30.12.2025 Erst stellenweise Glatteis, dann Neuschnee

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Nach den Weißen Weihnachten mit einer dünnen Schneedecke von 1 bis 2cm gab es von Vorgestern bis gestern Morgen durch etwas Sprühregen stellenweise gefährliches Glatteis. Bereits am Vormittag ging der Niederschlag dann in Schneeschauer und am Nachmittag und in der Nacht in Schneefall über. Bis heute Mittag konnte sich eine Schneedecke von immerhin 11cm ausbilden. Auch tagsüber blieb es mit Temperaturen meist zwischen -5 und -6°C frostig kalt. Ursächlich war eine nordwestliche Strömung, welche zwischen einem Tief über Skandinavien und einem Hoch nördlich der Britischen Inseln kältere Luft zu uns führte.
Trotzdem wird der Monat Dezember in der Summe deutlich zu mild ausfallen. Zur Freude der Wintersportler sind die Aussichten für die nächsten Tage jedoch winterlich.

Bild1 20251230 Neuschnee

Bild2 20251230

Bild3 20251230 Wetterlage

23.12.2025 Ziemlich sicher doch noch "Weiße Weihnachten"

Ausgangs der Nacht und besonders am späten Mittag gab es nun doch geringe, schauerartig etwas verstärkte Schneefälle, welche zusammen mit den Reifablagerungen vom gestrigen Eistag uns heute noch einen kleinen Winterzauber bescherten. Da es auch oberhalb von gut 700m weiter bei dauerfrostigen Temperaturen blieb, konnte sich eine Schneedecke bilden. Da es bis zum 2. Feiertag frostig, nachts sogar teils bis -10°C kalt werden soll, sind "Weiße Weihnachten" nun im oberen Erzgebirge sehr wahrscheinlich geworden. Vermutlich wird es an den beiden Feiertagen recht sonnig und das schöne Wetter lädt zu Aktivitäten im Freien ein. Ein eisiger Ostwind ist allerdings mit von der Partie.
Zum Jahreswechsel deuten einige Modelle mehr Niederschläge an, welche möglicherweise endlich zu mehr Schneefällen zumindest in höheren Lagen führen könnten.

Bild1 20251223 morgens schon angeweißt... Bild2 20251223 Fichtelberg (Quelle:M.Bloch)

Bild3 20251223 nachmittags

Bild4 20251223   Bild5 20251223

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14.12.2025 Weiterhin mild, trocken und ohne Schneedecke

Viel zu mild zeigte sich der Dezember bisher. Die positive Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittel liegt bei 4,28°C. Damit wird der Dezember auf jeden Fall deutlich zu mild ausfallen. Dazu ist es auch viel zu trocken. Es sind erst 7,6l/qm in der ersten Monatshälfte gefallen, was lediglich knapp 11% des Monatssolls entsprechen. Die Großwetterlage ist trotz gestörtem Polarwirbel bei uns aktuell äußerst winterfeindlich. Kalte Luft fließt aus polaren Breiten über Nordamerika und Grönland sowie dem östlichen Osteuropa nach Süden. Dadurch liegt Mitteleuropa unter einem warmen Höhenrücken in einer schwachen und milden südwestlichen Strömung. Diese Wetterlage ist sehr stabil.
Es sind somit die nächsten Tage keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten. Trotz tendenziell leicht zurückgehenden Temperaturen sind Weiße Weihnachten folglich unwahrscheinlich. Trotzdem könnte sich die Wetterlage langsam sukzessive umbauen. Zu Weihnachten würde nicht nur kühlere Luft aus Ost-/Nordosten einsickern, sondern spekulativ ein kleines Höhentief ("Kaltlufttropfen") leichte Niederschläge bringen können. Das ist derzeit die einzige Hoffnung auf eine kleine weiße Überraschung zu Weihnachten.
Im Glaskugelbereich könnte sich ein Hochdruckgebiet von den Azoren bis Grönland aufbauen. Das würde in eine Nordwestströmung über Mitteleuropa münden und wäre endlich der erhoffte Schneebringer für die Alpen und unser Erzgebirge... Das Szenario ist natürlich aufgrund des langen Zeitraumes bislang nur ein Hoffnungsschimmer, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Bild 20251213 aktuell herbstlich

Mögliche Entwicklung (Kartenquelle:wetterzenrale.de):

Bild1 20251214 derzeitige Mildlage

Bild2 20251214 kleine Weihnachtüberraschung?

Bild3 20251214 Ende gut, alles gut zum Jahreswechsel?

02.12.2025 Der Keilberg im Wolkengewand eingehüllt

Nach dem Tauwetter der letzten Tage ist die Schneedecke durchbrochen worden und es liegen größtenteils nur noch Reste. Gestern wurde es wieder etwas kälter, aber nach frostiger Nacht war es tagsüber überwiegend sonnig und nennenswerter Neuschnee ist erstmal nicht in Sicht. Im Gegenteil, zum Beginn der nächsten Woche sieht es in einer südwestlichen Strömung eher nach knapp 10°C aus...
Ein faszinierendes Schauspiel gab es heute am Keilberg von Norden aus zu beobachten: Feuchtmilde Luft überströmte aus südlicher Richtung den Keilbergrücken und verhüllte ihn in Wolken. Nach dem Überqueren trocknete die Luft auf der Nordseite im Absinken ab. Daher lösten sich die Wolken dann auf und erreichten Oberwiesenthal kaum mehr, während der Keilberg ganztägig von den Wolken umschlossen blieb. Gleichzeitig schien in Oberwiesenthal oft die Sonne. Nur der Keilbergturm ragte auch zeitweise aus seiner Wolkenkappe heraus.

Bild1 20251202

Bild2 20251202  Bild3 20251202

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23.11.2025 Bitterkalte Nacht im Erzgebirge bis knapp unter -25°C

Ungewöhnlich tiefe Temperaturen für November gab es vergangene Nacht im Erzgebirge. An unserer Station wurde der frische Rekord der Tiefsttemperatur noch weiter unterboten: Am Morgen konnten -16,4°C und an unserer Station2 sogar -17,7°C gemessen werden. Noch kälter war es an der Kachelmann Station am Pöhlbach mit -19,2°C und in Kühnhaide mit -21,6°C. Die tiefste Temperatur mit knapp unter -25°C wurde jedoch wieder einmal in Hirschenstand (CZ, Jeleni) registriert, bei perfekten Bedingungen mit einer Kombination aus wolkenlosen Himmel, fehlendem Wind und einer Schneedecke.

Bild 20251123 (Quelle:www.chmi.cz)

22.11.2025 Gestern die erste sehr kalte Nacht, heute gleich die nächste mit Kälterekord

Vergangene Nacht gab es die erste sehr kalte Nacht (Tmin <= -10°C) des Herbstes. Mit Temperaturen von bis zu -12,4°C (Station2) und -11,7°C sind solch niedrige Temperaturen im November nicht die Regel. Das letzte Mal war eine sehr kalte Nacht (auch damals 2 hintereinander) im November im Jahr 2022 zu beobachten. Bereits nun gegen 21:15 Uhr liegen die Temperaturen sogar bei -13,7°C (Station2 -14,7°C). Das ist zugleich ein neuer Kälterekord in dem letzten Herbstmonat (alter Rekord: -11,8°C, 20.11.2022). Zuvor gab es sogar gar keine sehr kalten Tage im November seit Messbeginn im Jahr 2017. Tagsüber war es überwiegend sonnig, aber auch frostig. Zwischenzeitlich zeigten sich auch Halo Erscheinungen in der kalten Luft.
Tendenziell wird es die nächsten Tage wieder milder und auch wechselhafter.

Bild1 20251122 der sehr kalte Morgen

Bild2 20251122 Halo tagsüber (Quelle:FSB Webcam)

Bild3 20251122 Abendkälte

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