02.12.2020 Wunderschöne Eisnebelhalos um den Fichtelberg

Die vergangene Nacht war nicht nur relativ kalt, sondern oberhalb von rund 800m teils auch neblig. Folglich war dann alles von Raureif überzogen und zauberte eine zauberhafte Winterlandschaft. Tagsüber gingen die Temperaturen sogar noch weiter etwas zurück, so dass die Temperatur am Mittag sogar knapp unter -6°C lag.
Das unmittelbare Gebiet um den Fichtelberg lag tagsüber oft oberhalb des Nebels und nur gelegentlich schoben sich leichte Nebelschwaden vor die Sonne. In Verbindung mit der kalten Luft konnten sich einige, schöne Haloerscheinungen zeigen. Halos entstehen durch Lichtbrechung und Spiegelung an Eiskristallen. Oft sind die Haloerscheinungen kreisförmig um die Sonne bei hoher Schleierbewölkung (Cirren) zu sehen. Die Eiskristalle in diesen Wolken führen zu den Lichtbrechungen und -spiegelungen. Aber auch wenn das Sonnenlicht durch Eisnebel durchscheint, kann es zu der Erscheinung kommen. Hierzu ein paar Fotos:

Foto1 Halo 20201202

Foto2 Halo 20201202 mehrfacher Eishalo

Foto3 Halo 20201202 Fichtelberg Wetterstation

Foto4 Halo 20201202 Wetterfrosch

auch ansonsten traumhaftes Winterwetter:

Foto5 Gipfelbereich 20201202 Gipfelbereich

Foto6 20201202

 

01.12.2020 Kalter Winterbeginn mit wenig Schnee

Der meteorologische Winterbeginn bringt den 3. Eistag in Folge. Pünktlich am 1. Adventssamstag sanken die Temperaturen dauerhaft in den Frostbereich. Durch den heutigen Eistag steigt die Gesamtzahl des Jahres 2020 auf bislang 11. Allerdings fehlt zum richtigen Winterfeeling eine dicke Schneedecke. Zwar schneite es Vorgestern und auch heute ein wenig, jedoch waren die Mengen nicht ergiebig. So konnte sich trotz der tiefen Temperaturen keine richtige Schneedecke ausbilden und es liegen lediglich Schneeflecken. Am Fichtelberg reichte es gerade zu einer Schneehöhe von 1cm.
Der Trog, welcher gestern und heute Nacht von Nordwesten über Deutschland hereinschwenkte, brachte dagegen dem sonst eher weniger vom Schnee verwöhnten westlichen Mitte und dem Südwesten teilweise bis in tiefere Lagen eine deutliche Schneedecke. So wurden am Morgen in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden bis zu 9cm Schnee (Wiesbaden Auringen, 263m) gemessen und damit sogar geringfügig mehr, als am nur rund 20km entfernten Kleinen Feldberg im Taunus (826m). In Mannheim wurde gar der meiste Schnee seit 3 Jahren beobachtet.

Bild1 Wetterlage 20201201 dazugehörige Wetterlage

wenig Schnee an unserer Station Bild 2 Wetterstation 20201201

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22.11.2020 Winterliche Impressionen vom Fichtelberg

Gestern war ein winterlicher Tag mit kalten Temperaturen, dünner Schneedecke und einigen Sonnenstunden. Dabei wurde an unserer Station ein Eistag (Tmax <= 0°C) mit einer Höchsttemperatur von 0,2°C (11:55 Uhr) nur knapp verfehlt. Unangenehm war besonders ab dem Mittag der frische und böige Wind um Süd. Dadurch fühlte sich der Temperatur mit einem Windchill von bis zu -11,5°C (14:50 Uhr) deutlich kälter an.
Der Fichtelberg präsentierte sich erwartungsgemäß auch sehr winterlich, auch wenn die Schneedecke ebenfalls recht dünn ist. Am Morgen um 07:00 Uhr betrug die Schneehöhe 3cm. Anbei wunderschöne Aufnahmen vom Fichtelberg (Quelle:Martin Bloch):

Bild4 Fichtelberg 20201122 Fichtelberghaus

Bild1 Fichtelberg 20201121 Blickrichtung Norden

Bild2 Fichtelberg 20201121

Bild3 Fichtelberg 20201121

Bild6 Fichtelberg 20201121 Fichtelberghaus und Wetterstation

Bild5 Fichtelberg 20201121

Abendstimmung Bild7 Fichtelberg 20201121

21.11.2020 Neue Kachelmann Station registriert tiefere Temperaturen als im Kälteloch Kühnhaide

Die neue Kachelmann Messstation am Grenzbach (Pöhlbach) in Hammerunterwiesenthal hat heute Morgen tiefere Temperaturen als im bekannten Kälteloch Marienberg-Kühnhaide gemessen. Nachdem gestern am Spätnachmittag die Schneeschauer abgezogen waren, konnte sich bei Bewölkungsrückgang in der Nacht die eingeflossene Kaltluft weiter auskühlen. Am Morgen gegen 07:00 Uhr wurden dann die tiefsten Werte erreicht. Während am Grenzbach der Tiefstwert der Lufttemperatur bei -8,6°C lag, war es in Kühnhaide mit -8,0°C gut ein halbes Grad wärmer. An unserer Station, in leichter Hanglage, reichte es sogar "nur" für minimal -5,6°C (05:45 Uhr).
Damit ist der Höhepunkt der kurzen, winterlichen Episode allerdings schon überschritten. In der Folge setzen sich wieder mildere Luftmassen durch.

Dazu ein paar winterliche Impressionen. Das erste Foto von Oberwiesenthal, die anderen Beiden um den Auersberg (Quelle:Martin Bloch):

 Bild1 20201121 Böhmischer Nebel am Keilberg

Bild2 20201121 Auersberg

Bild3 20201121

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20.11.2020 Teil2: Erste Schneedecke ist am Nachmittag erreicht

Am Nachmittag wird nach weiteren Schneeschauern auch die erste Schneedecke erreicht. Um 16:30 Uhr liegt eine geschlossene Schneedecke von gut 1cm Höhe. Damit liegt an unserer Station sogar etwas mehr Schnee als in Oberwiesenthal in 970m Höhe beim Hotel von Jens Weissflog.

 Bild4 20201120 gut 1cm sind in knapp 820m Höhe erreicht...

Bild5 20201120

Bild6 20201120

etwas weniger Schnee in 970m in Othal: Bild7 20201120

20.11.2020 Teil1: Erster Hauch von Schnee nach nächtlichem Schneefall

Gestern gegen 21:45 Uhr ging der Niederschlag an unserer Station erstmals in dem Herbst ganz in Schneefall über. Im weiteren Verlauf konnten sich trotz des noch warmen Bodens Schneeflecken (Beobachtung 23:00 Uhr) ausbilden. Nach Mitternacht sinken die Lufttemperaturen allmählich in den Frostbereich. Am Morgen wird dann der Tiefstwert von -1,1°C registriert und am Vormittag gibt es gelegentlich leichte Schneeschauer.
Das Gastspiel des Winters verdanken wir einer Kaltfront eines Sturmtiefs über Skandinavien, welche gestern unsere Region südostwärts überquert hat. Mit ihr gelangte aus Nordwesten polare Meeresluft nach Deutschland. Nachhaltig ist der Wintereinbruch allerdings nicht. Bereits am Sonntag steigen die Temperaturen wieder an und zur Wochenmitte ist eher mit ruhigem und zumindest tagsüber mildem Wetter zu rechnen.

Vorschaubild Video Schneefall 20201119 nächtlicher Schneefall

Foto1 20201120

Foto2 20201120 Skihang Othal (Quelle:Martin Bloch)

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12.11.2020 Hochnebel und Lee-Effekte am Kamm von Fichtelberg und Keilberg

Auch heute hält sich der Hochnebel in der Kammregion zwischen Fichtelberg und Keilberg. Beim Überströmen des Fichtelbergrückens löst sich der Nebel dann auf. Durch den Lee-Effekt (nach dem Überströmen des Kamms trocknet die Luft ab) bleibt der Ortsbereich von Oberwiesenthal dann am Vormittag weitgehend nebelfrei. Es scheint bei mäßigem Wind aus Süd bis Südwest überwiegend die Sonne, bevor am Nachmittag hohe Bewölkung aufzieht. Hier ein kurzes Video zum Hochnebel bzw. dessen Auflösung beim Überströmen des Kamms:

Vorschaubild Video 20201112 (Quelle:Martin Bloch)

10.11.2020 Hammerunterwiesenthal vergangene Nacht Kältester Ort Deutschlands

Mit -5,6°C wird an der neuen Kachelmann Wetterstation am Grenzbach (Pöhlbach) die tiefste Lufttemperatur der letzten Nacht in Deutschland gemessen. Nebel und Hochnebel am frühen Morgen verhinderten wohl noch tiefere Werte. Im weiteren Verlauf löst sich der Nebel und Hochnebel größtenteils auf. Lediglich am Kamm in Richtung Tschechien hält sich der Böhmische Nebel auch tagsüber. Anbei ein beeindruckendes Video sowie Foto von Martin Bloch zum Nebel- und Hochnebel über der Gegend um Hammerunterwiesenthal vom Morgen:

Vorschaubild Video Nebel 20201110 Video bitte anklicken

Foto 20201110

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08.11.2020 Neue Kachelmann Wetterstation am Grenzbach mit beeindruckenden Messwerten

Gestern haben Jörg Kachelmann und wir die neue Messstation am Grenzbach (Pöhlbach) in Hammerunterwiesenthal eingerichtet. Die Station steht in der unmittelbaren Lage zur tschechischen Grenze in einer Tallage in 778m über dem Meeresspiegel. Besonders interessant an dem Standort sind die besonders niedrigen Temperaturen, welche dort bevorzugt in wolkenarmen und windarmen Nächten erreicht werden. Schon in der vergangenen Nacht konnten sehr tiefe Temperaturen gemessen werden: So betrug der Tiefstwert in der Luft dort -7,3°C im Gegensatz zu unserer, rund 500m entfernten, sowie knapp 40m höher gelegenen Station. An unserer Station wurde lediglich eine Tiefsttemperatur von -3,1°C registriert. Wir freuen uns auf weiter spannende Messwerte, welche sehr nahe an die des bekannten Kältelochs Marienberg-Kühnhaide heranreichen. Die Stationswerte sind auf der Webseite www.kachelmannwetter.com  unter dem Menüpunkt "Messwerte" einsehbar. Vielen Dank an Jörg Kachelmann und sein Team sowie an Silvio Wandel vom Wetternetz Sachsen für ihre tatkräftige Unterstützung.

Bild1 neue Station 20201107 vor der neuen Station mit Herrn Jörg Kachelmann

Bild2 neue Station 20201108 die neue Station auf Kachelmannwetter

06.11.2020 Bisher kälteste Nacht in dem Herbst

Das langgestreckte Hochdruckgebiet mit dem klangvollen Namen "RAMESH" liegt mit seinem Zentrum über einem großen Teil von Deutschland. Die Antizyklone erstreckt sich vom mittleren Nordatlantik über West- und Mitteleuropa bis in die Schwarzmeerregion. Über unserer Region setzte sich die Alterung der vorgestern eingeflossenen, maritimen Polarluft weiter fort. Bereits gestern Abend gegen 17:30 Uhr sank die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt. In der wolkenarmen sowie windstillen Nacht konnte sich die Lufttemperatur dann auf bis zu -4,8°C (05:50 Uhr) abkühlen. Es ist somit die kälteste Nacht seit dem 02. April (-6,9°C).
Zumindest für die kommenden Tage sieht es nach sonnigem und trockenem Wetter aus. Auch in der Mittelfrist deuten die Läufe der meisten Wettermodelle (ECMWF, GFS) eher eine hochdruckdominierte Witterung an. Die genaue Lage des Hochs entscheidet dann über das Temperaturniveau und ob es sonnig oder eher neblig wird. Nennenswerte Chancen auf Niederschläge gibt es wohl frühestens nach der Monatsmitte.

 Bild1 Frost 20201106 vom Frost erstarrt...

Bild4 Frost 20201106

Bild3 Frost 20201106

                                          Bild5 Frost 20201106 

     Bild2 Frost 20201106 

   Bild6 Frost 20201106

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31.10.2020 Oktoberrückblick sowie wissenswertes zur Erfassung der Niederschlagsmenge

Der Oktober war mit einer Durchschnittstemperatur von knapp 7°C etwas zu mild. Die Abweichung zum langjährigen Mittel beträgt rund +0,6°C. Der einzige zu kalte Monat im Jahr 2020 bleibt somit der Monat Mai mit einer negativen und zugleich deutlichen Abweichung von -1,7°C.
Deutlich auffälliger war im Oktober die Abweichung beim Niederschlag: Mit einer Monatsgesamtmenge von über 120 l/qm (heute 19:00 Uhr: 122 l/qm) wurde mehr als doppelt so viel Niederschlag wie gewöhnlich gemessen (Monatsmittel:57 l/qm).
Seit 14. Oktober vergleichen wir die digitale Niederschlagsmessung zusätzlich mit einer analogen Messungseinrichtung, um eine möglichst hohe Genauigkeit zu erreichen. Dennoch stellt die exakte Niederschlagsmessung eine große Herausforderung dar, da es sehr viele potentielle Fehlerquellen gibt. Einerseits stellt sich eine hohe Anforderung an den Aufstellungsort des Regenmessers: Das Messgerät soll einen doppelten Abstand zur Höhe der Hindernisse im Umfeld aufweisen. Ist der Standort beispielsweise nahe an einer Hauswand der Wetterseite (z.B. in unseren Breiten an der Südwestseite) angebracht, wird die gemessene Regenmenge zu hoch ausfallen und an der gegenüberliegenden Seite zu gering (Quelle: Vischer 1975: Die Fehler der Niederschlagsmessung). Zugleich sollte er aber auch nicht auf einem freien Feld stehen (wegen der Windeinflüsse, Messergebnisse dann wahrscheinlich zu niedrig). Weiter gilt bezüglich der Abdrift, dass je höher der Niederschlagsmesser vom Boden aufgestellt wird, desto geringer wird die registrierte Menge sein. Schon im späten Mittelalter wurde festgestellt, dass auf Turmzinnen der gemessene Niederschlag aufgrund des Windeinflusses geringer als in Bodennähe war. Daher sollte die Aufstellung nicht mehr als maximal 1m über dem Grund erfolgen, außer in schneereichen Gebieten (Empfehlung dort 1,5m Aufstellungshöhe). Auch die genaue Ausrichtung des Auffangbehälters hat einen großen Einfluss auf das Messergebnis (exakt waagrechte Ausrichtung, oder hangparallele Auffangfläche). Andererseits induzieren Regenmesser bauartbedingt weitere Fehler, hier die wichtigsten:
- Verdunstung von Haftwasser am Regentrichter (z.B. Umgebungstemperatur, Oberflächenbeschaffenheit durch Material, Farbe des Regentrichters usw.)
-
Außenform des Auffangtrichters sowie die Verwendung eines Windschutzringes gegen die Abdrift
- Innenform des Messtrichters (je flacher, desto mehr herausspritzende Tropfen, besonders bei großen Tropfen)
- ein- und herausgewehter Schnee im Trichter
- bei Dauerniederschlägen Kippvorgänge des Niederschlagsmessers (Niederschlag während des Kippvorganges wird nicht registriert)
- mögliche, zufällige Fehler, wie z.B. Verunreinigungen mit Verstopfung, Schiefstellung durch Schnee- oder Winddruck, Ansetzen von Raureif usw.
- Fehler in der Auswertung, wie z.B. Kalibrierung, Übertragung usw.

Bild1 Regenmessstation 20201014 Digitaler und analoger Regenmesser

analoger Regenmesser mit Verdunstungsschutzdeckel Bild2 analoger Regenmesser 20201014

24.10.2020 Hohe Bodenfeuchte

 Eine hohe Bodenfeuchte zeigt sich derzeit besonders in den oberen Lagen des Erzgebirges. Vor allem die ergiebigen Niederschläge vom 26. September und dem 14.Oktober sorgten für eine Sättigung durch Feuchtigkeit in den Bodenschichten bis 60cm. An unserer Station fielen im September 89,4 l/qm. Durch den gestrigen Regen sind nun im Oktober die 90 l/qm bereits erreicht. Damit fallen beide Monate deutlich zu nass aus. Gemäß dem Klimamittel sind im September lediglich 67 l/qm und im Oktober sogar nur 57 l/qm zu erwarten.
Seit Jahresbeginn fielen bis heute 754,6 l/qm. Im besonders trockenen Jahr 2018 wurden insgesamt nur 700 l/qm erreicht.

Bild Bodenfeuchte 20201014

Bild Stationsniederschläge 20201024 Stationswerte

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14.10.2020 Tief "Gisela" bringt viel Dauerregen und auf dem Fichtelberg und Keilberg Schnee

Tief "Gisela", welches sich gestern vom Balkan Richtung Polen verlagerte, griff in der Nacht und heute auf Sachsen über. Am gestrigen, späten Abend setzte Dauerregen ein, welcher sich im weiteren Verlauf intensivierte. Bei recht konstanten Temperaturen zwischen knapp 3°C (Tmin 2,9°C) bis gut 4°C (Tmax 4,4°C gegen Spätnachmittag) gab es kräftige Winböen aus Nordwest bis Nord. Bis zum Abend überschreitet die Regensumme an unserer Station deutlich die 40 l/qm-Grenze (bis 20:30 Uhr: 45,4 l/qm). Noch höhere Niederschlagssummen werden teilweise im Osterzgebirge erreicht.
In den Höhenlagen über gut 1000m fällt Schnee und auf den beiden höchsten Gipfeln des Erzgebirges, Fichtelberg und Keilberg, kann sich eine Schneedecke bilden. Am Fichtelberg werden am Vormittag 4cm des "weißen Goldes" gemessen. Die Schneegrenze liegt tagsüber bei rund 1100m. Allerdings taut der Schnee dann bei leicht steigenden Temperaturen zum Nachmittag zunehmend und der Niederschlag geht bis in die Gipfellagen in Regen über.

 Bild Schnee Keilberg 20201014 Keilberg

Ausgedehntes Niederschlagsgebiet über Sachsen:

Quelle:EUMETNET Bild NS Radar EUMETNet 20201014

11.10.2020 Heute 100. Kalter Tag (Tmax < 10°C) im Jahr 2020

Die, gestern an der Südflanke eines Tiefdruckkomplexes eingeflossene, kühle Meeresluft brachte vergangene Nacht Frost (Tmin -0,5°C, 03:25 Uhr). Dabei verhinderte der leichte Wind und die Bewölkung noch tiefere Temperaturen. Auch tagsüber bleibt es mit einer Höchsttemperatur von nur 6,5°C recht kühl. Es ist zugleich der 100. Kalte Tag im aktuellen Jahr.
Recht ungemütlich sind ebenfalls die Aussichten zur Wochenmitte: Ein Tief könnte mit Vb-ähnlicher Zugbahn bis zum Mittwoch unter Verstärkung über Polen liegen. Dabei würde sich an seiner Westflanke ein scharfer Druckgradient ausbilden, welcher zu einem böig auffrischenden Nordwest- bis Nordwind führt. Es wäre mit, von Südosten übergreifenden, teils ergiebigen Niederschlägen zu rechnen. Bei einer Temperatur in rund 1500m Höhe (850 hPa) von rund 0°C könnte es dann vor allem im Westerzgebirge in den Gipfel- und Kammlagen (eventuell sogar bis auf ca. 800m  Höhe) nasse Schneeflocken geben. Da die genaue Zugbahn des Bodentiefs jedoch noch recht unsicher ist, wäre dies nur ein mögliches Szenario.

Bild 100 Kalter Tag 20201011

Vorschau auf die mögliche Wetterlage am Mittwoch, den 14.10.2020:

Bild Bodenwetterkarte Europa 20201014

Bild Icon Modellkarte 850hpa 20201014 850 hPa Temperaturkarte

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03.10.2020 Böhmischer Wind mit hochnebelartigen Wolken, Unwetter auf der Alpensüdseite

Am Tag der Deutschen Einheit brachte der böhmische Wind vor allem in der vergangenen Nacht und in der 1.Tageshälfte Nebel und hochnebelartige Wolken. Im weiteren Verlauf drehte der vorwiegend südöstliche Wind mehr auf Süd und so konnten sich die Wolken zum späten Nachmittag mehr und mehr auflösen. Gegen Abend zeigt sich dann vorrübergehend auch die Sonne.
Der höchste Berg des Erzgebirges, der Keilberg auf tschechischer Seite, liegt meist über den hochnebelartigen Wolken. Hierzu ein sehenswertes Video aus der Luft über den Wolken:

Videovorschaubild 20201003 (Blick zum Keilberg)

Während der Tag in unserer Region zwar eine hohe Luftfeuchtigkeit aber sonst trockenes Wetter brachte, gab es auf der Alpensüdseite in einer kräftigen Südströmung eine intensive Föhnlage. Diese brachte unwetterartige Niederschläge auf der Südseite der Westalpen. Betroffen waren neben Teilen der Schweiz vor allem Norditalien mit der Region Piemont. Die Station Limone Pancani (1875m) meldete sogar rund 600 l/qm in 24 Std. und damit mehr Niederschlag, als durchschnittlich in Leipzig in einem Jahr fällt.

Bild Europabodenwetterkarte 20201003 (Wetterlage am 03.10.2020)

30.09.2020 Ruhiges Herbstwetter mit  Nebel und Sonne

In einer gradientschwachen Wetterlage unter einer flachen Hochdruckzone konnte sich in der Nacht die Temperatur wieder auskühlen. Dabei reichte es hier zwar nicht zu Luftfrost (Tmin 1,9°C, 03:50 Uhr), aber in der sehr kühlen Luft bildete sich bei gleichzeitig sehr hoher Luftfeuchtigkeit in der Folge Nebel. Am späteren Morgen schaffte es dann die Sonne sich durch den Nebel zu kämpfen. Zu dieser Zeit ergibt eine wunderschöne Herbststimmung:

 Bild1 Nebel 20200930 (Quelle:Martin Bloch)

Blick Richtung Pöhlbach Bild2 Nebel 20200930

Bereits einer Woche zuvor, am 22.09.2020, gab es in der kalten Luft im Bereich des Grenzbaches zu Tschechien Nebel:

Bild Nebel 20200922

Bild2 Nebel 20200922

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28.09.2020 Erster Frost an der Station im Herbst 2020

Die vergangene Nacht war nur gering bewölkt und zum Morgen sogar wolkenlos. Bei gleichzeitig nur wenig Luftbewegung konnte es sich gut auskühlen. Gegen 00:30 Uhr sinkt die Lufttemperatur dann erstmals in diesem Herbst an unserer Station in den Frostbereich. Das Minimum wird dann um 07:25 Uhr mit -0,7°C gemessen.
Auch in Marienberg-Kühnhaide (Tmin -3,2°C) und in Morgenröthe (Tmin -0,4°C) wird Frost registriert.

Bild Reif 20200928 Reif am Boden und an Bäumen

26.09.2020 Update zum Abend zu erstem Hauch von Winter auf dem Fichtelberg

Am Nachmittag gehen die Temperaturen dann langsam wieder zurück. Am Abend liegt die Temperatur am Fichtelberg dann doch im Frostbereich bei -0,2°C und Schneefall. Selbst an unserer Station in 817m Höhe mischen sich vereinzelte nasse Flocken bei gut 2°C (19:25 Uhr: 2.2°C) unter den anhaltenden Regen. Bemerkenswert für September ist auch die niedrige Höchsttemperatur des Tages von nur 4,3°C. Die Niederschlagssummen steigen weiter an und erreichen seit Mitternacht bis heute Abend 20:30 Uhr rund 40 Liter. In Oberwiesenthal wird durch Stau bei Südostströmumg am Fichtelbergrücken noch deutlich mehr registriert.
Besonders am Fichtelberg sieht es am Abend dann nochmal winterlicher aus, als am Morgen. Hierzu ein paar aktuelle Eindrücke von Martin Bloch:

Bild Fichtelberg abends 20200926

Bild2 Fichtelberg abends 20200926      Bild3 Fichtelberg abends 20200926

Video Vorschaubild 20200926

26.09.2020 Erster Hauch von Winter auf dem Fichtelberg

Ein Tiefdruckkomplex über Mitteleuropa beschert Deutschland kühle Temperaturen und teils Dauerregen. In der vorherrschenden, südöstlichen Höhenströmung setzten aus Richtung Tschechien kurz vor Mitternacht langanhaltende Niederschläge ein. Dabei sank die Temperatur an unserer Station bis  3,4°C (04:45 Uhr) ab und liegt seitdem auch tagsüber nur um 4°C. Am Fichtelberg lag der Tiefstwert der Temperatur gegen 04:30 bei 0,1°C und der Niederschlag fiel dort dann als Schnee. Im Morgenverlauf ging der Schneefall bei etwas ansteigenden Temperaturen auf knapp 1°C allerdings in Schneeregen über. Trotzdem konnten sich im Gipfelbereich Schneeflecken bilden und sorgten für einen Hauch von Winter. Die Schneegrenze lag bei rund 1150m Höhe.

Bild1 Fichtelbergschnee 20200926 (Quelle:Martin Bloch)

                       Bild2 Fichtelbergschnee 20200926 (Quelle:Martin Bloch)

Bild3 Fichtelbergschnee 20200926 (Quelle:FSB Gmbh)

Dazugehörige Wetterlage mit Bodendruckkarte und Niederschlagsradarkarte für Europa:

                           Bild Bodenkarte DWD 20200629

Bild NiederschlagsradarEumetNet 20200926

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21.09.2020 Alpakas genießen Altweibersommer

Der Hochdruckeinfluss der vergangenen Tage brachte frische Nächte sowie sonnige und warme Tage. So lag der Tiefstwert der Lufttemperatur vergangene Nacht an unserer Station bei 4,6°C. Am Tage stiegen die Temperaturen dann rasch an und am späten Mittag wurde mit 18,1°C (14:40 Uhr) der Höchstwert erreicht. Auf der Traumweide von Oberwiesenthal genossen auch die Alpakas sichtlich das schöne Spätsommerwetter.
Hierzu ein schönes Video sowie Fotos von Martin Bloch:

Video Traumweide 20200921 Alpakas Oberwiesenthal

Bild1 Traumweide 20200921 Traumweide mit Fichtelbergblick

Bild2 Traumweide 20200921

Bild3 Traumweide 20200921

18.09.2020 Luftfrost in einigen Hochtälern des Erzgebirges

Die Kaltfront, welche uns am frühen Donnerstag südwärts überquerte, führte kühle und sehr trockene Luft heran. So blieb es auch gestern niederschlagsfrei und die Wolken lösten sich in Tagesverlauf weitgehend auf. In der wolkenarmen bis wolkenlosen Nacht konnte die Luft dann deutlich auskühlen. Während es z.B. in Marienberg-Kühnhaide (Tmin -5,4°C) und in Morgenröthe (Tmin -1,8°C) Luftfrost gab, reichte es an unserer Station (Tmin 1,1°C) nicht ganz zum ersten Frost im 2. Halbjahr des Jahres 2020. Begünstigt waren die Muldenlagen der Hochtäler. Wahrscheinlich hat es im Bereich des Pöhlbachs (rund 25m unterhalb unserer Station in rund 200m Entfernung) ebenfalls zu Luftfrost gereicht.
Immerhin gab es auch im Stationsbereich Bodenfrost mit Reifbildung (siehe Foto unten von 08:30 Uhr mit verreiftem Gras im Schatten der Bäume). Vergangenes Jahr gab es den ersten Luftfrost am 19. September (-0,3°C).

 Foto Bodenfrost 20200918

15.09.2020 Totz sehr warmer Subtropikluft reicht es nicht mehr zu einem Sommertag

Trotz Zufuhr sehr warmer Subtropikluft und ungehinderter Sonneneinstrahlung bei meist wolkenlosen Himmel wurden die 25°C, das Kriterium für einen Sommertag, verfehlt. So wurde heute an unserer Station die Tageshöchsttemperatur um 15:55 Uhr mit 23,6°C gemessen. Gestern reichte es maximal sogar "nur" zu 22,9°C. In den tieferen Lagen des Erzgebirges war es dagegen erwartungsgemäß deutlich wärmer. An der 387m über dem Meeresspiegel gelegenen Station des Deutschen Wetterdienstes in Aue wurden um 15:30 Uhr mit 29,3°C sogar knapp 30°C erreicht. Temperaturen von 30°C oder mehr sind das Kriterium für einen Heißen Tag bzw. Hitzetag.
Einen solch warmen Tag gab es bei uns im aktuellen Jahr überhaupt nicht (Jahreshöchstwert 28,9°C am 21.August). Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bleibt es im Jahr 2020 auch bei den 10 Sommertagen aus dem August.
Morgen gegen Abend und in der Nacht dreht die Strömung auf nördliche Richtungen und führt deutlich kühlere Luftmassen heran. Niederschläge wird es an der Kaltfront aber meist nicht, oder bestenfalls nur geringfügig geben, so dass die Trockenheit im September weiter geht. Bisher fielen im September erst 11 l/qm.

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12.09.2020 Wochenstart verläuft vermutlich nochmal sommerlich

Einen "Sommernachschlag" wird es voraussichtlich am Montag/Dienstag der kommenden Woche geben. Zwischen hohem Luftdruck mit Schwerpunkt Richtung Slowakei und tiefem Druck südwestlich von Irland herrscht dann ein leichter bis mäßiger, südöstlicher Wind vor. Dabei wird sehr warme Luft heran geführt. Selbst in 850 hPa (rund 1500m Höhe) beträgt die Lufttemperatur vermutlich knapp 20°C. Für unseren Stationsbereich wird damit besonders am Dienstag durchaus nochmal ein Sommertag (Tmax >=25°C) möglich. Seit Messbeginn im Jahr 2017 wäre es der späteste. Der bisherige, späteste Sommertag war am 12. September 2018 (Tmax 25,1°C).

Europaprognosekarte Vorschau auf Dienstag

02.09.2020 Frische Nacht mit Bodenfrost

Zu Beginn des meteorologischen Herbstes gestern gab es in der Nacht auf heute gleich Tiefsttemperaturen nahe des Gefrierpunktes. Das Minimum in der Luft wurde um 05:45 Uhr mit 1,0°C gemessen. Am Boden sanken die Temperaturen sogar in den Frostbereich, so dass sich Reif bilden konnte. Es war die kälteste Nacht seit 31.Mai (Tmin 0,5°C).

Bild Abendrot 20200901 Abendrot gestern

31.08.2020 Regenbilanz Italientief "Marlis"

Die Gegenstromsituation, verursacht durch das Tief "Marlis", brachte die erwartet ergiebigen Regenmengen im Erzgebirge. Der Niederschlagsschwerpunkt lag quer über Sachsen, in einem Streifen von Südwest nach Nordost. Damit fiel der meiste Regen nicht in den Kammlagen des Erzgebirges, sondern eher im Vorland bis in mittlere Lagen. Spitzenreiter im Vogtland war die Station an der Talsperre Falkenstein (540m ü.NN.) mit 82,9 l/qm in 24 Stunden von gestern bis heute 08:00 Uhr. Im Erzgebirgskreis meldete Stollberg (424m ü.NN.) mit 80,5 l/qm im gleichen Zeitraum die höchsten Niederschlagswerte.
Obwohl es auch an unserer Station langanhaltend und schauerartig verstärkt regnete, kamen "nur" 38 l/qm zusammen. In naher Umgebung wurde dagegen höhere Niederschlagswerte registriert: Oberwiesenthal 42 l/qm, Fichtelberg-Hütte 59,1 l/qm und Talsperre Cranzahl 56 l/qm. Für die Talsperre Cranzahl war das flächendeckende Großregenereignis ein Segen, da der Wasserstand des der Trinkwasserversorgung dienenden Stausees nach 2 trockenen Vorgängersommern stark unterdurchschnittlich ist.

 Niederschlagsmengenradar 20200831 Niederschlagssumme 24 Std.

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30.08.2020 Italientief "Marlis" bringt Herbstwetter mit Starkregenpotenzial bei Gegenstromlage

Vb (Fünf b) ähnliche Strukturen der Großwetterlage bringen heute herbstliches Regenwetter mit Unwetterpotenzial in Bezug auf Regenmengen ins Erzgebirge. Dabei zieht Tief "Marlis" im Tagesverlauf unter Verstärkung von Österreich nach Schlesien und führt zu einer Gegenstromsituation, bei der am Boden vorübergehend Nordwind, in der Höhe Südsüdwest vorherrscht. Die einfließende Luftmasse ist sehr feucht, so dass die Scherung der kühleren Luftmassen aus Nordwesten und der wärmeren im Südosten zu schauerartig verstärkten (konvektiven) Niederschlägen führen kann.
Bis zum Abend fallen im Erzgebirge flächendeckend teils über 10 l/qm. Größere Regenmengen sollten dann in der kommenden Nacht zu erwarten sein. Tatsächlich nimmt die Regenintensität dann gegen 20 Uhr deutlich zu.
Auch die die Temperaturen erinnern bei dieser Wetterlage eher an den kommenden Herbst als an den Sommer. So liegt die heutige Höchsttemperatur an unserer Station bis zum Abend bei lediglich bei 12,8°C. 

Bild Niederschlagsradar 20200830 Niederschlagsradar (Quelle:EUMETNET)

Bodenwetterkarte Europa Bild Bodenwetterkarte Europa 20200830

Bild1 Stationsherbst 20200830   Bild2 Stationsherbst 20200830

Bild Abendrotwolken Fichtelberg 20200830 Vorgestern: Abendrot Wolken am Fichtelberg (Quelle:Martin Bloch)

 

21.08.2020 Furioses Sommerfinale mit Temperaturhöchstwert des Jahres

Zehn Tage vor Ende des meteorologischen Sommers gibt es nochmal einen Höhepunkt in Bezug auf Sonne und Wärme. Heute messen wir an unserer Station die höchste Temperatur des Jahres. Gegen 14:30 Uhr wird die bisherige Maximaltemperatur von 28°C (1. August) überschritten. Vorderseitig der Kaltfront eines Tiefs bei den Britischen Inseln und im Bereich eines langsam ostwärts schwenkenden Höhenrückens gelangt heiße Subtropikluft in den Osten Deutschlands. Folglich beschert uns die Luftmasse nicht nur den 10. Sommertag des Jahres (Tmax >= 25°C) sondern mit 28,9°C um 16:55 Uhr den Jahreshöchstwert. Der August wird somit voraussichtlich deutlich zu warm ausfallen. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von aktuell 17,04°C liegt die Temperaturabweichung des Monats bereits bei +3,14°C.
Die kommenden Tage werden dann allerdings deutlich kühler werden.

Blumenbild Augustsommer Tation

Bodenwetterkarte 20200821   500 hPa Karte 20200821

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08.08.2020 Hitzewelle erreicht Erzgebirge

Die erste Hitzewelle des Sommers erreicht seit gestern auch Sachsen und das Erzgebirge. Sehr warme bis heiße Luft aus östlicher Richtung brachte bereits gestern Heiße Tage mit Temperaturen über 30°C in unsere Region. Während in den tieferen Gebieten gestern schon die 30°C Marke überschritten wurde und heute sogar 34°C (Aue, in 387m Höhe) erreicht wurden, war es in den höher gelegenen Erzgebirgslagen deutlich angenehmer. So betrugen die Höchsttemperaturen an unserer Station gestern lediglich 25,6°C und heute 27,9°C. Es sind zugleich die Sommertage (Tmax >= 25°C) drei und vier im aktuellen Jahr.
Noch frischer war es erwartungsgemäß auf Sachsens höchster Erhebung, dem Fichtelberg, mit heute maximal 25°C gegen 16:30 Uhr (2. Sommertag).
Auch in den kommenden Tagen geht es voraussichtlich noch sehr warm bis heiß weiter, auch wenn vermutlich der Höhenpunkt der größten Wärme des Sommers bereits an diesem Wochenende erreicht wurde.

flächendeckende Hitzewarnung bis auf die höchsten Lagen des Erzgebirges, markiert ist die Fichtelbergregion mit unserer Station:

Bild Hitzewarnung DWD 20200808

01.08.2020 Erster Sommertag im Jahr 2020

Heute ist es soweit: Der Erste Sommertag im Kurort Oberwiesenthal im Jahr 2020. Gegen 12:15 Uhr wird an unserer Station die 25°C Marke erreicht. Die heiße Luft, welche am Rande einer von Skandinavien bis zum Balkan reichenden Hochdruckzone nach Deutschland gelangte, führte zu der deutlichen Erwärmung. Bei fast ungehinderter Sonneneinstrahlung steigen die Temperaturen dann in recht trockener Luft bis auf über 27°C an (14:30 Uhr: Luftfeuchte 36%, Temperatur 27,3°C). Die Höchstemperatur um 18:20 Uhr beträgt sogar 28,0°C (Luftfeuchte 31%).
In den tiefer gelegenen Erzgebirgslagen werden dagegen teils Heiße Tage, mit 30°C und mehr, registriert: So z.B. recht deutlich in Aue (387m ü.NN.) mit 32,3°C (16:50 Uhr).
Lediglich am Fichtelberg und Keilberg bleibt es etwas kühler, obwohl die Maximaltemperatur auch hier erstmalig die 25°C überschreitet.

Bild Traumwetter 20200801

Farbkarte Wetterlage Europa 20200801 Wetterlage Europa

28.07.2020 Weiter warten auf den 1. Sommertag

Auch heute reichte es nicht zu dem ersten Sommertag (Tmax >= 25°C) an unserer Station. Mitteleuropa lag unter der Vorderseite eines Tiefs über Westeuropa, dessen Drehzentrum sich über der Nordsee langsam ostwärts verlagerte. Dabei gelangte vor der Front ein Schwall heißer Luft in den Südosten Deutschlands mit Temperaturen von rund 20°C in rund 1500m Höhe. So stieg die Temperatur am Vormittag bei böigem Südwestwind rasch bis zum heutigen Höchstwert von 24,5°C an. Aufziehende Wolken verringerten die Sonneneinstrahlung und verhinderten dann ein weiteres ansteigen.
Damit bleibt auch der Juli hier möglicherweise ohne Sommertag. Zum Augustbeginn am Samstag zeichnet sich durch ein recht kräftiges Islandtief erneut eine Vorderseitenlage ab und beschert uns vermutlich dann doch den ersten Sommertag des Jahres 2020.

26.07.2020 Spätnachmittagliche Schauer ziehen knapp vorbei, Juli bleibt zu trocken

Am frühen Vormittag gibt es zwar an unserer Station zeitweiligen Regen, es fallen aber lediglich 2,2 l/qm. Die für den Nachmittag und Abend vorhergesagten Schauer und Gewitter ziehen leider, teils sehr knapp, vorbei und bringen nur noch einzelne Tropfen. Damit sieht es nach einem sehr trockenen Monat Juli im Jahr 2020 aus. Bis heute Abend fallen in dem Monat nur 28,6 l/qm.
Nachdem heute die warme Luft durch etwas kühlere Meeresluft ersetzt wurde, wird sich unter nachfolgenden Hochdruck zum Dienstag voraussichtlich Warmluftadvektion (WLA) kurzzeitig durchsetzen können, dass es dann womöglich den ersten Sommertag (Tmax >= 25°C) geben wird. Im außergewöhnlich warmen Vorjahr gab es den ersten Sommertag bereits am 2. Juni.

Foto Wolken 20200726

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19.07.2020 Kräftiger, gewittriger Schauer

Am späten Vormittag liegt unsere Station unter einem kräftigem, gewittrigem Schauer. Angesichts fehlender Höhenwinde ziehen die Wolken nur sehr langsam und es kommen innerhalb von nur 25 Minuten 9,4 l/qm und in 1,5 Stunden insgesamt 10,8 l/qm zusammen. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt in einem Bereich zwischen Hammerunterwiesenthal, Bärenstein, Cranzahl (Talsperre: 23,8 l/qm) und Crottendorf. In Teilen von Oberwiesenthal fällt nur sehr wenig Regen (0,2 - 0,5 l/qm). Am benachbarten Keilberg bleibt es dabei sogar ganz trocken.
Die, in den letzten Tagen eingeflossenen Meeresluft, hat sich weiter erwärmt. Eine weitere Anfeuchtung der Luft von Polen und Tschechien her in Verbindung mit der tageszeitlich bedingten Einstrahlung war ein guter Nährboden für kräftige Schauer.

Foto1 20200719 Die Natur genießt die Feuchtigkeit (Fingerhut, giftig)

Foto2 20200719 kräftiger Schauer

12.07.2020 Frostige Nacht mitten im Juli

Unter einer, vom Azorenraum über England hinweg zum südöstlichen Mitteleuropa reichenden Hochbrücke, war es die vergangene Nacht wolkenarm bis wolkenlos. So konnte in der windstillen Nacht die zuvor eingeflossene Meeresluft polaren Ursprungs auskühlen. Resultierend gab es im oberen Erzgebirge sogar gebietsweise Frost mitten im Juli. Besonders kalt war es dabei am Boden. Während es in Marienberg-Kühnhaide ab Mitternacht sogar Luftfrost gab (Tmin -2,6°C), reichte es an unserer Station immerhin für Bodenfrost mit Reifbildung. Die Tiefsttemperatur der Luft wurde gegen 05:30 Uhr mit 1,7°C erreicht.

Foto Reif 20200712 Reif im Juli

07.07.2020 Erweiterungen auf unserer Webseite

Während es beim Wetter keine Neuigkeiten gibt und der Sommer bislang unauffällig durchschnittlich verläuft, hat sich dagegen einiges auf unserer Webseite geändert. Hier die wichtigsten Neuerungen: Auf Startseite "Home" ist unter der Wetterübersichtstabelle nun der Vorhersagetext des Deutschen Wetterdienstes für Sachsen zu finden. Zusätzliche Karten gibt es auf der Seite "Aktuell". Bei "Vorhersage" sind u.a. die Vorhersagetexte des DWD für Deutschland bis zu 10 Tagen untergebracht sowie Wetterkarten für Europa. Auch unter dem Menüpunkt "Schnee" finden sich jetzt Karten für Europa. Auf manchen Seiten wurden zur leichteren Navigation Untermenüs hinzugefügt.
Viel Freude beim Erkunden.

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28.06.2020 Weiterhin noch kein Sommertag trotz schwülwarmer Luft

Auf der Vorderseite eines Tiefdruckgebietes bei Schottland war gestern und heute feuchtwarme Luft im Erzgebirge wetterbestimmend. Dabei wurden vor allem gestern im Flachland von Sachsen (z.B. Leipzig und Dresden) wieder Heiße Tage mit Höchsttemperaturen von bis zu 32°C registriert. An unserer Station dagegen wurden die 25°C Marke und damit der erste Sommertag knapp verfehlt (Tmax 24,7° um 15:25 Uhr). Dabei gibt es trotz der feuchten Luft nur geringe Niederschlagsmengen: Gestern fallen mit Blitz und Donner nur 0,6 l/qm und heute mit Donnergrollen 1,8 l/qm. Dennoch ist der Juni mit bisher insgesamt 122,4 l/qm deutlich zu nass.
Am späten Abend und in der kommenden Nacht überquert dann die Kaltfront des Tiefs bei Schottland das Erzgebirge und führt kühlere Meeresluft heran.

Foto Wolken 20200627 Bedrohliche Wolken mit wenig Regen gestern

21.06.2020 Faszinierende Wolken am Abend

Am Abend gibt es von unserer Station aus faszinierende Abendwolken über České Hamry (CZ, Böhmisch Hammer) zu bewundern. Die bald untergehende Sonne beleuchtet die Wolken partiell und bringt eine schöne Abendstimmung.

Bild1 Wolken20200621 Abendwolken über Tschechien

Bild2 Wolken20200621

20.06.2020 Erneut ergiebiger Regen, Monatssoll bereits übertroffen

Der Dauerregen heute Nacht und am Vormittag bringt erneut ergiebige Niederschlagsmengen. Bis heute Mittag 12 Uhr fallen 22,8 l/qm. Damit sind im Juni insgesamt bereits 110,8 l/qm gefallen. Im gesamten Juni des Vorjahres wurden die 100 l/qm noch knapp verfehlt (99,8 l/qm). Der langjährige Durchschnitt für den Niederschlag im Juni liegt bei 89 l/qm.
Für die kommenden Tage sieht es dann nach zunehmend trockenerem Wetter aus. Auch werden die aktuell noch kühlen Tagestemperaturen (12 Uhr: 11,1°C) sukzessive ansteigen. Bis zum kommenden Wochenende wird dann unter Hochdruckeinfluss voraussichtlich wieder die 20°C-Marke erreicht.

Bild Wolkengrenze 20200620 Wolkenuntergrenze bei ca. 900m

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14.06.2020 Gestern wärmster Tag des Jahres, heute gewittriger Regen in feuchter Luftmasse

In der feuchtwarmen Luft wurden gestern in Sachsen die bislang höchsten Temperaturen des Jahres gemessen. Während vor allem in Nordsachsen vielerorts ein Heißer Tag mit Temperaturhöchstwerten von über 30°C (Klitzschen bei Torgau 34°C) erreicht wurden, wurde an unserer Station mit dem Maximum von 24,3°C (15:15 Uhr) sogar der erste Sommertag (Tmax >=25°C) knapp verfehlt. Dennoch war es auch hier die höchste Temperatur des Jahres 2020.
Nach Mitternacht setzten dann die ersten, teils gewittrigen Schauer ein, welche sich heute tagsüber dann noch intensivierten. Bis 13 Uhr fallen 16 l/qm Niederschlag und es regnet noch weiter. Mit bislang insgesamt 75 l/qm deutet sich ein zu nasser Juni an. Nach den vergangenen 2 trockenen Sommern in Folge ist das ein Segen für die Natur.
Wetterprägend ist zur Zeit eine über Deutschland liegende Tiefdruckrinne, in deren Bereich sehr feuchte, warme und zu Gewittern neigende Luft wetterwirksam ist. Dabei kommt es vor allem in einem Streifen von Nordwestdeutschland nach Nordostbayern und nach Westsachsen zu Gewittern und Starkregenfällen mit Unwettergefahr. Wir liegen dabei südlich einer hochreichenden Antizyklone über Skandinavien und Finnland im Bereich eines von Südosteuropa ausgehendem Bodentrog, der von Tschechien bis nach Nordwestdeutschland reicht.

Bild Wetterlage 20200614 Wetterlage Bodenkarte

Niederschlagsradarkarte Europa Bild Niederschlagsradar 20200614

03.06.2020 Erstmaliges überschreiten der 20°C-Marke bringt Gewitter mit Starkregen und Hagel

Heute Mittag kurz nach 12 Uhr steigt das Thermometer erstmals im Jahr 2020 über die 20°C Marke. Bei wechselnder Bewölkung wird die Maximaltemperatur mit 21,7°C um 15:35 Uhr erreicht. Am Spätnachmittag bildet sich dann über unserem Gemeindegebiet ein Gewitter aus. Zunächst beginnt es zu blitzen, donnern und leicht zu regnen. Die Niederschlagsintensität steigert sich im weiteren Verlauf deutlich und es mischen sich auch Hagelkörner unter den Regen. Dabei kommt es zu einem kräftigen Temperaturrückgang bis auf 9,6°C. Insgesamt fallen in nur einer Stunde 21,4 l/qm.

Foto Gewitter 20200603

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26.05.2020 Wechselnde Bewölkung mit "dampfendem" Erzgebirgskamm

Während am Rande eines Hochs mit Schwerpunkt über dem Ärmelkanal weiter frische Meeresluft polaren Ursprungs in unsere Region strömte, war das Wetter wechselhaft und abwechslungsreich. Am Himmel zeigte sich sehr unterschiedliche Bewölkung. Zeitweilig schien der Erzgebirgskamm um den Fichtel- und Keilberg zu "dampfen", hervorgerufen durch aufsteigende Wolkenfetzen. Hierzu ein sehenswertes Video und zwei Fotos (Quelle:Martin Bloch):

Vorschaubild Video 20200526 Video "dampfender" Erzgebirgskamm

Bild1 20200526 um Bärenstein

Bild2 20200526

23.05.2020 Kräftiger Regen

Gestern Abend erreichte uns ein erstes Niederschlagsgebiet mit schauerartig verstärktem Regen. Die Nacht verlief dann bei weiteren Schauern recht mild. Erstmalig im aktuellen Jahr wurden in der Nacht durchgehend bis zum Morgen zweistellige Plusgrade bei der Temperatur registriert (Tmin 10,2°C um 07:45 Uhr). Während es am Vormittag vorrübergehend trocken blieb, griff am Mittag ein weiteres Regengebiet auf unsere Region über. Es gehört zu der Kaltfront eines Sturmtiefs nordwestlich von Schottland und führt einen Schwall erwärmter Polarluft heran. Daher setzte ein Temperaturrückgang ein und die Temperatur lag am Nachmittag um 17:00 Uhr mit nur noch 7,8°C deutlich niedriger als noch in der vergangenen Nacht. In den letzten 24 Stunden fielen insgesamt 18,4 l/qm.

 Bild Wolken 20200523 Stratus Wolken über Othal (Quelle:Martin Bloch)

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19.05.2020 Lokale Föhnwolken am Erzgebirgskamm

Heute Mittag konnte man um Hammerunterwiesenthal schöne Föhnwolken beobachten. In Blickrichtung Südost hatten sie sich im Kammbereich gebildet. Ungewöhnlich war dabei die Windrichtung, welche zwischen Nordwest und Nordost lag. In Böen wurde bis zu Windstärke 5 Bft gemessen. Erzgebirgsföhn ist in der Regel bei Windrichtungen von Südost bis Südwest zu erwarten. Die Höchsttemperatur betrug 18,7°C (14:15 Uhr). Im Jahr 2020 wurde die bisherige Maximaltemperatur am 12. Mai mit 19,2°C erreicht.

 Foto1 Föhnwolken 20200519

Foto2 Föhnwolken 20200519

17.05.2020 Die weiter einfließende Polarluft erwärmt sich sukzessive

Zwischen tiefem Luftdruck über Skandinavien und einer von der Biskaya bis nach Osteuropa reichenden Hochdruckzone strömt erwärmte Meeresluft polaren Ursprungs in unsere Region. Die zunehmende Erwärmung zeigt sich bereits gestern mit wieder zweistelligen Höchstwerten bei der Temperatur. Während gestern Morgen mit -2,6°C noch der 6. Frosttag in Folge registriert wurde, war die vergangene Nacht mit einer Tiefsttemperatur von 0,3°C wieder frei von Luftfrost. Im aktuellen Jahr wurden damit trotz des sehr milden Winters bisher 93 Frosttage erreicht.
Während unsere Station für das Jahr 2020 bislang beim Niederschlag mit 279,2 l/qm noch einigermaßen im langjährigen Mittel liegt, zeigt sich an der Talsperre Cranzahl weiterhin das Defizit resultierend aus den 2 vorangegangen, trockenen Jahren.

Foto Talsperre Cranzahl 20200517 Talsperre Cranzahl

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12.05.2020 Kalte Polarluft bringt in der 2. Maidekade nochmals Schnee und Frost

Ausgehend von einem Viererdruckfeld (Hoch über dem Mittelmeer und Trog über Skandinavien stehen im Westen einem Tief über der Iberischen Halbinsel und einem kräftigen Hoch nordwestlich von Irland gegenüber) wurde gestern mit einer Nordströmung kalte Polarluft nach Deutschland geführt. Über der Mitte wurde das Vordringen der arktischen Luft durch die im Südosten noch vorherrschende Südwestströmung mit feuchtmilder Luft gebremst. Die einfließende Kaltluft drückte die feuchte Warmluft nach oben und durch Hebung intensivierten sich die Niederschläge in einem breiten Streifen vom Südwesten bis nach Vorpommern und Brandenburg. Während es in unserer Region am Vormittag und Mittag bei deutlichen Plusgraden noch Sprühregen gab, nahm bei langsamer, südöstlicher Verlagerung des Niederschlagsbandes der Regen am Nachmittag kräftig zu. Nach 16:30 Uhr mischten sich bei auflebendem Nordwind zunehmend Eiskörner unter den Regen, bevor der Niederschlag gegen 17:30 Uhr in Schnee überging. Knapp eine Stunde später rutschte dann auch die Temperatur in den Frostbereich. In der 2. Nachthälfte lockerte die Bewölkung auf und am Morgen wurde die Tiefsttemperatur von -4,4°C (06:05 Uhr) erreicht. Bei den frostigen Temperaturen und rund 5cm Schneehöhe fühlt es sich dann auch eher nach Winter als nach Frühling an. Der strahlend blaue Himmel und der frisch gefallene Schnee entschädigen jedoch mit einer zauberhaften Winterlandschaft.

Foto1 20200512 Keilbergblick (Quelle:Martin Bloch)

Foto2 20200512 Farbkontraste

Foto4 20200512     Foto5 20200512

Foto6 20200512

Foto7 20200512      Foto8 20200512

Foto9 20200512

Foto nächtlicher Schneefall 20200511 nächtlicher Schneefall

gestriges Niederschlagsband (Quelle:EUMETNET) Radarbild 20200511

Bild Karte 850hPa 20200511 dazugehörige 850hPa Karte

02.05.2020 Schneeregen und Graupelschauer

Auch heute wurde an der Südseite eines Tiefdruckkomplexes über der Nordsee und Südskandinavien relativ kühle Luft (rund 0°C in rund 1500m Höhe und knapp -30°C in 5500m Höhe) vom Atlantik ins Erzgebirge geführt. Dabei eingelagert waren wieder zahlreiche Schauer, welche an unserer Station teils als Graupel, Regen und Schneeregen fielen. In den höher gelegenen Gebieten der Stadt Oberwiesenthal gab es nachmittags sogar heftigen Flockenwirbel. Oberhalb von 1000m wurde es dabei weiß.
Nach einem weiteren Tiefpunkt in 3 Tagen, mit möglicherweise weiteren Schneeschauern oberhalb von 800m, beruhigt sich das Wetter voraussichtlich  und die Temperatur steigt wieder an.

Foto1 20200502 Schneeregen- und Graupelschauer

Foto2 20200502 Flockenwirbel in Oberwiesenthal (Quelle:Martin Bloch)

Foto3 20200502 Fichtelberg (Quelle: FSB GmbH)

Foto4 20200502 Schneegrenze (Quelle:Martin Bloch)

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01.05.2020 Start in den Mai mit Aprilwetter

Der Start in den Mai bringt eine wechselhafte, windige und kühle Westwetterlage. Bei einer relativ weit südlich verlaufenden Frontalzone war es in am Vormittag bei teils sonnigen Abschnitten noch trocken. Gegen Mittag gab es dann einige Schauer, bei denen die Temperatur jeweils vorrübergehend deutlich zurückging. Am Nachmittag mischte sich kurzzeitig sogar Graupel unter den Regen, welcher nach dem trockenen Vormonat (April: 19,8 l/qm) auch dringend benötigt wird. Abends gibt es dann schöne Lichteffekte; besonders über dem Fichtelberg gibt es leuchtende Wolken:

Vorschaubild Video 20200501 (Quelle:Martin Bloch)

 Bild1 20200501 Stationsblick

Bild2 20200501 Schauer mit Graupel...

...Auflockerungen Bild3 20200501

 

28.04.2020 Sternenklare Nächte

Unter Hochdruckeinfluss waren die vergangenen Nächte wolkenarm oder sogar wolkenlos. Dabei ließ sich der der Sternenhimmel am und um den Fichtelberg wunderbar beobachten. Hier ein beeindruckendes Zeitraffervideo und sehenswerte Fotos (Quelle:Martin Bloch):

Video Vorschaubild 20200426 Zeitraffervideo vom Sternenhimmel

Bild Wetterstation 20200426 Wetterstation Fichtelberg

Bild Fichtelberg 20200428

Bild Paßstraße 20200428 Paßstraße zum Neuen Haus

Bild 20200428

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26.04.2020 Frostige Nacht

In der eingeflossenen, trocken-kühlen Luft war die vergangene Nacht nochmals kälter als die vorhergehende. Die Temperaturen sanken bei wolkenarmen Himmel bereits vor 22 Uhr in den Frostbereich und verharrten dort bis zum Morgen. Die Tiefsttemperatur wird um kurz vor 6 Uhr mit -3,2°C gemessen. Tagsüber steigen die Temperaturen rasch an und es werden bis zu 12,9°C erreicht. Bei wechselnder, jedoch meist eher geringer Bewölkung ist der Aufenthalt im Freien nach der kalten Nacht durchaus angenehm.

Blick vom Habichtsberg (797m) über die Gemeinde Sehmatal zum Fichtelberg (1215m):

Foto Fichtelbergblick 20200426 

19.04.2020 Sehenswertes Wolkenvideo

Die erste Hälfte des Aprils verlief sehr trocken. Bis gestern Abend fielen lediglich 2,4 l/qm. Kurz vor Mitternacht setzte dann Regen ein, der bis heute Morgen 13,8 l/qm brachte. Am Vormittag kämpfte sich dann allmählich der blaue Himmel ab und zu durch die Wolkendecke. Hierzu ein sehenswertes Wolkenvideo (Quelle:Martin Bloch):

Vorschaubild Wolkenvideo 20200419 Video bitte anklicken

17.04.2020 Deutlich milderer Wetterabschnitt

Seit dem gestrigen Tag ist es nun wieder deutlich milder geworden. Unter Hochdruckeinfluss wurde gestern mit 18,8°C erneut, wie schon am 12. April, die höchste Temperatur des Jahres erreicht. Auch die vergangene Nacht (Tmin 1,4°C) war nach den letzten, recht kalten Nächten erstmals wieder frostfrei. Im Jahr 2020 gab es bisher 82 Frostttage.
Heute steigen tagsüber die Temperaturen wieder deutlich an und Richtung Keilberg gibt es sogar föhnartige Wolken zu beobachten:

Bild1 Föhnwolken 20200417

Bild2 Föhnwolken 20200417 (Quelle beider Bilder:Martin Bloch)

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14.04.2020 Aprilschnee

Noch winterlicher präsentiert sich heute Morgen die Landschaft. Nach einer frostigen Nacht (Tmin -3,6°C) bringen Schneeschauer nochmals eine Schneedecke von 2cm. Der Schnee ist sogar teils verweht.

Bild1 Aprilschnee 20200414

Bild2 Osterschnee 20200414 teils 3cm  Bild3 Aprilschnee 20200414

Bild4 Osterschnee 20200414 Kontraste im April

Bild5 Aprilschnee 20200414 Othal (Quelle:Martin Bloch)

13.04.2020 Kontrastwetter am Ostermontag: Mittags Schneefall und sogar geringer Frost

Der heutige Ostermontag bringt erwartungsgemäß konträres Wetter zum sonnigen und sehr milden Vortag. Am Morgen ist es bei Temperaturen im deutlich positiven Bereich noch kurzzeitig sonnig, bevor sich vormittags rasch die Bewölkung verdichtet. Am Mittag setzt leichter Regen und Schneeregen ein, welcher nach gut einer halben Stunde in teils dichten Schneefall übergeht. Dabei sinken die Temperaturen deutlich bis auf -0,1°C (15:00 Uhr) ab. Nachfolgend lockert die Bewölkung dann hin und wieder etwas auf, anfangs noch bei einzelnen Schneeflocken.

Webcambild1 20200413

Webcambild2 20200413 später etwas blauer Himmel

Bild Othal 20200413 Oberwiesenthal (Quelle:Martin Bloch)

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12.04.2020 Auch am Ostersonntag noch sonniges Wetter

 Am heutigen Ostersonntag überwiegt, wie schon die letzten Tage, sonniges und trockenes Wetter. Tagsüber stiegen die Temperaturen bis zu 18,8°C (Tmax heute) an, während es nachts überwiegend frostig blieb. In den letzten 24 Tagen blieb es lediglich am 06.04. (Tmin 0,5°C) und vergangene Nacht (Tmin 0,1°C) frostfrei. Heute lagen wir noch im Einflussbereich eines Hochs über dem Schwarzen Meer in einer flauen Südwestströmung. Morgen am Ostermontag überquert uns eine Kaltfront südwärts und führt rückseitig polare Meeresluft heran. Es wird dann deutlich kühler als zuletzt und auch leichte Schneeschauer sind möglich. Bereits im Laufe des Dienstags rückt allerdings rasch ein neues Hochdruckgebiet von Westen her nach, so dass es in der Folge wieder milder wird.

Foto1 Paulusberg 20200412 Traumwetter am Paulusberg

Foto2 Paulusberg 20200412

Foto3 Paulusberg 20200312

Bild 850 hPa Karte für 20200413 Wetterumschwung mit Nordströmung am Ostermontag

06.04.2020 Mit 14,8°C neuer Temperaturhöchstwert im 2020

Zwischen Tiefdruckgebieten auf dem Atlantik und hohem Luftdruck über Osteuropa liegen wir auf der Westseite eines Hochs über Polen. Dabei wird mit einem südöstlichen Wind teils warme und trockene Festlandsluft herangeführt. Heute gegen 17:10 Uhr wird mit 14,8°C die bislang höchste Temperatur in diesem Jahr gemessen. Die wolkenarmen Nächte sind dagegen weiterhin noch frisch, obwohl die vergangene Nacht (Tmin 0,5°C) die erste frostfreie Nacht seit 2 1/2 Wochen (19.03.) war. Insgesamt gab es im aktuellen Jahr 73 Frosttage.

05.04.2020 Unser Menü "Bilder" und Videos ist ergänzt und umgestaltet

Wir haben unseren Menüpunkt "Bilder" ergänzt und umgestaltet. Es sind nicht nur mehr schöne Bilder und auch Videos dazu gekommen, sondern auch ein paar ersetzt worden. Hilfreich ist auch das Unternavigationsmenü, mit dem man nicht nur schneller Bildergruppierungen direkt ansteuern kann, sondern auch ein entsprechenden Link, mit dem man schnell zurückspringen kann. Auch beim Menüpunkt "Rückblick" gibt es nun ein Untermenü für die unterschiedlichen Jahre.

01.04.2020 April startet mit sehr kalter Nacht

 Nach dem sich gestern der März mit einem Eistag (Tmax -1,1°C um 14:35 Uhr) und leichten Schneeschauern verabschiedet hat gab, es vergangene Nacht bei klarem Himmel strengen Frost. Der Tiefstwert der Lufttemperatur wird mit -11,6°C gegen 04:25 Uhr erreicht. Tagsüber steigt in trockener Luft die Temperatur rasch an. Der Tagesgang der Temperatur beträgt mehr als 17°C (Tmax 5,6°C). Bei strahlend blauem Himmel fühlt es sich in der Sonne angenehm frühlingshaft an und die Lücken in der Schneedecke werden immer größer. Im Wald und in geschützten Lagen sieht es durch den noch reichlicher liegenden Schnee allerdings doch eher nach Winter aus.

Foto1 20200401

 tagsüber frühlingshaft Foto2 20200401

Foto3 20200401 ...im Wald dagegen winterlich

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30.03.2020 Spätwinterwetter mit Sonne und Schnee

Am Rande eines umfangreichen und starken Hochdruckgebietes über dem Nordostatlantik (Kerndruck im Bodenfeld 1054 hPa!) fließt mit einer nördlichen Höhenströmung von Skandinavien her maritime Arktikluft in unsere Region. So zeigt sich heute das Wetter spätwinterlich mit viel Sonnenschein und einer frischen Schneedecke von rund 5cm. Am Morgen gegen 07:15 Uhr wird mit der Tiefsttemperatur von -9,7° C nur knapp ein sehr kalter Tag (Tmin <-10°C) verfehlt. In der kommenden Nacht kann ein schwacher Tiefausläufer dann von Norden her wieder ein paar Schneeschauer bringen.
Auf dem Fichtelberg werden heute Vormittag 28cm als Schneehöhe gemessen.

Foto1 20200330

Foto2 20200330 Ostern naht

Bild 850hPa Karte DWD 20200330 Wetterlage (850 hPa Karte vom DWD)

28.03.2020 Letzter schöner Tag vor Kälterückfall mit Schnee

Die letzten Tage verliefen sehr sonnig. Dabei war es nachts frostig. Am 23. März wurde mit -12,4°C sogar eine tiefere Temperatur als im vergangenen Winter (Tmin -12,2°C am 29.12.) gemessen. Tagsüber wurde es vor allem in den letzten beiden Tagen dann deutlich milder und die Höchsttemperaturen erreichten sogar zweistellige Werte. Damit ist es dann ab morgen wieder vorbei. Eine Kaltfront überquert uns von Nord nach Süd und auf der Rückseite fließt ein Schwall polarer Meereskaltluft ein. Bei einem nördlichen bis nordöstlichen Wind kann sich dann erneut eine Schneedecke ausbilden.

Foto1 20200328

Foto2 20200328 In geschützten Lagen oberhalb von 870m liegen noch Schneereste (Foto: am Eisenberg in rund 900m Höhe)

22.03.2020 Strenger Frost, kälteste Nacht im Jahr 2020

In der am Rande eines Hochs über Skandinavien eingeflossenen kontinentalen Polarluft gab es in der vergangenen Nacht strengen Frost. Bei wolkenarmen Himmel konnte sich die Luft stark abkühlen und am Morgen wird mit -11,0°C um 06:45 Uhr die tiefste Temperatur im Jahr 2020 erreicht. Tagsüber wechseln sich Wolken und sonnige Abschnitte ab. Bei dauerfrostigen Temperaturen und frischem Nordostwind fühlt es sich trotz des nun schon recht hohen Sonnenstandes eher nach Winter als nach Frühling an. Schon am Vortag gab es einen Eistag (Tmax <0°C).

Bild1 20200322 am Bachberg

Keilbergblick Bild2 20200322

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21.03.2020 Frühlingsschnee

Der kalendarische Frühlingsanfang begann gestern mit nächtlichem Schneefall auf heute. Am Morgen liegen bei Temperaturen im Frostbereich (Tmin -1,3°C) 5cm Schnee. Ursächlich war eine schwache Kaltfront mit einer Luftmassengrenze über der Mitte Deutschlands, welche langsam nach Süden schwenkte. Mit einer bodennahen nordöstlichen Strömung gelangt nun arktische Polarluft zu uns. Dabei gelangen wir zunehmend unter Hochdruckeinfluss. So wird es in den nächsten Tagen sonnig aber kalt sein. Besonders in Bodennähe ist nachts und morgens teils mit strengem Frost um -10°C zu rechnen.

Bild1 Frühlingsschnee 20200321 Frühlingsschnee

Bild2 Frühlingsschnee 20200321

Bild1 Krokusblüte 20200321 heute... Bild2 Krokusblüte 20200319 und vorgestern

15.03.2020 Erste Frühlingsboten

Am Rande eines Hochdruckgebietes über Osteuropa gibt es gestern und heute viel Sonnenschein. Gestern Morgen bei Schneeflecken, heute Morgen bei knapp -4,0°C ist es allerdings eher noch winterlich. Tagsüber steigen die Temperaturen dann aber über den Gefrierpunkt und es werden heute um die 5°C erreicht. Um unsere Station zeigen sich mit Schneeglöckchen erste Frühlingsboten.

Bild Schneeglöckchen 20200315 Schneeglöckchen am 14.03.2020

11.03.2020 Ergiebiger Niederschlag, bei ansteigenden Temperaturen als Regen

Im Bereich der kräftigen, vom mittleren Nordatlantik bis weit nach Osteuropa reichenden Frontalzone, wird verstärkt milde und feuchte Atlantikluft in unsere Region geführt. Während gestern Vormittag der Niederschlag noch als Schnee fiel, ging er zum Nachmittag zunehmend in Regen über. Bei kräftigem Südwestwind stieg die Temperatur dann bis zum frühen Morgen vorrübergehend auf 8°C an. Heute regnete es dann anhaltend und schauerartig verstärkt. In den letzten 24 Stunden kommen so rund 25 l/qm zusammen. In einem recht schmalen Streifen quer über dem mittleren Deutschland fällt der meiste Niederschlag. In den Kammlagen des Erzgebirges kommt es zu starkem Tauwetter.

Bild Regenradar 20200311 Regenradarbild (Quelle:DWD)

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07.03.2020 Wieder eine geschlossene Schneedecke

Nach dem in der vergangenen Woche größtenteils nur noch Schneereste lagen, schneite es seit der vergangenen Nacht wieder einmal kräftiger, so dass sich wieder eine geschlossene Schneedecke ausbilden konnte. Am Morgen beträgt die Schneehöhe dann knapp 10cm. Zum Nachmittag zeigt sich auch kurzzeitig die Sonne und die Temperaturen steigen vorrübergehend knapp über den Gefrierpunkt (Tmax 0,6°C).
Am Fichtelberg wird mit rund 60cm die höchste Schneedecke in dieser Wintersaison erreicht. Die Schneegrenze lag bei rund 550m.

Bild1 20200308 morgens

Bild2 20200308 nachmittags wenige Sonnenstrahlen

28.02.2020 Tief "Bianca" lässt Schneedecke auf 17cm anwachsen

Tief "Bianca" überquerte vergangene Nacht unsere Region. Die Zugbahn lag dabei etwas südlicher, als an den Vortagen vorausberechnet. Gegen Abend setzte leichter Schneefall ein, welcher die Nacht anhielt. Zunächst gab es leichten Südostwind, welcher nach Durchzug des Tiefkerns gegen 22:00 Uhr auf Nordwest drehte. Dadurch gab es am Erzgebirge leichte Staueffekte, so dass an unserer Station 11cm Neuschnee fallen konnten. Während die Gesamtschneehöhe dann auf 17cm anwachsen konnte, wurden am Fichtelberg sogar 52cm gemessen.

  Bild1 20200228

Bild2 20200228

Bild3 20200228

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27.02.2020 Winterlich zum meteorologischen Winterende

Zum meteorologischen Winterende Ende Februar floss Meeresluft polaren Ursprungs ein. Folglich konnte sich bereits gestern wieder eine Schneedecke von 2cm ausbilden, welche bis heute Morgen auf 7cm anwächst. Der Schnee ist bei frostigen Temperaturen (Tmin: -3,1°C um 07:25 Uhr) pulvrig, allerdings teilweise stark verweht.

Webcambild 20200227

22.02.2020 Nach gestrigem Neuschnee heute bei auflebendem Wind Föhnwolken

 Gestern floss ein Schwall maritimer Polarluft ein und bescherte uns mit 3cm Neuschnee wieder einen winterlicheren Abschnitt. Doch schon heute setzte im Vorfeld von Tief "Yulia" mit stark böig auffrischendem, südsüdwestlichen Wind wieder deutlich mildere Luft durch. An unserer Station erreichten die Windböen die Stärke von 7 Bft. (57,9 km/h um 13:55 Uhr). Am frühen Vormittag bildeten sich schöne Föhnwolken über den Gebirgszügen des Erzgebirges.

 Bild1 Föhnwolken 20200222

Bild2 Föhnwolken 20200222 Föhnwolkenbildung am Kamm

16.02.2020 Zweistellige Höchsttemperatur am Abend erreicht

In der weiterhin vorherrschenden, südwestlichen Strömung wurde heute noch mildere Luft zu uns geführt. So wurde hier mit Temperaturen von gut 10°C (ab kurz vor 19:00 Uhr) am Abend der erste Warme Tag (Tmax>=10°C) im Jahr 2020 registriert. Bei einem starken, südsüdwestlichen Wind kam es zu kräftigem Tauwetter.
Im Flachland wurde es erwartungsgemäß noch deutlich wärmer. In Sachsen wird es bis 16°C warm (Leipzig). Noch wärmer wird es im Südwesten Deutschlands, wo es an manchen Orten mit den Temperaturen sogar über 20°C geht (z.B. Mühlacker mit 20,4°C).
Auch auf den Berggipfeln wurde es ungewöhnlich mild: Auf dem Fichtelberg werden 7°C und selbst auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, werden knapp 5°C erreicht.

Webcambild 20200216 föhniges Tauwetter

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15.02.2020 Wolkenwalze am Keilberg

Auf der Vorderseite eines umfangreichen Tiefdruckkomplexes über dem Nordatlantik wird mit zunehmend südwestlicher Strömung sehr milde Luft ins Erzgebirge geführt. Am Spätnachmittag bildet sich am tschechischen Keilberg (Klinovec) bei südsüdwestlichen Winden eine beeindruckende Wolkenwalze. Dazu ein Zeitraffervideo, aufgenommen auf dem Sparingberg (Oberwiesenthal) von Martin Bloch:

Vorschaubild Video Wolkenwalze 20200215 Video Böenwalze am Keilberg

Satelittenbild 20200215 Wetterlage Satelittenbild

11.02.2020 Vergangene Nacht Schneegewitter

In der vergangenen Nacht schwenkte ein Kurzwellentrog ostwärts über Deutschland. An den Trog gekoppelt waren teils kräftige Schauer und kurze Gewitter. An unserer Station fielen diese Schauer in fester Form als Schnee und Graupel. Weiter bildeten sich bei uns in der hochreichenden Meereskaltluft drei Schneegewitter. Begünstigt wurden diese durch den großen Temperaturunterschied in 850hPa (rund 1500m Höhe / ca. -3°C) und 500hPa (rund 5500m Höhe / ca. -33°C) von rund 30°C. Das ausgeprägteste Schneegewitter erreichte uns gehen 03:40 Uhr. Es konnten mehrere Blitze bei gut hörbarem Donnergrollen beobachtet werden. Begleitet wurde das Ereignis mit einer deutlichen Zunahme des böigen Windes. Dabei wurde der Schnee teilweise vom Boden aufgewirbelt und verfrachtet. Die Temperatur sank innerhalb von wenigen Minuten in den Frostbereich. Am Morgen wird die Tiefsttemperatur von -1,4°C (07:30 Uhr) erreicht und die Schneedecke hat sich wieder auf 11cm erhöht.

  Vorschaubild Video Schneesturm 20200211 Video zum nächtlichen Schneesturm

10.02.2020 Orkantief "Sabine" überquert das Erzgebirge, Mammatus Wolken

Die Kaltfront des Orkantiefs "Sabine" hat in den frühen Morgenstunden das Erzgebirge überquert. In ihrem Einflussbereich kam es zu starken Windböen, welche am Fichtelberg bei bis zu 150 km/h Orkanstärke erreichten. An unserer Station wurden immerhin noch Windböen bis zu Stärke 7 Bft. gemessen. Deutlich höhere Windgeschwindigkeiten gab es auf dem Brocken im Harz (173 km/h) und auf den Gipfeln der Alpen (Säntis 184 km/h).
Die höchsten Temperaturen gab es bei der Annäherung der Front in der Nacht. So wurde bei uns die Maximaltemperatur um 02:55 Uhr mit 6,4°C erreicht. In Verbindung mit dem heftigen Wind und Regen kam es zu starkem Tauwetter. Die Schneehöhe verringerte sich von gestern Vormittag auf heute Vormittag von 23cm auf nur noch 9cm. Gegen Mittag verstärkte sich der postfrontale Zustrom der Meereskaltluft, so dass die schauerartigen Niederschläge bei sinkenden Temperaturen wieder in Schnee übergingen. Dazu gab es weiterhin kräftige Windböen und in der Folge bildeten sich wunderschöne Mammatus Wolken (Mammaten). Am häufigsten sind Mammatus Wolken auf der Rückseite von kräftigen Schauer- oder Gewitterwolken zu sehen.

Bild1 Mammaten 20200210 Mammaten

Bild2 Mammaten 20200210

Webcambild Schneeschauer 20200210 Gegen Mittag Schneeschauer

Bodendruckkarte zu Orkantief "Sabine" (DWD) Bild Bodendruck 20200210

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08.02.2020 Traumhafter Wintertag

Nach dem Neuschnee der letzten Tage gab es heute bei strahlendem Sonnenschein traumhaftes Winterwetter. Am Morgen war es noch frostig (Tmin -3,4° um 05:55 Uhr). Tagsüber stieg die Temperatur dann bis auf 3,7°C um 14:30 Uhr an. Das schöne Wetter lockte zu vielen Aktivitäten im Freien, so z.B. zum Wandern, Schlittschuhfahren und Skilaufen.

Bild1 Traumwintertag 20200208

Bild2 Traumwintertag 20200208 am Bahnhof Unterwiesenthal

Wintersport am Haupthang Bild3 Traumwintertag 20200208

05.02.2020 Noch mehr Neuschnee

Durch die von Nordwest auf Nord drehende Strömung gab es im Erzgebirgsstau seit gestern Abend weitere, teils anhaltende Schneefälle. Es fallen weitere 18cm Neuschnee und bis heute Mittag erhöht sich die Schneedecke (einschließlich Setzung) bis auf 31cm. Später kämpft sich die Sonne schüchtern hinter den Wolken hervor.

Bild1 20200205

 ...dann schafft es die Sonne kurzzeitig durch die Wolken Bild2 20200205

Bild3 20200205

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04.02.2020 Viel Neuschnee im oberen Erzgebirge

Unter Tiefdruckeinfluss zog heute Nacht eine Welle ("Petra") von Frankreich über Süddeutschland hinweg. Dabei kam es besonders in der südlichen Mitte von Deutschland zu ergiebigen Niederschlägen. Kurz vor Mitternacht setzte an unserer Station Niederschlag ein, welcher zunächst überwiegend als Regen fiel. Unter zunehmender Einmischung polarer Meeresluft ging der Niederschlag gegen 02:15 Uhr dann ganz in Schnee über. Bei weiter sinkenden Temperaturen fallen bis 09:00 Uhr 17cm Schnee (gemittelte Gesamtschneehöhe). Durch den böigen Wind ist der Schnee teils verweht. Es ist das bislang größte Neuschnee-Ereignis in dem Mildwinter 2019/2020.

Bild1 Neuschnee 20200204   Bild2 Neuschnee 20200204

Bild3 Neuschnee 20200204

Bild4 Neuschnee 20200204     Bild5 Neuschnee 20200204

01.02.2020 Sehr milder Start in den Februar

Sehr kräftiger, südsüdwestlicher Wind brachte sehr milde Luft zu uns. Bereits gestern stieg die Temperatur bis auf 8,6°C an, welche auch heute (11:40 Uhr) wiederum erreicht wurde. Sehr ungewöhnlich war auch der nur geringe, nächtliche Temperaturrückgang auf knapp 7°C. Durch die hohen Temperaturen war die vorgestern noch vorhandene Schneedecke rasch abgeschmolzen.
Hier ein paar Zahlen zu dem sehr milden und schneearmen Winterverlauf: Der Dezember war fiel bereits +3,0°C zu warm aus und der Januar schloss sogar mit einer Abweichung von +4,34°C gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel ab. Die Maximale Schneehöhe des Winters 2019/2020 betrug bisher lediglich 10cm (14.Dezember). In den Vorjahren wurden zu dem Zeitpunkt bereits folgende, maximale Schneehöhen erreicht:

2018/2019: 88cm (29.Januar)
2017/2018: 45cm (18.Dezember)
2016/2017: 70cm (18.Januar)

Selbst auf dem Fichtelberg wurden in diesem Winter lediglich knapp 30cm als die bisherige Maximalschneehöhe gemessen.

28.01.2020 Sturmtief "Lolita" bringt winterlichen Abschnitt

In der Großwetterlage West zyklonal (Wz) zieht das Sturmtief "Lolita" von der Nordsee nach Südschweden. Es lenkt mit südwestlicher bis westlicher Strömung erwärmte Meereskaltluft subpolaren Ursprungs nach Deutschland, welche bei uns im Bergland einen winterlichen Abschnitt bringt. So gehen heute Vormittag die Niederschläge oberhalb 800m wieder in Schnee über, während am Morgen und der vergangenen Nacht die Schneefallgrenze teilweise noch um 1000m gelegen hatte. Mittags intensivieren sich die Schneeschauer und es gibt kurzzeitig schneesturmartige Verhältnisse bei langsam weiter sinkender Schneefallgrenze. Es bildet sich in der Folge eine dünne Schneedecke aus. Ab 16:00 Uhr sinken dann auch die Temperaturen in den Frostbereich.
Auf dem Fichtelberg bringt "Lolita" Sturmböen bis 108 km/h und die Schneehöhe erhöht sich von gestern 16cm bis heute Abend auf 27cm.

Hier ein paar Eindrücke zu den schneesturmartigen Verhältnissen mittags an unserer Station und dem Sparingberg:

Bild1 20200128   Bild2 20200128

Vorschaubild Video 20200128 Video vom Sparingberg (Quelle:Martin Bloch)

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23.01.2020 Nach nächtlichem, gefrierendem Sprühregen gibt es heute bei Sonnenschein schöne Motive

Martin Bloch hat heute die schönen Bilder in der Gegend um Oberwiesenthal aufgenommen und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt:

Bild1 20200123    Bild2 20200123

Bild3 20200123

                Bild4 20200123 

21.01.2020 Großer Tagesgang der Temperatur

Nach dem gestrigen Rekordwert beim Luftdruck durch das Hochdruckgebiet "EKART" gibt es heute einen großen Tagesgang bei der Temperatur. Innerhalb von nur knapp 14 Stunden steigt die Lufttemperatur vom nächtlichen Tiefstwert von -9,2°C um Mitternacht bis mittags zum Höchstwert auf +4,3°C an. Begünstigt wurde die große Temperaturänderung durch die fast ungehinderte Sonneneinstrahlung bei fast wolkenlosem Himmel, durch schwachen Südwind und der recht trockenen Luftmasse bei Absinken unter dem Hochdruck.
Um den Fichtelberg lädt das schöne Wetter zum Skilaufen ein.

 Bild Kleiner Fichtelberg 20200121 Kleiner Fichtelberg 

20.01.2020 Hoch "EKART" bringt mit 1047,7 hPa neuen Stationsrekord beim Luftdruck

Das umfangreiche Hochdruckgebiet "EKART", dass sich von den Britischen Inseln bis zum Balkan erstreckt, brachte heute neue Stationsrekorde beim Luftdruck. Den Spitzenwert in Deutschland erreichte Düsseldorf mit einem auf Meereshöhe reduzierten Luftdruck von 1048,7 hPa. Auch an unserer Station wird ein neuer Rekordwert mit 1047,7 hPa gemessen.
Ein Hochdruckgebiet mit solch hohem Luftdruck ist über West- und Mitteleuropa sehr selten, zu dem es auch dynamisch generiert wurde. In der Nähe des Schwerpunktes des Hochs über Wales und Südwestengland wurden sogar Werte von knapp über 1050 hPa registriert. Normalerweise bildet sich so hoher Luftdruck eher über dem ausgekühlten Sibirien.

Bodenwetterkarte 20200120 (Quelle:DWD)

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19.01.2020 Etwas Neuschnee in diesem sehr milden Januar

An der Ostflanke eines Hochdruckgebietes über Irland fließt Meereskaltluft in unseren Bereich. Im weiteren Verlauf dehnt sich das Hochdruckgebiet bis nach Osteuropa und den Balkan aus. An unserer Station brachte die Wetterlage ab Mitternacht Schnee- und Graupelschauer bei Temperaturen im leichten Frostbereich. Bis zum Morgen sank die Temperatur bis auf -1,9°C (Tmin 08:05 Uhr) ab und es konnte sich eine Schneedecke von knapp 2cm ausbilden. Tagsüber gibt es beim 2. Eistag im Januar weiter leichten Schneefall, so dass sich die Schneehöhe bis zum Nachmittag auf 4cm erhöht.
Mit einer bisherigen Mitteltemperatur von +1,3°C ist der Januar deutlich zu mild. Die Durchschnittstemperatur liegt im langjährigen Vergleich bei -3,8°C. Damit ist der Januar 2020 bis heute um gut 5°C zu mild.

15.01.2020 Erzgebirgsföhn bringt den Vorfrühling in der Hochwinterzeit

In einer recht lebhaften Südwestströmung, verursacht durch ein Sturmtief über dem Südteil des Europäischen Nordmeers, wird ungewöhnlich milde Luft in den Großteil Deutschlands geführt. An unserer Station steigen die Temperaturen am frühen Mittag bis auf 9,2°C (Tmax, 12:30 Uhr). Am nahe gelegenen Bachberg bilden sich im Erzgebirgsföhn sogar "Föhnfische" als besondere Wolkenform (siehe Foto unten). Ab den Nachmittag zeigt sich dann doch die winterliche Seite durch Abstrahlung bei gering bewölktem Himmel. Kurz nach 18 Uhr sinkt die Tempratur bis auf -1,4°C ab.
In einigen Teilen des Südostens von Sachsen hält sich eine hartnäckige Kaltluftschicht mit deutlich niedrigeren Tageshöchsttemperaturen. So bleibt es beispielsweise im über 800m hoch gelegenen Zinnwald im Osterzgebirge unter dem böhmischen Nebel ganztägig bei Dauerfrost.

Bild Föhnfische 20200115 Föhnfische über dem Kalkwerk von Hammerunterwiesenthal

Bild1 vorfrühlingshaft 20200115 auf knapp 900m fast schneelos

nur wenige Schneereste Bild2 vorfrühlingshaft 20200115

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11.01.2020 Wieder winterlicher

Rückseitig einer nach Osten abgezogenen, schwachen Kaltfront ist maritime Polarluft eingeflossen. Die Niederschläge gingen nach Mitternacht in Schnee über und die Temperatur sank zum Morgen bis -0,8°C ab. Am Vormittag schneit es dann meist anhaltend mit geringer bis leichter Intensität. Die dünne Schneedecke von 1cm hüllt die Landschaft wieder in ein Winterkleid.
Zu Wochenbeginn sieht es jedoch nach einer erneuten Milderung aus.

Webcambild Station 20200111

09.01.2020 Milde Meeresluft lässt die Schneedecke abschmelzen

Mit südwestlichem Wind wird milde Meeresluft zu uns geführt. Gestern Mittag bereits stieg die Temperatur sprunghaft bis zum Nachmittag auf sehr milde 6,7°C an. Heute folgt der erste frostfreie Tag in dem Jahr 2020. Um 16:30 Uhr wird es dann mit 6,9°C sogar noch ein wenig milder. Nach mehreren Schneedeckentagen in Folge gibt es heute an unserer Station nur noch Schneereste.

05.01.2020 Neuschnee

Gestern überquerte eine nach Süden ziehende Kaltfront das Erzgebirge. Auf ihrer Rückseite führte sie Meeresluft polaren Ursprungs heran. So fielen bis gestern Abend bei Temperaturen um den Gefrierpunkt 7cm Neuschnee (Gesamtschneehöhe 8cm). In der Nacht gingen die Temperaturen dann deutlich in den Frostbereich und der Tiefstwert wurde heute Morgen mit -3,2°C gegen 08:30 Uhr erreicht.
Am Fichtelberg beträgt die Schneehöhe rund 25cm.

 Bild1 Neuschnee 20200105     Bild2 Neuschnee 20200105

02.01.2020 Sehr trockene Luft

Die ersten 2 Tage des Neuen Jahres 2020 bringen unter Hochdruckeinfluss recht trockene Luft. Bei strahlendem Sonnenschein wird heute das Minimum der Luftfeuchte gegen 11:05 Uhr und um 13:25 Uhr mit nur 33% erreicht. Um 13:25 Uhr wird gleichzeitig auch die Maximaltemperatur bei der Lufttemperatur mit 8,6°C gemessen, obwohl in den Frühstunden noch Frost vorherrschte. In trockener Luft gibt es bei gleichzeitigem Sonnenschein oft einen großen Tagesgang bei den Temperaturen. Korrespondierend liegen dann die Taupunkte tief (TPmin -11,3°C / TPmax -5,7°C).

Webcambild 20200102

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